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Schule

Lehren und Lernen mit digitalen Medien in der Schule

In immer mehr deutschen Schulen halten Notebook, Tablet & Co. Einzug in die Klassenzimmer. Schülerinnen und Schüler recherchieren im Internet, präsentieren ihre multimedial aufbereiteten Ergebnisse an der digitalen Tafel oder nutzen interaktive Simulationen, um komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge nachzuvollziehen. Sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler sehen sich allerdings mit vielen Herausforderungen konfrontiert: Wie sieht guter Unterricht mit digitalen Medien aus? Wie lerne ich richtig mit einer Simulation? Wie vermeide ich Ablenkung und Desorientierung in der Informationsfülle, die das Internet bietet?

Multimedia im Unterricht

Das IWM erforscht, wie digitale Medien für die Vermittlung von Wissen so gestaltet und genutzt werden können, dass sie klassische Lehr-Lern-Arrangements in lernförderlicher Weise ergänzen und verändern. Dabei geht es uns auch darum, Merkmale von Lernenden und Lehrenden zu identifizieren, die für erfolgreiches Lehren mit digitalen Medien wichtig sind, um deren Entwicklung durch gezielte Maßnahmen zu fördern. Hierzu betreibt das IWM unter anderem das TüDiLab (Tübingen digitales Unterrichtslabor). Das TüDiLab ist eine Einrichtung der Tübingen School of Education (TüSE) der Universität. Das TüDiLab simuliert ein Klassenzimmer, das mit für Schulen typischen digitalen Medien sowie mit Erhebungsinstrumenten ausgestattet ist, deren Daten eine zeitlich hochauflösende Beschreibung von Lehr- und Lernprozessen in realen Unterrichtssituationen erlauben. Mit dieser Ausstattung sollen einerseits mediendidaktische Kompetenzen an angehende Lehrkräfte vermittelt werden. Andererseits ermöglicht das TüDiLab prozessorientierte Forschung zu den Wirkungen medienbasierten Unterrichts. Ebenfalls im Rahmen der TüSe wurde die Juniorprofessur für Lehren und Lernen mit digitalen Medien (in den Fachdidaktiken) von Andreas Lachnergeschaffen, welche sowohl am IWM als auch an der TüSE angesiedelt ist.


Die folgenden Beispiele geben einen konkreten Einblick in die Forschungsaktivitäten am IWM:


  • Wie sollten tabletbasierte digitale Schulbücher für den naturwissenschaftlichen Unterricht gestaltet sein [eChemBook]
  • Wie unterstützen digitale Medien, die zu körperlicher Bewegung anregen, das Zahlenverständnis [Mathe mit der Matte]
  • Welche Merkmale interaktiver Lernumgebungen sind insbesondere für hochbegabte Kinder lernförderlich, schaden aber normal begabten Kindern [Hochbegabtenförderung]
  • Wie kann man Tablets nutzen, um konstruktives Lernen durch Zeichnen zu unterstützen [Zeichnen als Lernstrategie]?

Das IWM generiert praxisrelevantes Wissen, welches für die Gestaltung medienbasierten Unterrichts und digitaler Unterrichtsmaterialien wichtig ist. Um einen Transfer unserer Erkenntnisse in die Bildungspraxis zu gewährleisten, kooperieren wir unter anderem mit Schulbuchverlagen und anderen Herstellern von Bildungsmedien und engagieren uns in der Lehrerbildung. Gleichzeitig präsentieren wir unsere Forschung in praxisrelevanten Publikationen und auf Tagungen.