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Projekt

Transfer evidenzbasierten und koproduzierten Wissens zur Mensch-Wolf-Koexistenz (KnowWolf)

ArbeitsgruppeWissenskonstruktion
Laufzeit01/2019 - 12/2021
FörderungLeibniz-Wettbewerb
Projektbeschreibung

Das Projekt untersucht, wie Barrieren des Wissenstransfers im Anwendungsfeld der Mensch-Karnivoren-Koexistenz überwunden werden können. Ziel ist es, ein digitales Transfer-Tool zu entwickeln, das neben der Medien- und Wissenschaftskompetenz auch auf emotionale Barrieren abzielt. Für das digitale Transfer-Tool sollen modulare Anwendungen mit Umfragen und Spielen auf Tablets an öffentlichen Orten im In- und Ausland eingesetzt werden.

In der Gestaltung des Zusammenlebens von Menschen und Wildtieren ist Wissen ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Konsensfindung. Im Falle des Wolfes, einer in Deutschland einst ausgerotteten, sich mittlerweile aber wieder ausbreitenden Spezies, wird der Wissenstransfer jedoch durch eine bisher kaum wissenschaftlich betrachtete emotionale Barriere behindert.
Während die Rückkehr der Wölfe in der breiten deutschen Öffentlichkeit allgemein positiv aufgenommen wird, kommt es vor allem auf lokaler Ebene zu Konflikten. Vor allem in ländlichen Gebieten ist Angst vor Wölfen ein wichtiges Thema, obwohl derlei Gefühle faktisch kaum durch eine tatsächliche Bedrohungslage begründbar sind. Wissen und Einstellungen gegenüber Wölfen werden von emotionalen Barrieren sowie der individuellen naturwissenschaftlichen und medialen Kompetenz beeinflusst.
Es ergibt sich also die Notwendigkeit eines adaptiven Wissenstransferansatzes, um diese drei Barrieren in der Wissenschaftskommunikation zur Öffentlichkeit zu überwinden: i) emotionale Barrieren, ii) Medienkompetenz, iii) Wissenschaftskompetenz. Ziel ist es, diese Herausforderungen durch die Entwicklung von sozialökologisch nachhaltigen Modellen zu bewältigen, die mit Hilfe eines Digital Transfer Tools (DTT) als innovative, immersive und adaptive Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft umgesetzt werden.
Das DTT wird als modulare Tablet-Anwendung realisiert, die einen horizontalen Transfer zwischen Nutzern ermöglicht. Das DTT erlaubt ihnen, Informationen, Einstellungen und Wissen über das Zusammenleben von Mensch und Wolf mit dem von anderen Nutzern weltweit zu vergleichen. Angestrebt ist ein Einsatz in verschiedenen Ländern. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit sollen interkulturelle Szenarien des Managements für das Zusammenleben von Mensch und Wolf abgeleitet werden.
Es handelt sich hierbei um ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt zwischen dem IWM und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN).

Kooperationen

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN)