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Abschlussarbeiten

Forscherinnen und Forscher am Leibniz-Institut für Wissensmedien vergeben im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Lehrstuhl für Angewandte Kognitionspsychologie und Medienpsychologie der Universität Tübingen derzeit folgende Themen für Abschlussarbeiten:

 

Multimodale Interaktion

(Neuro-)physiologische Maße in der Instruktionspsychologie

In der instruktionspsychologischen Forschung wurde die  letzten Jahre zunehmend die Frage nach geeigneten Prozessmaßen aufgeworfen, um die kognitiven Prozesse während des Wissenserwerbs mit digitalen Medien zu untersuchen. Die Hirnstrommessung (EEG), Blickbewegungsmessung (Eye-Tracking), Pupillometrie (Größe der Pupille), aber auch Herzratenvariabilität und Hautleitfähigkeit wurden als mögliche Maße diskutiert. In der Arbeitsgruppe werden vor allem EEG und Eye-Tracking genutzt, um kognitive Prozesse (wie z.B. Arbeitsgedächtnisbelastung) beim Lernen mit/in unterschiedlichen digitalen Umgebungen (z.B. Hypertext, Multimedia, virtuelle Realität) zu untersuchen. Methodisch interessierte Studierende können zu einer selbst gewählten oder aus der Forschung der Arbeitsgruppe abgeleiteten Fragestellung und der Wahl einer geeigneten physiologischen Messmethode Bachelor/Masterarbeiten anfertigen.  
Methode: Experimentalstudien mit (neuro-) physiologischen Maßen
Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Christian Scharinger


Der Einfluss von Hyperlinks auf das Textverständnis beim Lesen von Wikipedia-Artikeln

Online-Artikel (z.B. in Wikipedia) enthalten oftmals eine beträchtliche Anzahl an Hyperlinks zu weiterführenden Informationen. Wie beeinflussen das Vorhandensein solcher Links und deren Selektion das Textverständnis beim Lesen von Wikipedia(-artigen) Artikeln? Sind die Links ablenkend? Oder führt die Auswahl relevanter Links zu einem tieferen Textverständnis?

Methode: Experimentalstudien mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Wie kann das Spiegelneuronensystem aktiviert werden und ist diese Aktivierung hilfreich für das Lernen über nicht-menschliche Bewegungen?

Dynamische Visualisierungen können besonders hilfreich sein, wenn Lernende sich die dargestellten Bewegungen mit Hilfe des eigenen Körpers vorstellen. Dies kann erreicht werden indem sogenannte Spiegelneurone durch menschliche Gesten aktiviert werden. Dabei stellt sich die Frage, ob es reicht, wenn Lernende die menschlichen Gesten gezeigt bekommen oder ob sie diese selbst ausführen müssen. Zusätzlich können diese Befunde in verschiedenen Lerndomänen und –inhalten überprüft werden.

Methode: Experimentalstudie mit Messung der Gehirnaktivierung (fNIRS)

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Interaktive Displays und embodied cognition

Interaktive Displays verwenden eine intuitive und niederschwellige Gestensteuerung zur Interaktion mit Informationseinheiten sowie zur Aktivierung von Informationsverknüpfungen (z.B. iPhones oder Multi-Touch Tabletop-Systemen). Wie wird die kognitive Repräsentation einer konzeptuellen oder räumlichen Struktur durch die Darbietung auf einem interaktiven Display beeinflusst, mit dem der Nutzer direkt physikalisch durch Gesten oder Tangible Objects interagieren kann?

Methode: Experimentalstudie, die auf grundlagen- oder anwendungsbezogenem Material beruhen kann

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Prof. Dr. Peter Gerjets

Können dynamische Visualisierungen, die gleichzeitig dargeboten werden, das Lernen unterstützen?

