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graduation papers

Our researchers supervise dissertation theses in cooperation with the chair for applied cognitive psychology and media psychology of the University of Tübingen. At the moment, the following topics are available:

 

Multimodal interaction

Der Einfluss von Hyperlinks auf das Textverständnis beim Lesen von Wikipedia-Artikeln

Online-Artikel (z.B. in Wikipedia) enthalten oftmals eine beträchtliche Anzahl an Hyperlinks zu weiterführenden Informationen. Wie beeinflussen das Vorhandensein solcher Links und deren Selektion das Textverständnis beim Lesen von Wikipedia(-artigen) Artikeln? Sind die Links ablenkend? Oder führt die Auswahl relevanter Links zu einem tieferen Textverständnis?

Methode: Experimentalstudien mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Wie kann das Spiegelneuronensystem aktiviert werden und ist diese Aktivierung hilfreich für das Lernen über nicht-menschliche Bewegungen?

Dynamische Visualisierungen können besonders hilfreich sein, wenn Lernende sich die dargestellten Bewegungen mit Hilfe des eigenen Körpers vorstellen. Dies kann erreicht werden indem sogenannte Spiegelneurone durch menschliche Gesten aktiviert werden. Dabei stellt sich die Frage, ob es reicht, wenn Lernende die menschlichen Gesten gezeigt bekommen oder ob sie diese selbst ausführen müssen. Zusätzlich können diese Befunde in verschiedenen Lerndomänen und –inhalten überprüft werden.

Methode: Experimentalstudie mit Messung der Gehirnaktivierung (fNIRS)

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Hypermedia-Lernen von Grundschülern auf dem iPad − Unterstützungsmaßnahmen und kognitive Fähigkeiten

Digitale Lerntechnologien wie z.B. iPads werden im schulischen Kontext immer häufiger eingesetzt. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, inwieweit besonders jüngere Schulkinder von solchen Lerntechnologien und den damit verbundenen hypermedialen Lernumgebungen profitieren können. Welche Unterstützungsmaßnahmen sind für Kinder beim Umgang mit einer hypermedialen iPad-Lernumgebung hilfreich? Welchen Einfluss haben kognitive Fähigkeiten auf den Umgang mit einer iPad-Lernumgebung?

Methode: Feldstudie in der Schule

Ihr Ansprechpartner ist: Frau Jessica Kornmann

Interaktive Displays und embodied cognition

Interaktive Displays verwenden eine intuitive und niederschwellige Gestensteuerung zur Interaktion mit Informationseinheiten sowie zur Aktivierung von Informationsverknüpfungen (z.B. iPhones oder Multi-Touch Tabletop-Systemen). Wie wird die kognitive Repr채sentation einer konzeptuellen oder räumlichen Struktur durch die Darbietung auf einem interaktiven Display beeinflusst, mit dem der Nutzer direkt physikalisch durch Gesten oder Tangible Objects interagieren kann?

Methode: Experimentalstudie, die auf grundlagen- oder anwendungsbezogenem Material beruhen kann

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Interaktive Displays zur Informationserschließung

Wie können die bei interaktiven Displays gegebenen Affordanzen genutzt werden, um die Erschließung umfangreicher Informationsbestände und ihrer Verknüpfungen mit externen Objekten und externen Informationen zu optimieren. Exemplarisch soll dies im Rahmen der Entwicklung eines personalisierten Besucherinformationssystems in Kooperation mit dem Anton Ulrich-Museum in Braunschweig untersucht werden.

Methode: Befragung und Beobachtung von Museumsbesuchern, Feldstudie

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Können dynamische Visualisierungen, die gleichzeitig dargeboten werden, das Lernen unterstützen?

Auf größeren interaktiven Oberflächen (wie z.B. Multitouch-Tischen) können leicht mehrere dynamische Visualisierungen gleichzeitig abgespielt werden. Können Lernende mit diesem Format (multiple Animationen) Zusammenhänge leichter erkennen oder lenken multiple Animationen die Lernenden eher ab, da die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Visualisierungen verteilt werden müssen?

