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Projekt

KOMMUNIKATION ALS MITTEL DER INTERGRUPPALEN VERTRAUENSBILDUNG

ArbeitsgruppeSoziale Prozesse
Laufzeit09/2016–offen
FörderungIWM-Haushaltsmittel
Projektbeschreibung

Erfolgreiche Kooperation setzt häufig gegenseitiges Vertrauen voraus. Dies ist umso mehr der Fall, wenn es sich um eine Kooperation zwischen Gruppen handelt. Wenn das Bild der Fremdgruppe vor allem von Vorurteilen und nicht von Wissen geprägt ist, bedarf es vertrauensbildender Maßnahmen. Aber wie kann das Vertrauen in eine Fremdgruppe gesteigert werden? Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts wird untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen Kommunikation zu einer Erhöhung des intergruppalen Vertrauens beiträgt.


Ob wir einer Fremdgruppe vertrauen oder nicht, hängt davon ab, welche Eigenschaften wir ihr zuschreiben. Stoßen wir auf Informationen, die für die Vertrauenswürdigkeit der betreffenden Gruppe sprechen, beeinflusst das unser Bild von der Gruppe, d.h. unser Stereotyp. Gerade im digitalen Zeitalter erhalten wir über viele fremde Gruppen mehr Informationen aus den Medien als aus direkten Interaktionen. Solche Informationen können sich auch darauf auswirken, für wie vertrauenswürdig wir eine Fremdgruppe halten. Die intergruppale Vertrauensbildung hängt aber nicht nur davon ab, welche Informationen vermittelt werden. Auch die Art und Weise der Informationsvermittlung sowie die Eigenschaften der Empfänger einer solchen Kommunikation üben einen Einfluss aus.


In diesem Projekt wird experimentell untersucht, unter welchen Bedingungen das Vertrauen in eine Fremdgruppe mithilfe von Kommunikation gesteigert werden kann und welche mentalen Prozesse dem zugrunde liegen. Dabei wird unter anderem erforscht, wie sich der Einsatz bestimmter sprachlicher Formen auf unterschiedliche Empfänger auswirkt. Verglichen wird beispielsweise die Wirkung der Negation eines Stereotypinhalts und der Affirmation eines dem Stereotyp widersprechenden Inhalts.