Auf größeren interaktiven Oberflächen (wie z.B. Multitouch-Tischen) können leicht mehrere dynamische Visualisierungen gleichzeitig abgespielt werden. Können Lernende mit diesem Format (multiple Animationen) Zusammenhänge leichter erkennen oder lenken multiple Animationen die Lernenden eher ab, da die Aufmerksamkeit auf unterschiedliche Visualisierungen verteilt werden müssen?

Methode: Experimentalstudie am Multitouch-Tisch

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Entdeckung von Inkonsistenzen und Vertrauenswürdigkeitsbewertungen bei der Rezeption von Informationen im Internet

Informationen im Internet können widersprüchliche oder fehlerhafte Informationen enthalten. Bemerken Internetnutzer Inkonsistenzen innerhalb einer Webseite? Und welche Rolle spielt dabei die Art der Webseite (z.B. Forum oder Uni-Seite)? Bemerken Internetnutzer Inkonsistenzen zwischen mehreren Webseiten? Und welchen Einfluss hat dies auf die Bewertung der Vertrauenswürdigkeit der sich widersprechenden Webseiten?

Methode: Experimentalstudien mit Blickbewegungsmessung

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Yvonne Kammerer

Hilft direktes Interagieren beim Lernen?

Interaktive Oberflächen (wie z.B. Smartphones, Tablets, Multitouch-Tische) erlauben dem Lerner eine direkte intuitive Interaktion mit den dargestellten Objekten und Inhalten. Ist diese direkte haptische Interaktion (embodied interaction) hilfreich für das Lernen? Mögliche Themen sind Vergleiche mit Standard-GUIs; Variationen der räumlichen und zeitlichen Aspekte der Interaktion oder der Ausrichtung der Präsentationsfläche (Tisch vs. Wand).

Methode: Experimentalstudie mit interaktiven Geräten; Usabilitystudien

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Birgit Brucker

Realitätsnahe Darstellungen

Welchen Einfluss haben filmische Gestaltungsmittel auf die kognitive Verarbeitung der Filminhalte?

Filme sind kein neutrales Präsentationsmedium, sondern verwenden vielfältige Gestaltungsmittel, um die Wirkung und Verarbeitung des dargestellten Inhaltes zu beeinflussen. In diesem Projekt wird zum Beispiel untersucht, wie die zeitliche, elliptische Struktur eines Filmes das Verarbeitungsniveau der Szenen bestimmt und ob die Kameraperspektive sich darauf auswirkt, welche Inhalte wir genau erinnern.

Methode: Experimentalstudie, Labor

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Bärbel Garsoffky

Allgemeinpsychologische Aufmerksamkeits- und Gedächtniseffekte bei der Wahrnehmung und Kognition dynamischer Szenen.

Die natürliche Wahrnehmung sowie das Betrachten von Filmen erfordert die Integration von visuellen und auditiven Reizen. In den Experimenten dieses Themenschwerpunkts untersuchen wir, ob und wie auditive Wahrnehmung direkt mit visueller Wahrnehmung interagiert. Darüber hinaus untersuchen wir, wie visuelle und auditive Informationen die Gedächtnisleistung für dynamische Szenen beeinflussen.

Methode: Laborexperimentelle Studien

Ihr Ansprechpartner ist: Herr Dr. Hauke Meyerhoff

Einfluss audiovisueller Gestaltung auf das Verstehen von Kunstwerken

Das Projekt "Einfluss audiovisueller Gestaltung auf das Verstehen von Kunstwerken" untersucht den Einfluss begleitender Audiotexte und visueller Hinweisreize auf kognitive Prozesse und Wissenserwerb bei der Verarbeitung von Kunstwerken. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir verschiedene Abschlussarbeiten an, in denen diese Thematik untersucht werden soll.
Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Manuela Glaser

Lernen mit 3D-Rekonstruktionen

Das Projekt "Lernen mit 3D-Rekonstruktionen" untersucht kognitive Prozesse und Wissenserwerb bei der Verarbeitung von computerbasierten 3D-Darstellungen historischer Architekturen, die unterschiedlich unsicher und durch unterschiedliche audiovisuelle Darstellungsformen präsentiert werden. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir verschiedene Abschlussarbeiten an, in denen diese Thematik untersucht werden soll.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Manuela Glaser

Multiple Repräsentationen

Lernen durch Erklären im Flipped Classroom

Flipped Classrooms stellen eine gute Alternative dar, um die kognitive Aktivierung von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Bei Flipped Classrooms werden die üblichen Unterrichtsaktivitäten umgedreht. Lernende eignen sich zugrundeliegendes Wissen im Vorfeld mittels digitaler Medien an, welches in der gemeinsamen Unterrichtsphase vertieft wird. Allerdings deuten Befunde darauf hin, dass Lernende Probleme haben, sich das zu erlernende Wissen selbstreguliert in der Selbststudiumsphase anzueignen. In diesem Forschungsvorhaben soll daher untersucht werden, wie die Methode des Lernens durch Erklären genutzt werden kann, um Lernende in der Selbstlernphase zu unterstützen.
Ihr Ansprechpartner ist: Herr Jun.-Prof. Dr. Andreas Lachner

Unterstützung des Multimedialernens durch kognitive Aktivierung

Das Lernen mit Text und Bild (Multimedia) erfordert, dass Informationen aus beiden Repräsentationen miteinander in einem integrierten mentalen Modell verknüpft werden. Da dieser Prozess sehr anspruchsvoll sein kann, wird er nicht immer adäquat ausgeführt. Dadurch schöpfen Lernende den förderlichen Effekt von Multimedia im Vergleich zu einer Darstellung nur mit Text/Bild nicht hinreichend aus. Verschiedene Gestaltungsmaßnahmen für Multimediamaterial wurden entwickelt, um Lernende bei der Integration von Text-Bild-Informationen zu unterstützen. Eine dieser Maßnahmen ist das Signaling-Prinzip: das Hervorheben von korrespondierenden Elementen in Text und Bild. Darüber hinaus zeigen Befunde, dass die aktive Verarbeitung von Inhalten lernförderlich ist. In dem Projekt soll untersucht werden, inwieweit eine Übertragung des Signaling-Prinzips in den Unterricht im Sinne der kognitiven Aktivierung effektiv für das Lernen ist. Lernende könnten die Korrespondenzen in Text und Bild beispielsweise selbst identifizieren und hervorheben und dadurch möglicherweise noch stärker von der Unterstützungsmaßnahme profitieren.
Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Juliane Richter

Welche kognitiven Prozesse finden beim Lernen mit multiplen Repräsentationen statt?

Die Überlegenheit des Lernens mit Text und Bild gegenüber dem Lernen mit Text konnte vielfach empirisch bestätigt werden. Unklar ist jedoch, welche kognitiven Prozesse am Zustandekommen dieses Multimedia-Effekts beteiligt sind. Im Rahmen von Abschlussarbeiten können dabei verschiedene Fragestellungen untersucht werden: (1) Werden Texte und Bilder miteinander in ein mentales Modell integriert? Mithilfe von aus der Grundlagenforschung entliehenen Paradigmen soll untersucht werden, inwiefern eine Integration von Text und Bild tatsächlich stattfindet. (2) Können mentale Vorstellungsbilder den Multimediaeffekt erklären? Es soll untersucht werden, ob durch die Darbietung von Bildern die Vorstellung eines mentalen Bildes während der Textverarbeitung erleichtert wird. (3) Welche Bildelemente sind für das Lernen (nicht) förderlich? Es soll untersucht werden, ob insbesondere räumliche Bildinhalte für den Multimediaeffekt verantwortlich sind, während nicht-räumliche Inhalte besser über den Text vermittelt werden sollten. (4) Welchen Einfluss haben Textmerkmale auf den Multimediaeffekt? Es soll untersucht werden, welchen Einfluss Textkompatibilität, Textkohärenz oder auch das Ausmaß an im Text enthaltener räumlicher Information auf den Multimediaeffekt nehmen.
Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Frau Dr. Anne Schüler

Wie entwickeln Medizinstudierende Expertise im Lesen radiologischer Aufnahmen?

