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Projekt

digilog@bw - Digitalisierung im Dialog: KI-gestützte Sprachassistenten als Informationsquelle

NachwuchsgruppeSoziale Medien
Laufzeit07/2019-04/2022
FörderungMinisterium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Projektbeschreibung

KI-gestützte Sprachassistenten wie Alexa haben sich rasant verbreitet und nehmen eine immer bedeutendere Rolle im Alltag vieler Nutzenden ein. Diese können per Sprache auf vielfältige Anwendungen zugreifen. Auch für die Informationssuche, in Form von Wissensfragen oder Nachrichten, werden die Assistenten zunehmend eingesetzt und stellen damit eine Alternative zur konventionellen bildschirmorientierten Suchmaschine dar. Das Projekt widmet sich der Frage, wie sich Sprachassistenten auf die Informationssuche und -bewertung auswirken.


Von Bedeutung ist dabei, welche Informationsangebote Sprachassistenten bieten, welche davon am häufigsten genutzt werden und wie die wiedergegebenen Informationen ausgewählt werden. Im Vergleich zur textbasierten Suche, bei der Nutzerinnen und Nutzer eine Liste mit mehreren Suchergebnissen erhalten, die verglichen und bewertet werden können, liefern Sprachassistenten, die integriert in Lautsprecher ohne Bildschirm fungieren, meist nur eine einzelne gesprochene Antwort, die vom Gerät ausgewählt wird. Mittels Fragebogenstudien, Logfile-Analysen oder Experimenten soll im Verlauf des Projekts untersucht werden, wie Menschen diese Technologien in ihrem Alltag nutzen und wie sich der regelmäßige Umgang mit Sprachtechnologien auf das Ausmaß der Informationssuche, die Bewertung bzw. das Vertrauen in Quellen und den Stellenwert von Sprachassistenten bei der Informations- und Nachrichtenvermittlung auswirkt. Wie wird beispielsweise die Glaubwürdigkeit der Informationsquelle bewertet, wenn die Information in gesprochener und nicht in schriftlicher Form präsentiert wird? Auch von Interesse könnte dabei sein, ob gesprochene Antworten im Vergleich zu einer konventionellen Suche, bei der aktiv eine Quelle ausgewählt und gelesen werden muss, besser oder schlechter in Erinnerung behalten werden. Eine wichtige Variable kann dabei auch die Medienkompetenz sein. Bisherige Forschung hat sich insbesondere auf die Entwicklung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen konzentriert. Die schnelle Entwicklung der Digitalisierung macht es jedoch nötig, auch die Medienkompetenz von Erwachsenen zu messen und ihre Effekte auf die wissensbezogene Nutzung digitaler Medien wie Sprachassistenten in Alltagssituationen zu untersuchen.

Kontakt

Franziska Gaiser Franziska Gaiser
Tel.: +49 7071 979-347

Projektteam

Prof. Dr. Sonja Utz