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Projekt

Rechnen mit Medien

Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion

Laufzeit

2008 - offen

Förderung

Haushaltsmittel IWM

Projektbeschreibung

Ein basales Zahlen- und Mengenverständnis stellt eine notwendige Voraussetzung für die Bewältigung des Alltags dar. Umso wichtiger ist es zu gewährleisten, dass Kinder eine stabile Basis an numerischem Wissen bereits in jungem Alter erwerben. Zu diesem Zweck wurden bereits zahlreiche numerische Trainings entwickelt, welche sich überraschenderweise jedoch kaum computergestützte Lehr- und Lernmethoden zunutze machen.

Tanzmatte Die Zielsetzung des Projekts „Rechnen mit Medien“ besteht darin, die am IWM vorhandenen technischen und methodischen Erfahrungen mit computerunterstütztem Lernen im Training kognitiver Grundlagen der Mathematik anzuwenden. Zur Planung und Durchführung des Projekts kooperiert die Arbeitsgruppe von Prof. Cress (IWM, Arbeitsgruppe Wissenskonstruktion) mit der Arbeitsgruppe von Prof. Nürk (Psychologisches Institut Tübingen; Arbeitsbereich Diagnostik und Kognitive Neuropsychologie), um eine möglichst große Expertise auf beiden Gebieten zu gewährleisten. Dazu wurde zusätzlich eine Kooperationsstelle eingerichtet, wodurch eine optimale Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen gewährleistet werden soll.

Im Rahmen des Projekts werden unter anderem das Mengenverständnis, die räumliche Größenrepräsentation von Zahlen und das Verständnis des Platz x Wert-Systems trainiert. Hierfür werden zum Beispiel digitale Tanzmatten und interaktive Tafeln eingesetzt, um eine körperlich-räumliche Verknüpfung von Zahlen und Raum herzustellen und damit den Trainingsprozess zu unterstützen. Diesem Vorgehen liegt die Annahme zugrunde, dass eine Einbindung körperlicher Aktivität zu effektiverer Verarbeitung der Aufgaben führt, was eine Verstärkung der Trainingseffekte zur Folge hat. Auf weitere Sicht zielt das Projekt darauf ab, unterschiedliche Eingabe- und Präsentationsmedien in den Trainingsprozess einzubinden und eine breite Auswahl an Trainingsaufgaben zu entwickeln, welche schließlich unkompliziert in den schulischen Alltag integriert werden können.

Für spezifische Aspekte verkörperlichter Repräsentationen von Zahlen und erste Schritte zu deren Implementation in den Mathematikförderunterricht siehe auch das Projekt "Verkörperlichtes Lernen von Numerosität für den Transfer in die schulische Praxis". Für weitere Aspekte der Diagnostik und Intervention mit neuen Medien und insbesondere dem Internet siehe auch das Projekt "Diagnostik und web-basierte Intervention bei Rechenschwächen nach dem Grundschulalter".

Kooperationen

Publikationen

  • Fischer, U., Moeller, K., Bientzle, M., Cress, U., & Nuerk, H.-C. (2011). Sensori-motor spatial training of number magnitude
    representation. Psychonomic Bulletin & Review, 18, 177-183.
  • Cress, U., Fischer, U., Moeller, K., Sauter, C., & Nuerk H. C. (2010). The use of a digital dance mat for training kindergarten children in a
    magnitude comparison task. In K. Gomez, L. Lyons, & J. Radinsky (Eds.), Learning in the Disciplines: Proceedings of the 9th International Conference of the Learning Sciences (ICLS 2010) (Vol. 1, Full Papers, pp. 105-112). Chicago, IL: International Society of the Learning Sciences.
  • Moeller, K., Fischer, U., Cress, U., & Nuerk, H.-C. (in press). Diagnostics and intervention in dyscalculia: Current issues and novel perspectives. In O. Rubinsten & Z. Breznitz (Eds.), Brain-based intervention: Language and numbers. Heidelberg: Springer.