Eine wesentliche Aufgabe in der medizinischen Diagnostik besteht darin, Daten bildgebender Verfahren wie Röntgen korrekt zu interpretieren. Dabei stellen sich die Fragen, welche Explorationsstrategien Medizinstudierende anwenden, wenn sie Röntgenbilder betrachten, wie diese Strategien mit der diagnostischen Genauigkeit zusammenhängen und wie sich Fertigkeiten der Interpretation im Längsschnitt und als Ergebnis innovativer Instruktionsmethoden (u.a. prozessorientiertes adaptives Feedback) verändern.
Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Frau Dr. Juliane Richter

Wie kann Schreiben durch computerbasiertes Feedback gefördert werden?

Gut strukturierte und kohärente Texte zu verfassen ist eine wichtige Schlüsselkompetenz im heutigen Informationszeitalter. Jedoch haben Lernende oft Probleme beim Verfassen kohärenter argumentativer Texte. Um das Schreiben kohärenter Texte zu fördern, benötigen Lernende individuelle Rückmeldung über die Qualität ihrer geschriebenen Texte, um nachhaltige Schreibkompetenzen zu entwickeln. Allerdings erhalten Lernende oft wenig Rückmeldung über ihre Schreibprodukte, da das Geben individueller Rückmeldung oft sehr zeitintensiv ist. In diesem Projekt soll untersucht werden, wie computer-basiertes Feedback mittels Visualisierungen geeignet ist, um Lernende beim Schreiben zu unterstützen.
Ihr Ansprechpartner ist: Herr Jun.-Prof. Dr. Andreas Lachner

Wie kann der Einsatz von digitalen Medien (E-Books, Tablet-PCs) für die pädagogisch-psychologische Praxis verbessert werden?

In diesem Projekt geht es darum, wie die Nutzung von digitalen Medien (E-Books, Tablet-PCs) für den naturwissenschaftlichen Unterricht optimiert werden kann. Konkrete Fragestellungen sind dabei, wie interaktive Lernaufgaben zu einer sinnvollen Nutzung von Tablets im Unterricht beitragen und ob konstruktive Lernaktivitäten wie das Zeichnen auf dem Tablet das Verständnis für naturwissenschaftliche Inhalte verbessern.
Ihre Ansprechpartnerinnen sind: Frau Prof. Dr. Katharina Scheiter und Frau Dr. Juliane Richter

Wie werden Widersprüche zwischen Text und Bild verarbeitet?

Geht man davon aus, dass sowohl Text als auch das Bild beim Lernen ausreichend tief verarbeitet werden, dann müssten Lernende Widersprüche erkennen, sollten diese zwischen Text und Bild bestehen. Daher beziehen sich mögliche Fragestellungen darauf, ob und wann solche Widersprüche erkannt werden, und ob das Auflösen von Widersprüchen in Text und Bild eine lernförderliche Wirkung über eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten haben kann.
Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Anne Schüler

Soziale Prozesse

EXZELLENZNORMEN UND WOHLBEFINDEN IN ORGANISATIONEN

Immer mehr Organisationen (z.B. Unternehmen oder auch Universitäten) betonen die Bedeutung von exzellenter Leistung, beispielsweise auf internen Kommunikationsplattformen oder ihren Webseiten. Auf psychologischer Ebene betrachtet kommunizieren sie dadurch organisationale Normen, wie sich Mitglieder (z.B. Angestellte eines Unternehmens oder Studierende einer Uni) verhalten sollten – hier z.B., dass sie herausragende Leistungen anstreben sollten. Wie aber reagieren Mitglieder auf solche Exzellenznormen? Wann genau können diese Normen positive Konsequenzen auslösen (z.B. Stolz) oder auch negative Folgen haben (z.B. Stress durch Leistungsdruck)? Abschlussarbeiten können Fragen wie diesen nachgehen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Annika Scholl

