mobile icon
Soziale Medien

Die Nutzung von sozialen Medien wie Facebook, Xing oder Twitter ist für viele Menschen mittlerweile zum Bestandteil der täglichen Routine geworden. Soziale Medien machen es einfacher, mit vielen Menschen in Verbindung zu bleiben bzw. das eigene Netzwerk zu erweitern. Dabei mischen sich auch früher getrennte soziale Kontexte. Gleichzeitig fordern soziale Medien auch explizit dazu auf, Inhalte zu teilen und zu kommentieren. Soziale Medien verändern dadurch, wie und mit wem Menschen Wissen teilen. Die Nachwuchsgruppe Soziale Medien untersucht wie soziale Medien den beruflichen Wissensaustausch verändern und wie sie Wissensprozesse im Alltag beeinflussen.


Für den beruflichen Wissensaustausch spielt zum einen das (Online-)Netzwerk, zum anderen das Wissen darüber, wer im Netzwerk was weiß, eine wichtige Rolle. Diese Prozesse untersucht die Nachwuchsgruppe zum einen in Fragebogenstudien mit Nutzerinnen und Nutzern von Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn, aber auch in Online-Experimenten. Diese Forschungsergebnisse sind für das Praxisfeld Wissensarbeit mit digitalen Medien relevant.


Die Nachwuchsgruppe beschäftigt sich auch zunehmend mit wissensbezogener Internetnutzung in Alltagssituationen und untersucht beispielsweise, wie sprachbasierte Assistenten für Wissensfragen genutzt werden oder wie bestimmte Eigenschaften von textbasierten Agenten die Akzeptanz unter Nutzenden beeinflussen. Sie erforscht auch, welche Kompetenzen eine Rolle für den erfolgreichen Umgang mit digitalen Medien spielen. Weiterhin beschäftigt sich die Nachwuchsgruppe mit der Vermittlung von moralischen Werten über soziale Medien und wie diese Plattformen genutzt werden können, um einen gesellschaftlichen, sozialen Mehrwert zu schaffen.

                                       

Projekte

Automatisierte Interaktion mit Konsumenten

Durch innovative Technologien, die auf künstlicher Intelligenz basieren, treten Organisationen mit ihren Konsumentinnen und Konsumenten zunehmend automatisiert in Kontakt. In diesem Projekt wird untersucht, wie Nutzende automatisierte Interaktionen mit Dialogsystemen („Chatbots“), aber auch mit Bots, die in sozialen Medien Informationen verbreiten, wahrnehmen. Dabei geht es vor allem um die Frage, inwieweit Faktoren wie menschenähnliche Eigenschaften und kommunikatives Verhalten von Chatbots die Akzeptanz der Interaktion und die Leistung der Nutzenden beeinflussen.  

digilog@bw - Digitalisierung im Dialog: KI-gestützte Sprachassistenten als Informationsquelle

KI-gestützte Sprachassistenten wie Alexa haben sich rasant verbreitet und nehmen eine immer bedeutendere Rolle im Alltag vieler Nutzenden ein. Diese können per Sprache auf vielfältige Anwendungen zugreifen. Auch für die Informationssuche, in Form von Wissensfragen oder Nachrichten, werden die Assistenten zunehmend eingesetzt und stellen damit eine Alternative zur konventionellen bildschirmorientierten Suchmaschine dar. Das Projekt widmet sich der Frage, wie sich Sprachassistenten auf die Informationssuche und -bewertung auswirken.

Einsatz von Medien zur Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie

Die SARS-CoV-2 Pandemie hat das Leben vieler Menschen einschneidend verändert und Unsicherheit, Stress und Angst verursacht. In diesem Projekt wird untersucht, wie Personen soziale Medien, Podcasts, Nachrichten und Unterhaltungsangebote nutzen, um mit diesen Gefühlen umzugehen. Wir fokussieren darüber hinaus, wie die Mediennutzung mit einer erfolgreichen Bewältigung zusammenhängt, und auch, wie die Mediennutzung mit Wissen und empfehlungs-konformen Verhalten zusammenhängt.

