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Projekt

Der Einfluss der sozialen Identitätsintegration auf Wohlbefinden, Leistung und Informationsverhalten

ArbeitsgruppeWissenskonstruktion
Laufzeit02/2017–05/2021
FörderungDFG
Projektbeschreibung

Das Projekt untersucht die Integrationsprozesse von Menschen, die mehrere soziale Identitäten besitzen, weil sie Mitglied mehrerer relevanter Gruppen sind. Soziale Identitäten können dabei mehr oder weniger integriert sein im Selbstkonzept. Untersucht wird, wie sich die Integration sozialer Identitäten auf das Wohlbefinden, auf den Einfluss von Stereotypen und auf den Umgang mit Informationen aus verschiedenen Gruppenbereichen auswirkt.

Bisher geht die Forschung davon aus, dass bei negativen Erlebnissen, die eine soziale Identität betreffen, eine zweite soziale Identität als Puffer agieren kann. Es hat sich aber für die personale Identität gezeigt, dass das nur für Identitäten gilt, die wenig miteinander gemeinsam haben. In einem Teil des Forschungsprojekts wird deshalb untersucht, inwiefern die Integration zwischen zwei sozialen Identitäten das Potential einer alternativen sozialen Identität als Puffer verändert. Hierbei stehen Wohlbefinden und Leistung, die durch Stereotype bedroht werden können, im Fokus der Labor- und Feldstudien. Ein anderer Teil des Projekts zielt auf die Untersuchung der Konsequenzen von Identitätsintegration auf Informationsverhalten ab. Hier wird der Einfluss der Identitätsintegration auf Verzerrungen in der Informationspräferenz und -Interpretation untersucht. Insgesamt leistet das Forschungsprojekt einen Beitrag zu einem besseren Verständnis der individuellen Anpassung des Selbstkonzepts an eine heterogene soziale Welt, so dass aktiv Rahmenbedingungen gestaltet werden können, um das intrapersonale Diversity Management zu unterstützen.