KOMMUNIKATION ALS VERTRAUENSBILDENDE MASSNAHME IM INTERGRUPPENKONTEXT

Erfolgreiche Zusammenarbeit und Konfliktbewältigung basieren häufig auf dem gegenseitigen Vertrauen der beteiligten Gruppen. Unser Vertrauensurteil wird dabei maßgeblich von Informationen beeinflusst, die wir von Dritten (z.B. Medien, sozialen Netzwerken, Kolleginnen und Kollegen) erhalten. In Abschlussarbeiten hierzu kann untersucht werden, unter welchen Bedingungen das Vertrauen in eine Fremdgruppe durch vermittelte Kommunikation gesteigert werden kann. Im Fokus können dabei auch die kognitiven Prozesse liegen, die Vertrauen in eine andere Gruppe fördern können.

Ihr Anprechpartner ist: Herr Kevin Winter, MSc.

Selbstkontrolle und der Umgang mit Schwierigkeiten

Selbstkontrolle ist schwierig und gelingt darum nicht immer (z.B. möchte man eigentlich etwas gesünder leben, schafft es aber doch nicht immer, der süßen Versuchung zu widerstehen). Hier soll es darum gehen, wie sich Selbstkontrolle anfühlt und was Menschen denken, wenn sie der Versuchung widerstehen (self-control success) oder an ihr scheitern (self-control failure). Erste Befunde zeigen, entgegen allgemeiner Erwartung, dass Menschen sich nicht immer besser fühlen, wenn sie Versuchungen widerstehen. Stattdessen zeigen sich negative Emotionen und Kognitionen, je schwieriger die Selbstkontrollhandlung war. Abschlussarbeiten zu diesem Projekt bauen auf diesen Befunden auf und werden daraus folgende Forschungsfragen untersuchen.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Daniela Becker.

Umgang mit Emotionen im Kontext von Gruppen

Unsere Emotionen haben großen Einfluss darauf, wie wir uns anderen gegenüber verhalten. Dies trifft nicht nur dann zu, wenn diese Anderen zu einer Gruppe gehören, der wir uns selbst zugehörig fühlen. Auch das Verhalten gegenüber Mitgliedern anderer Gruppen wird durch Emotionen beeinflusst, wie zahlreiche Forschungsarbeiten nahelegen. Abschlussarbeiten können unter anderem eine der folgenden Fragen untersuchen: Welche Emotionen tragen dazu bei, eine Konfrontation mit Mitgliedern der eigenen Gruppe zu suchen? Welche Emotionen tragen eher dazu bei, die eigene Gruppe zu verlassen? Wie beeinflussen Emotionen die Bereitschaft, Mitgliedern anderer Gruppen zu helfen? Welche Rolle spielt die Art und Weise, wie Personen mit ihren Emotionen umgehen, dabei?

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Lara Ditrich.

Wie Macht verantwortungsvolles Handeln fördern kann

Eine Macht- oder Führungsposition innezuhaben bedeutet viele Freiräume und Gelegenheiten, sich um eigene Ziele zu kümmern – allerdings auch eine gewisse Verantwortung für andere. Wenn Mächtige diese Verantwortung als Teil ihrer Position erkennen, verhalten sie sich anderen gegenüber fairer, was die Zusammenarbeit erleichtert und zur Zufriedenheit der Mitarbeitenden beiträgt. Welche Konsequenzen aber ergeben sich daraus für die Mächtigen selbst? Und wie lässt sich Verantwortung bei Mächtigen fördern? Abschlussarbeiten können sich daran anschließend mit Fragen beschäftigen wie z.B. welche Folgen sich für die Selbstregulation oder die Leistung der Mächtigen ergeben könnten.

Ihre Ansprechpartnerin ist: Frau Dr. Annika Scholl.