Informelles Lernen mit YouTube

Die Video-Sharing-Plattform YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine. „How to...“-Videos gibt es zu fast jedem Thema – von Make-up-Tipps über Lösungen für Software-Probleme bis hin zur Reparatur von Waschmaschinen. Diese Videos bieten einen einfachen und günstigen Zugang zu Lernangeboten. Wie häufig werden diese Videos für informelles Lernen verwendet, und welche Rolle spielt der Protagonist/die Protagonistin?

Vertrauen und Sportkonsum

Krisen sind im Sport häufig, seien es Dopingfälle oder auch schlechte Leistungen. Wie beeinflussen solche Krisen das Vertrauen in Sportlerinnen und Sportler und letztendlich auch die Nachfrage nach Sportveranstaltungen? Die meisten Profi-Sportlerinnen und -sportler und Teams verfügen mittlerweile über Profile auf sozialen Medien wie Facebook oder Instagram. Führen diese direkteren Interaktionen (Kommentare, Likes) zu einer stärkeren Bindung, und können sie die negativen Effekte einer Krise abfedern?

Virtuelle Treffen in Alltag, Studium und Beruf – Auswirkungen und Erfolgsfaktoren

Mit dem Beginn der SARS-CoV-2 Pandemie wurden viele Treffen in Alltag, Schule, Studium und Beruf in den virtuellen Raum verlegt. In diesem Projekt werden anhand einer Reihe von Experimenten und Fragebogenstudien die Auswirkungen und Erfolgsfaktoren virtueller Treffen untersucht. Im speziellen Fokus der Untersuchungen steht unter anderem die individuelle Nutzung der Kamera bei Videokonferenzen und deren positive und negative Auswirkungen.

Visuelle Analyse von Kontext (Ver-)Änderungen in Social-Media-Beiträgen

Mit der Verbreitung und Verfügbarkeit sozialer Medien verändern sich Kommunikationsmuster stark. Dies betrifft nicht allein Meldungen aus den sozialen Medien selbst, auch Journalisten nutzen soziale Medien direkt oder indirekt, allein schon um mit der Schnelligkeit dieser neuen Verbreitungskanäle Schritt halten zu können.

Vorteile der beruflichen Nutzung sozialer Medien

Mehr als eine halbe Milliarde Menschen weltweit nutzen berufliche soziale Online-Netzwerke wie LinkedIn und Xing, insbesondere im Bereich der Wissensarbeit. Das Ziel des DFG-geförderten Projektes ist es, mehr darüber zu lernen, welche positiven Effekte die Nutzung sozialer Online-Netzwerke für Wissensarbeiterinnen und Wissensarbeiter hat.

Abgeschlossene Projekte

Abschlussarbeiten

Die Nachwuchsgruppe Soziale Medien erforscht, wie soziale und mobile Medien für informelle Wissensprozesse genutzt werden – das reicht von Lernen mit „How to“-Videos auf YouTube über Podcasts von Virolog*innen zu Interaktionen mit Alexa. Der Fokus liegt dabei auf den sozialen Prozessen, also z.B. der parasozialen Beziehung mit den Protagonist*innen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Frage nach der moralischen Verantwortung, die verschiedene Akteure (z.B. Unternehmen, Privatpersonen und Personen des öffentlichen Lebens) in einer digitalen Gesellschaft tragen. Eine Beispielfrage wäre: Wie konstruieren Nutzer*innen sozialer Medien ihre eigenen ethischen Grundwerte basierend auf sozialer Information, die sie über ihre Netzwerke erhalten? Daneben beschäftigen wir uns auch mit der Akzeptanz von Algorithmen. Generell sind wir auch offen für eigene Ideen von Studierenden, die unter das Thema informelles Lernen mit sozialen Medien fallen. 
Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Prof. Dr. Sonja Utz.