Methode: Experimentalstudie am Multitouch-Tisch

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Entdeckung von Inkonsistenzen und Vertrauenswürdigkeitsbewertungen bei der Rezeption von Informationen im Internet

Informationen im Internet können widersprüchliche oder fehlerhafte Informationen enthalten. Bemerken Internetnutzer Inkonsistenzen innerhalb einer Webseite? Und welche Rolle spielt dabei die Art der Webseite (z.B. Forum oder Uni-Seite)? Bemerken Internetnutzer Inkonsistenzen zwischen mehreren Webseiten? Und welchen Einfluss hat dies auf die Bewertung der Vertrauenswürdigkeit der sich widersprechenden Webseiten?

Methode: Experimentalstudien mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Hilft direktes Interagieren beim Lernen?

Interaktive Oberflächen (wie z.B. Smartphones, Tablets, Multitouch-Tische) erlauben dem Lerner eine direkte intuitive Interaktion mit den dargestellten Objekten und Inhalten. Ist diese direkte haptische Interaktion (embodied interaction) hilfreich für das Lernen? Mögliche Themen sind Vergleiche mit Standard-GUIs; Variationen der räumlichen und zeitlichen Aspekte der Interaktion oder der Ausrichtung der Präsentationsfläche (Tisch vs. Wand).

Methode: Experimentalstudie mit interaktiven Geräten; Usabilitystudien

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Realistic Depictions

Welchen Einfluss haben filmische Gestaltungsmittel auf die kognitive Verarbeitung der Filminhalte?

Filme sind kein neutrales Präsentationsmedium, sondern verwenden vielfältige Gestaltungsmittel, um die Wirkung und Verarbeitung des dargestellten Inhaltes zu beeinflussen. In diesem Projekt wird zum Beispiel untersucht, wie die zeitliche, elliptische Struktur eines Filmes das Verarbeitungsniveau der Szenen bestimmt und ob die Kameraperspektive sich darauf auswirkt, welche Inhalte wir genau erinnern.

Methode: Experimentalstudie, Labor

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Bärbel Garsoffky

Wirkung von Propaganda

Produzenten von Filmen können auf eine große Bandbreite von Stilmitteln zurückgreifen, die die Wahrnehmung von Rezipienten beeinflussen und damit einhergehend Einstellungen verändern sollen. Somit stellt die Kenntnis der Wirkung einzelner filmischer Stilmittel eine wichtige Grundlage eines kritisch reflektierten Umgangs mit audiovisuell vermittelten Informationen dar. Diplomarbeiten zur Wirkung von Propaganda können sich sowohl mit der systematischen Erforschung der Wirkweise einzelner Stilmittel beschäftigen, als auch Interventionen, die zur Identifikation von Stilmitteln in Filmen beitragen, thematisieren.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Martin Merkt

Lernen mit multiplen Dokumenten

Umfassendes Wissen hinsichtlich einer Vielzahl von wissenschaftlichen Fragestellungen lässt sich von Lernenden nur selten einzelnen Dokumenten entnehmen. Vielmehr gilt es in den meisten Fällen, Informationen aus verschiedenen Dokumenten unter Berücksichtigung von Informationen über den Produzenten des jeweiligen Dokumentes zu gewichten und mit Informationen aus anderen Dokumenten zu integrieren. Diplomarbeiten im Bereich „Lernen mit multiplen Dokumenten“ können sich zum Beispiel mit dem Zusammenspiel von Dokumenteneigenschaften (z.B. Kohärenz, Widersprüchlichkeit) und der Erinnerung an Informationen über das Dokument (z.B. Produzent, Entstehungszeitraum) beschäftigen. Auch ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Videos mit Texten in komplexen Lernumgebungen eine Reihe von spannenden empirischen Fragestellungen.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Martin Merkt

Allgemeinpsychologische Aufmerksamkeits- und Gedächtniseffekte bei der Wahrnehmung und Kognition dynamischer Szenen.

