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Projekt

Gemeinsames Handeln in komplexen realen und medialen Umwelten

ArbeitsgruppeWissensaustausch
Laufzeit07/2015 - 03/2019
FörderungIWM-Haushaltsmittel
Projektbeschreibung

Das Ausführen gemeinsamer Handlungen verlangt von den beteiligten Akteuren ein hohes Maß an Koordination. Akteure müssen das Verhalten ihrer Partner beobachten, deren Absichten verstehen und ihr eigenes Handeln entsprechend anpassen. Forschung zum Thema Joint Action befasst sich mit den perzeptuellen, kognitiven und motorischen Mechanismen, die es Akteuren erlauben, ihr Handeln mit anderen zu koordinieren.

Viele unserer alltäglichen Aufgaben erledigen wir nicht allein, sondern in enger Zusammenarbeit mit anderen Personen. Für ein erfolgreiches gemeinsames Handeln ist es dabei oft notwendig, Handlungen und Akteurinnen bzw. Akteure übergreifend zu koordinieren. Psychologische Forschung zu Joint Action legt nahe, dass Akteurinnen bzw. Akteure verschiedene Aspekte der Aufgabe ihrer Partnerin bzw. ihres Partners repräsentieren (Welche Reize sind relevant für meine Partnerin/meinen Partner? Wie reagiert meine Partnerin/mein Partner auf diese Reize?), selbst wenn solche Repräsentationen negative Auswirkungen auf die eigene Leistung bei der Arbeit an einer gemeinsamen Aufgabe haben können. Welche kognitiven Prozesse es Akteurinnen und Akteuren erlauben, die eigene Wahrnehmung und Handlungsplanung vor dem Einfluss von Wissen über die momentanen Handlungen und Ziele der Partnerin/des Partners zu schützen, ist noch ungeklärt.

Das vorliegende Forschungsprojekt befasst sich mit den Mechanismen, die es Akteurinnen und Akteuren erlauben, ihre Handlungen in komplexen Umwelten zu koordinieren, in denen Informationen aus verschiedenen Sinnesmodalitäten für die individuellen Teile einer Aufgabe unterschiedlich relevant sein können. Es wird davon ausgegangen, dass es gemeinsam handelnden Akteurinnen und Akteuren gelingt, ihre Wahrnehmung und Handlungsplanung vor Konflikten zu schützen, die aus Wissen über den Anteil der Partnerin/des Partners an einer gemeinsamen Aufgabe entstehen. Das Wissen um solche Einflüsse kann zu einem besseren Verständnis beitragen, wie mediale Umwelten gestaltet sein sollten, um die Koordination gemeinsamer Handlungen zu erleichtern.