Wissenskonstruktion

Themen für Abschlussarbeiten

Die Arbeitsgruppe „Wissenskonstruktion“ untersucht, wie mit Unterstützung interaktiver digitaler Medien neues Wissen entsteht. Dabei werden vor allem solche Szenarien betrachtet, in denen Personen mittels eines geteilten digitalen Artefakts (beispielsweise in Wikis oder Online-Plattformen) miteinander interagieren. In der Arbeitsgruppe werden vor allem diejenigen kognitiven, motivationalen und sozialen Prozesse erforscht, die die Interaktion zwischen Individuum und Artefakt beeinflussen und die Wissenskonstruktion unterstützen. Für Abschlussarbeiten geeignete Themen können beispielsweise im Rahmen folgender Fragestellungen bearbeitet werden:

Lassen sich Verzerrungen in der Informationsverarbeitung, die aus der Forschung mit Individuen bekannt sind, auch in kollaborativ produzierten Web-Inhalten wiederfinden? Wird beispielsweise die eigene Gruppe in Wikipedia-Artikeln über internationale Konflikte systematisch besser dargestellt?

Wie beeinflussen unterschiedliche Formen der Darstellung von Sachinformationen individuelles Wissen über und die Einstellung zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen? Was sind dabei die Auswirkungen unterschiedlicher visueller und textlicher Darstellungen?

Wie verwenden Patienten und medizinisch interessierte Laien Onlineplattformen, um sich über bestimmte Krankheiten und medizinische Behandlungen zu informieren? Wie können Inhalte einer medizinischen Onlineplattform von Laien genutzt werden, um zu informierten Therapieentscheidungen zu kommen?

Wie kann kollaborative Wissensentwicklung im Zusammenspiel von Wissenschaft und Öffentlichkeit im Kontext von Citizen-Science-Projekten unterstützt werden? Was sind die Auswirkungen der kollaborativen Wissensentwicklung auf die Einstellung und den emotionalen Bezug der teilnehmenden Bürgerwissenschaftler/innen?

Ihr Anspechpartner ist: Herr Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle


Soziale Medien

Soziale Medien und Konsumtenverhalten

Die Nachwuchsgruppe Soziale Medien beschäftigt sich mit den Effekten der Nutzung sozialer Medien, insbesondere im beruflichen Kontext. Die Gruppe betreut sowohl Arbeiten im Bereich Konsumentenpsychologie als auch im Bereich organisationale Krisenkommunikation.
Marketing auf YouTube oder Instagram
Bekannte YouTuber oder Instagram-Influencer werden mittlerweile von Firmen dafür bezahlt, für ihre Produkte Werbung zu machen. Bachelorarbeiten könnten z.B. untersuchen, inwieweit der Erfolg dieser Werbung von der parasozialen Beziehung mit dem/der InfluencerIn abhängt, was der Einfluss von sozialer Vergleichsorientierung ist oder welche Rolle Emotionen wie Neid spielen.
Krisenkommunikation via soziale Medien; Wiederherstellung von kollektivem Vertrauen 
Krisen bedrohen die Reputation von Unternehmen; die Wiederherstellung von Vertrauen ist in diesem Fall sehr wichtig (z.B. Abgasskandal um Volkswagen). Unternehmen bedienen sich zunehmend auch sozialer Medien. Die Regeln der traditionellen Krisenkommunikation lassen sich nur teilweise auf diesen Kontext übertragen. Soziale Medien erlauben es einerseits, schneller zu reagieren und direkt mit verschiedenen Stakeholdern zu interagieren; andrerseits werden sie zum Teil als weniger glaubwürdig wahrgenommen als traditionelle Medien. In mehreren Arbeiten kann untersucht werden, wie verschiedene Elemente des Profils und die Kommunikationsstrategie die Wiederherstellung von Vertrauen beeinflussen.
Studierende können auch eigene Ideen zum Thema Soziale Medien und Konsumentenverhalten vorbringen. Ihre Ansprechpartnerin ist Frau Prof. Dr. Sonja Utz.