Die natürliche Wahrnehmung sowie das Betrachten von Filmen erfordert die Integration von visuellen und auditiven Reizen. In den Experimenten dieses Themenschwerpunkts untersuchen wir, ob und wie auditive Wahrnehmung direkt mit visueller Wahrnehmung interagiert. Darüber hinaus untersuchen wir, wie visuelle und auditive Informationen die Gedächtnisleistung für dynamische Szenen beeinflussen.

Ihr Ansprechpartner: Hauke Meyerhoff

Methode: Laborexperimentelle Studien

Konfligierende Rekonstruktionen

Das Projekt "Lernen mit konfligierenden 3D-Rekonstruktionen" untersucht kognitive Prozesse und Wissenserwerb bei der Verarbeitung von computerbasierten 3D-Darstellungen historischer Architekturen, die unterschiedlich unsicher und durch unterschiedliche Darstellungsformen visualisiert sind. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir verschiedene Abschlussarbeiten an, in denen diese Thematik untersucht werden soll.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Manuela Glaser

Raum und Semantik

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass räumliche Wahrnehmung und Verarbeitung von Sprache nicht unabhängig voneinander sind. So ist das Konzept Macht zum Beispiel vertikal repräsentiert. Dies äußert sich dadurch, dass mit Macht assoziierte Begriffe schneller erkannt werden, wenn sie räumlich weiter oben dargeboten werden. Ziel einer Diplomarbeit zu diesem Thema kann sein, die räumliche Repräsentation von weiteren Konzepten (z.B. Widersprüchlichkeit) empirisch zu überprüfen.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Martin Merkt

Multiple representations

Wie kann der Einsatz von digitalen Medien (E-Books, Tablet-PCs) für die pädagogisch-psychologische Praxis verbessert werden?

In diesem Projekt geht es darum, wie die Nutzung von digitalen Medien (E-Books, Tablet-PCs) für den naturwissenschaftlichen Unterricht optimiert werden kann. Konkrete Fragestellungen sind dabei, wie interaktive Lernaufgaben zu einer sinnvollen Nutzung von Tablets im Unterricht beitragen können und ob konstruktive Lernaktivitäten wie das Zeichnen auf dem Tablet das Verständnis für naturwissenschaftliche Inhalte verbessern können.

Ihre Ansprechpartner sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Herr Dr. Alexander Eitel

Wie werden Widersprüche zwischen Text und Bild verarbeitet und welche Rolle spielt dabei die subjektiv wahrgenommene Glaubwürdigkeit des Mediums?

Geht man davon aus, dass sowohl Text als auch das Bild beim Lernen ausreichend tief verarbeitet werden, dann müssten Lernende Widersprüche erkennen, sollten diese zwischen Text und Bild bestehen. Daher beziehen sich mögliche Fragestellungen darauf, ob und wann solche Widersprüche erkannt werden, und ob das Auflösen von Widersprüchen in Text und Bild eine lernförderliche Wirkung über eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten haben kann.

Ihre Ansprechpartner ist: Herr Dr. Alexander Eitel

Fördern Gesten das Verständnis für Bewegungsabläufe?

Verschiedene Arbeiten belegen, dass externe Repräsentationen wie z.B. dynamische oder statische Visualisierungen das Verständnis für Bewegungsabläufe verbessern können. In einem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Shaaron Ainsworth, Universität Nottingham, wird der Frage nachgegangen, inwieweit während des Lernens mit den Händen ausgeführte Gesten diesen Verstehensprozess zusätzlich fördern können. Mögliche Fragestellungen beziehen sich dabei auf die allgemeine Lernförderlichkeit von Gesten, die spezifische Wirksamkeit einzelner Gesten, Möglichkeiten zur Unterstützung der Gestenproduktion sowie den sinnvollen Zeitpunkt der Verwendung von Gesten.

