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Projekt

Veränderung von Fehlvorstellungen durch Refutational Text und bildhafte Darstellungen

ArbeitsgruppeMultiple Repräsentationen
Laufzeit01/2018-offen
FörderungIWM-Haushaltsmittel
Projektbeschreibung

Viele Menschen haben Fehlvorstellungen bezüglich naturwissenschaftlicher Phänomene. Die Forschung zeigt, dass Texte, in denen diese Fehlvorstellungen explizit adressiert werden (Refutational Text), eine Möglichkeit darstellen, Fehlvorstellungen langfristig zu revidieren. In dem vorliegenden Projekt wird untersucht, ob bildhafte Darstellungen (selbstgenerierte Zeichnungen, Bilder) diesen positiven Effekt noch verstärken können. Die Ergebnisse aus diesem Projekt sind überall dort von Relevanz, wo Fehlvorstellungen eine Rolle spielen (z.B. Schule oder Hochschule).


Ausgangspunkt des Projektes ist die Beobachtung, dass Fehlvorstellungen (z.B. im Sommer ist die Sonne näher an der Erde als im Winter) durch Texte revidiert werden können, in welchen die Fehlvorstellung explizit angesprochen wird (Refutational Text). Zudem gibt es den empirischen Befund, dass bildhafte Darstellungen für das Lernen hilfreich sind (Multimedia Effekt). Ziel des Projektes ist es, beide Forschungslinien miteinander zu verknüpfen und zu untersuchen, inwiefern der positive Effekt von Refutational Text durch bildhafte Darstellungen noch verstärkt werden kann. Aktuell sind zwei Studienreihen geplant: In der ersten Studienreihe wird untersucht, inwiefern eine Kombination von selbstgenerierten Bildern (Zeichnungen) und Refutational Text lernförderlich ist. In einer zweiten Studienreihe wird untersucht, inwiefern eine Kombination von vorgegebenen Bildern, auf welchen die Fehlvorstellung visualisiert wird, und Refutational Text das Lernen unterstützen kann. Des Weiteren ist ein Ziel dieser Studienreihe zu untersuchen, ob der Effekt von Refutational Text auch mit gesprochenem Text repliziert werden kann. Dies erscheint insbesondere von Bedeutung, da im Klassenzimmer die Fehlkonzepte oftmals in gesprochenem Format (z.B. durch die Lehrkraft) und nicht in geschriebenem Format adressiert werden.

Kooperationen

Prof. Dr. Lucia Mason, University of Padova (Italien)