Ihre Ansprechpartner ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Kann das Lernen mit Animationen durch den Einsatz von Vorsätzen unterstützt werden?

Animationen sind gegenüber statischen Visualisierungen unter anderem durch zeitkritische Verarbeitungsanforderungen und zusätzliche kognitive Belastungen gekennzeichnet, z.B. wenn es notwendig ist, relevante aber transiente Informationen im Arbeitsgedächtnis aktiv zu halten, um sie mit später präsentierten Informationen in Beziehung zu setzen. Sie zeichnen sich damit durch besondere Herausforderungen in Bezug auf die Informationsverarbeitung aus (sog. overwhelming effect). Weiterhin führen dynamische Visualisierungen trotz hoher objektiver Verarbeitungsanforderungen oftmals nur zu einer geringeren Bereitschaft, Anstrengung in die konzentrierte Verarbeitung der Information zu investieren (sog. underwhelming effect). Es soll geprüft werden, inwieweit Vorsätze dazu beitragen können, diesen beiden Problemen beim Lernen mit Animationen zu begegnen. Bei Vorsätzen handelt es sich um spezifische Handlungspläne, die die Ausführung relevanter Lernhandlungen begünstigen können (z.B. „Wenn ich eine Animation betrachte, dann werde ich mich auf die Inhalte konzentrieren“).

Ihre Ansprechpartner ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Welchen Einfluss haben Textmerkmale auf den Multimediaeffekt?

Die Überlegenheit des Lernens mit Multimedia (Text und Bild) gegenüber dem Lernen mit Text konnte vielfach empirisch bestätigt werden. Unklar ist jedoch, welche Merkmale des Textes am Zustandekommen dieses Effekts beteiligt sind. Wichtige Moderatoren, deren Einfluss im Rahmen einer Diplomarbeit untersucht werden kann, sind die Textkompatibilität, das Ausmaß an im Text enthaltener räumlicher Information, stilistische Mittel (z.B. Bildverweise im Text) sowie die Kohärenz des Texts.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter

Können mentale Vorstellungsbilder die Wirkweise von multimedialem Material erklären?

Ein vielbestätigter Befund ist die Überlegenheit von Text-Bilddarbietungen gegenüber der Darbietung von Texten allein. In der Diplomarbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob dieser Effekt darauf beruht, dass durch die Darbietung von Bildern die Vorstellung eines mentalen Bildes während der Textverarbeitung erleichtert wird.

Ihre Ansprechpartner ist: Frau Dr. Anne Schüler

Unter welchen Bedingungen unterstützen Bilder den Wissenserwerb?

Ein vielbestätigter Befund in der Multimediaforschung ist der positive Effekt der Bilddarbietung auf das Lernergebnis. Unklar ist jedoch, worauf dieser Effekt genau zurückzuführen ist. In der Diplomarbeit, die in Kooperation mit der Universität Padua (Italien) durchgeführt wird, soll zwischen für den Wissenserwerb förderlichen und nicht-förderlichen Bildinformationen differenziert werden. Die Spezifizierung solcher Bildelemente ist insofern interessant, als dass sie Aufschluss über die zugrunde liegenden Prozesse bei der Text-Bildverarbeitung zulässt.

Ihre Ansprechpartnern ist: Frau Dr. Anne Schüler

Gibt es einen Integrationsprozess im Arbeitsgedächtnis?

Eine grundlegende Annahme in der Multimediaforschung ist, dass Text und Bild miteinander integriert werden. Überraschenderweise gibt es jedoch kaum Studien, die diese Annahme empirisch prüfen. Im vorliegenden Projekt soll mit Hilfe von aus der Grundlagenforschung entliehenen Paradigmen untersucht werden, inwiefern eine Integration von Text und Bild tatsächlich stattfindet. Des Weiteren soll die Rolle des Arbeitsgedächtnisses in diesem Integrationsprozess näher untersucht werden.

Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Dr. Anne Schüler

Social Processes

Konkurrieren, während man kooperiert: Die Verknüpfung von Wettbewerb und Kooperation im Alltag

Wettbewerb und Kooperation scheinen auf den ersten Blick schwer miteinander in Einklang zu bringen. Im Alltag wird genau das jedoch häufig gefordert: Zum Beispiel konkurrieren Mitarbeiter oder Sportler innerhalb eines Teams um eine Beförderung, einen höheren Status, oder einen Platz in der Startaufstellung, während sie miteinander kooperieren und versuchen, gemeinsame Ziele zu erreichen. In dieser Masterarbeit sollen daher die Folgen einer solchen Verknüpfung von Wettbewerb und Kooperation für den Wissensaustausch innerhalb des Teams oder für das Wohlbefinden der einzelnen Teammitglieder untersucht werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Florian Landkammer

Zusammenarbeit im "Hier und Jetzt"?

In diesen Forschungsarbeiten sollen Trainings-/ Interventionsmöglichkeiten für Teams diskutiert und angewandt werden. Mögliche Interventionsansätze werden dabei aus Übungen stammen, welche
Teilnehmenden eine veränderte Aufmerksamkeit auf eine aktuelle Erfahrung, auf das "Hier und Jetzt" ermöglicht (z.B. Mindfulness). Beispielsweise ist es bisher unklar, ob Personen mit anderen in Teams besser zusammenzuarbeiten, wenn sie zuvor gemeinsam vs. einzeln eine achtsamkeitsbasierte Übung durchgeführt haben.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Mag. Johannes Grapendorf

Verantwortungsbewusst geführt: Wie der Zeithorizont die Wahrnehmung der eigenen Machtpositionen verändert

Eine Führungsposition innezuhaben bedeutet viele Freiheiten, sich um eigene Ziele zu kümmern, allerdings auch eine gewisse Verantwortung für andere. Diese Verantwortung ist Interaktionspartnern jedoch nicht immer bewusst. Diese Arbeit soll daher der Frage nachgehen, wie das Verantwortungsempfinden bei Führungskräften - insbesondere durch die Betrachtung eines langfristigen (statt kurzzeitigen) Zeithorizonts in Bezug auf die Zusammenarbeit - gefördert werden kann.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Annika Scholl

Reaktionen auf die Abweichung von Gruppennormen

In sozialen Gruppen herrschen oft klare Regeln und Normen, die festlegen, welches Verhalten in der Gruppe akzeptabel ist und welches Verhalten nicht. Wenn ein Mitglied einer solchen Gruppe diese Normen in Frage stellt, können die verbleibenden Mitglieder auf unterschiedliche Arten reagieren. In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Faktoren über die Reaktion der Gruppenmitglieder entscheiden und welche Prozesse innerhalb der Gruppe stattfinden, wenn sich ein Mitglied nicht konform mit den Normen der Gruppe verhält.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Dipl.-Psych. Lara Ditrich

Knowledge exchange

Masterarbeit: Wissensaustausch durch Medien

In manchen Situationen ist man der oder die Neue. Seien es nun neue Kollegen oder Kommilitonen: oft weiß man nicht, was man voneinander halten soll. Besonders schwierig wird es, wenn ein neu gebildetes Team eine Aufgabe erhält, die schnell bewältigt werden muss. Wie teilt man sich die Arbeit auf? Wer hat welche Kompetenzen und Präferenzen? Wer ist ein Zugpferd und wer ein Trittbrettfahrer? Und wie behält man den Überblick darüber, wer gerade an was arbeitet (nicht dass nachher einige Aufgaben doppelt und andere gar nicht erledigt wurden)? Selbst in eingearbeiteten Lern- oder Arbeitsgruppen fehlen solche Informationen oft. Manches will man ja auch vielleicht gar nicht erst preisgeben …

Andererseits ist heutzutage niemand ein unbeschriebenes Blatt. Wer ein Profil in einem sozialen Netzwerk hat, bietet anderen eine einfache Möglichkeit, vieles über einen selbst auf einen Blick zu erfahren. Im Chatroom erhält man auf Anhieb eine Übersicht darüber, wer gerade online ist. Sogar Dating-Partner kann man heutzutage bewerten, und die Bewertungen anderer online einsehen.

Während wir in unserer Freizeit von Informationen über andere überschwemmt werden, fehlen uns diese Infos oft, wenn es darum geht, etwas „Wichtiges“ zu erledigen. Eine Masterarbeit in diesem Bereich würde untersuchen, wie man digitale Medien nutzen könnte, um gerade das Zusammenspiel von (neuen) Gruppen in einem Lern- oder Arbeitskontext zu unterstützen.

Ihre Ansprechpartner sind: Prof. Friedrich W. Hesse, Dr. Michail D. Kozlov, Dr. Jürgen Buder

Hilft es Mitarbeiter mit Strichcodes zu versehen

Will man mit neuen Menschen zusammenarbeiten kann es oft eine Zeit dauern bis man sich auf einander eingestellt hat. In räumlich verteilten Szenarios konnte gezeigt werden, dass dieser Prozess mit Hilfe von Awareness tools (mediale Mittel zur Vermittlung von Informationen über z.B. den Wissensstand des Partners) vereinfacht werden kann. In dieser Masterarbeit soll untersucht werden ob Awareness auch in Presänzbasierten Arbeitsszenarien nützlich sein kann. Als Tool bieten sich hier z.B. Businesskarten mit QR codes an die mit einem Sozialen Netzwerkprofil verlinkt sind. Diese Karten können am Anfang einer Präsenzbasierten Zusammenarbeit ausgetauscht werden, um den Teilnehmern einen detaillierten Einblick die gegenseitigen (Aufgabenrelevanten) Vorlieben und Kompetenzen zu geben.

Ihr Ansprechpartner ist: Dr. Michail D. Kozlov

Knowledge construction

Masterarbeit: Lernen im Web 2.0

Das Web 2.0 bietet Werkzeuge im Netz, die sich für den Austausch von Wissen und die kooperative Konstruktion von Wissen eigenen. Ein Beispiel sind Wikis. Sie ermöglichen die gleichzeitige, kooperative Arbeit einer Vielzahl von Personen an gemeinsamen Artefakten, die allen Personen zur Nutzung und zur aktiven Weiterentwicklung offen stehen.

In der Masterarbeit soll untersucht werden, welchen Einfluss in einem Web 2.0-Setting die Öffentlichkeit (andere Personen können sehen, was ich ergänze) auf die Motivation und auf individuelles Lernen hat. Dabei interessiert auch, welche Prozesse dazu beitragen, dass über die reine Sammlung von Informationen hinaus auch die kooperative Konstruktion neuen Wissens möglich wird.

Auf Basis eines bestehenden Versuchsparadigmas, bei dem Versuchspersonen kooperativ erstellte Texte weiterbearbeiten müssen, sollen weiterführende Experimente durchgeführt werden. Je nach Interessenlage können auch weitere motivationale (z.B. Einfluss der Relevanz des Themas) oder soziale Einflussfaktoren (z.B. Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe) im Rahmen der Masterarbeit untersucht werden.

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Johannes Moskaliuk

Forschung über psychologische Forschung

Wissenschaft schafft Wissen. Aus unseren psychologischen Untersuchungen erhoffen wir uns Einblick in menschliches Erleben und Verhalten. Was aber, wenn ganz andere Dinge mit hineinspielen, die wir nicht bedenken? Eine Frage dabei ist z.B., ob nicht die wiederholte Teilnahme derselben Personen (z.B. Psychologiestudierende für ihre VP-Stunden) ein Problem darstellt - insbesondere, wenn sie in manchen Experimenten getäuscht werden. Eine weitere Fragestellung wäre, inwiefern Online-Forschung anfälliger für falsche Effekte (Artefakte) ist, weil die Teilnehmenden bei auftretenden Unklarheiten keine Möglichkeit haben, diese - z.B. durch Frage an den Versuchsleiter - zu klären.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Aileen Oeberst

Nutzung kollektiven Wissens durch Social Tagging

In den letzten Jahren etablierte sich Social Tagging als eine Standardanwendung des Web 2.0. Social Tagging bezeichnet die freie und individuelle Vergabe von Schlagwörtern (Tags) für digitale Ressourcen, wie z. B. Bookmarks. Durch diese individuelle Annotierung von digitalen Inhalten mit Tags, die von unterschiedlichen Personen vergeben wurden, entsteht eine gemeinsame Beschreibung von Inhalten durch eine Community. Im Rahmen einer Masterarbeit könnte der Einfluss von Social Tags auf die Informationssuche im Internet und auf individuelle Lernprozesse erforscht werden.

Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Mathe mit der Matte

In einem Kooperationsprojekt mit Prof. Nürk (Psychologisches Institut der Universität Tübingen) wird eine digitale Tanzmatte eingesetzt, um bei Vor- bzw. Grundschulkindern die Zahlenvorstellungen zu trainieren. Im Rahmen einer Masterarbeit könnte untersucht werden, inwieweit beim "Numerosity Learning" räumlich-motorische Komponenten eine Rolle spielen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Ulrike Cress

Kooperative Wissenskonstruktion mit Wikis

Wikis sind für die kooperative Wissenskonstruktion geeignet. Sie ermöglichen die gleichzeitige, kollaborative Arbeit einer Vielzahl von Personen an einem gemeinsamen Artefakt, das allen Personen zur Nutzung und zur aktiven Weiterentwicklung offen steht. Mögliche Themen einer Masterarbeit könnten sich mit der Frage beschäftigen, was Personen zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit Hilfe von Wikis motiviert und welche sozilan eund kognitiven Prozesse dazu beitragen, dass solche kooperativen Szenarien über die reine Sammlung von Informationen hinaus auch die kollaborative Konstruktion neuen Wissens ermöglichen.

Ihre Ansprechpartner sind: Herr Dr. Joachim Kimmerle und Herr Dr. Johannes Moskaliuk

Social Media

Soziale Medien und Konsumtenverhalten

Soziale Netzwerke wie Facebook sind für viele Menschen Bestandteil des Alltags geworden. Auch Unternehmen haben die Bedeutung sozialer Netzwerke erkannt und bieten z.B. Fanpages, um mit (potentiellen) Kunden zu interagieren. Die Facebooknutzung kann auf direktem oder indirektem Wege das Konsumentenverhalten beeinflussen. Zum einen sind Nutzer direkt Anzeigen oder Marken-Fanpages ausgesetzt. Zum anderen sind auch indirekte Effekte denkbar. Die Facebooknutzung kann Emotionen wecken, die wiederum das Kaufverhalten beeinflussen könnten. Führt z.B. die Konfrontation mit attraktiven Fotos und positiven Posts zu Neid, der dann wiederum das Konsumentenverhalten beeinflusst?

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Sonja Utz

Soziale Netzwerke wie Facebook sind für viele Menschen Bestandteil des Alltags geworden. Auch Unternehmen haben die Bedeutung sozialer Netzwerke erkannt und bieten z.B. Fanpages, um mit (potentiellen) Kunden zu interagieren. Die Facebooknutzung kann auf direktem oder indirektem Wege das Konsumentenverhalten beeinflussen. Zum einen sind Nutzer direkt Anzeigen oder Marken-Fanpages ausgesetzt. Zum anderen sind auch indirekte Effekte denkbar. Die Facebooknutzung kann Emotionen wecken, die wiederum das Kaufverhalten beeinflussen könnten. Führt z.B. die Konfrontation mit attraktiven Fotos und positiven Posts zu Neid, der dann wiederum das Konsumentenverhalten beeinflusst?

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Prof. Dr. Sonja Utz