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Science Day

Willkommen am IWM

Mitdiskutieren, Mitmachen und sich Einbringen ist unbedingt erwünscht: Bei den Science & Innovation Days öffnen die Tübinger Wissenschaftsinstitutionen vom 29. Juni 2022 bis zum 2. Juli 2022 ihre Türen.


Das Leibniz-Institut für Wissensmedien stellt sich am 1. Juli von 14 bis 18 Uhr vor.

In der ehemaligen Tübinger Frauenklinik erforschen seit 2001 Psycholog*innen und andere Expert*innen, wie digitale Technologien dabei helfen, Wissen in unsere Köpfe zu befördern. Sprechende Roboter, dichtende KIs, Virtual Reality – im IWM stehen digitale Technologien auf dem Prüfstand. Die Forscher*innen interessiert, wie sich Lehren und Lernen in einer digitalen Welt verändert. Wie sieht das Klassenzimmer der Zukunft aus, wie das Museum von morgen? Wie arbeiten wir mit künstlichen Intelligenzen im Team? Erfahren Sie es am Science and Innovation Day!


Das Programm im Überblick


Schule der Zukunft

Whiteboard statt Tafel, Tablet statt Wörterbuch – in keinem anderen Bereich ist das Thema Digitalisierung in jüngster Zeit so in den Fokus gerückt wie in den Schulen. Doch Digitalisierung ist mehr als nur neu statt alt. Digitalisierung heißt, Technik klug einsetzen. Was im virtuellen Klassenzimmer lernförderlich ist und wie Lerninhalte aufbereitet sein müssen, wird am IWM seit Jahren erforscht.


Schulstunde mit der Bildungsforscherin

16:00 Uhr

Erfolgsmeldungen aus Deutschlands Schulen sind selten geworden. PISA-Mittelmaß, Digitalisierung verschlafen, Klassenzimmer marode – um den Anschluss an die Spitzenländer nicht zu verlieren, müssen sich die Schulen wandeln. Was sollen Schüler*innen in Zukunft lernen? Wie muss sich die Ausbildung der Lehrer*innen verändern? Sind automatisierte Lernprogramme die besseren Lehrer*innen? Wie die Schule der Zukunft aussehen könnte, skizziert die Direktorin des IWM, Prof. Dr. Ulrike Cress, in einem 20-minütigen Vortrag.



Schule unter Laborbedingungen – Das TüDiLab öffnet seine Türen

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Was auf den ersten Blick wie ein modernes Klassenzimmer erscheint, offenbart sich auf den zweiten als wahres Hightech-Labor. Im Tübingen Digital Teaching Lab (TüDiLab) finden Sie nicht nur Smartboards, Laptops und Tablets, sondern auch Eye-Tracker, eine 360-Grad-Kamera und präzise Tontechnik. Hier finden die Forscher*innen des IWM und angehende Lehrer*innen der Tübingen School of Education heraus, wie sie das Potenzial moderner Technik optimal entfalten.



Mathematik zum Anhören – Der LEGO-Tisch

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Komponieren heißt zusammensetzen. Klug angeordnet wird aus Noten Musik. Und aus LEGO-Steinen? Forscher*innen des IWM haben eine Software entwickelt, die aus LEGO Musik macht. Der LEGO-Tisch erkennt Position und Länge der Steine und ordnet sie entsprechend Tönen und Pausen zu. Er verwandelt sichtbare Muster in hörbare Melodien. Ziel ist es, Schüler*innen den Zusammenhang mathematischer und musikalischer Verhältnisse verständlich zu machen. Wie sieht Ihr Lieblingslied in LEGO-Steinen aus? Finden Sie es heraus!





Museum der Zukunft

Museen sind Orte der Wissensvermittlung. Zentrale Aufgabe ist es, Exponate so zu präsentieren, dass die Besucher*innen intuitiv und eigenständig lernen. Die Forscher*innen des IWM liefern Ausstellungsgestalter*innen wichtige Erkenntnisse für die Konzeption digitaler Formate. Wie lassen sich diese optimal in eine vielfältige Museumslandschaft integrieren? Ziel ist es, das Lernen im Museum zu verbessern. Dazu untersuchen die Forscher*innen, welchen Lernerfolg Besucher*innen dank der digitalen Medien erzielen.



Digitaler Zwilling – Eine Experimentalausstellung

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Museum zum Anfassen – im IWM mehr als nur eine Floskel. In Kooperation mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven (DSM) und Materialwissenschaftler*innen der Uni Bremen wurde für eine Experimentalausstellung am IWM ein digitaler Zwilling für ein Exponat erstellt. So bleibt die seltene Pottwalzahnschnitzerei des DSM nicht in der Glasvitrine gefangen. Besucher*innen können den digitalen Zwilling nun beliebig drehen und vergrößern. Die Forscher*innen wollen herausfinden, wie sich das auf das Erleben und Verhalten von Besucher*innen auswirkt. Hierfür setzen Sie auch Eyetracking ein. Seien Sie Teil des Experiments!



Die Hände lernen mit – Multi-Touch-Tische im Museum

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr, Überblicks-Demo: 17:00 Uhr

Ob im Rathaus, Museum oder in Gedenkstätten – Multi-Touch-Tische helfen Benutzer*innen, mit komplexen Informationen intuitiver umzugehen und sie besser zu erfassen – das zeigen auch Studien des IWM. Wischen, Zoomen, Schieben macht Wissen greifbar. Das IWM arbeitet daran, diese Technik noch besser einzusetzen. Die Forscher*innen haben zum Beispiel Anwendungen entwickelt, mit denen Sie Kunst, Musik und Geschichte buchstäblich hautnah erfahren können. Probieren Sie es aus!



Baden in Pompeji – Virtual Reality im Museum

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Wie Wissen vermitteln, das bleibt? Für Museumspädagog*innen ist das eine zentrale Frage. Die Informationsflut macht vergesslich. Erkenntnisse des IWM zeigen: Die Art und Weise der Präsentation hat einen bedeutenden Einfluss darauf, wie wir Informationen filtern. In Abbildungen wirken sich Farben und Kommentare zur Glaubwürdigkeit der Information entscheidend darauf aus, ob wir vergessen oder erinnern. Ob das auch auf 3D-Ausstellungen zutrifft, finden die Forscher*innen in den Thermen Pompejis heraus. Reisen Sie mit!





Leben in Zukunft: KI im Alltag

Zweifellos, digitale Medien erleichtern unzählige Aufgaben. Doch nicht immer funktioniert das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine reibungslos. Die Forscher*innen des IWM untersuchen, wie Menschen mit ihren digitalen Helfern interagieren. Neben grundlegenden Problemen dieser Mensch-Maschine-Interaktion beschäftigt sie auch die Frage nach der Akzeptanz. Wie muss Technik konzipiert sein, damit Menschen zur Kooperation bereit sind? Die Erkenntnisse helfen, dies Zusammenarbeit von Mensch und Maschine zu verbessern.



Wie fühlen Sie sich gerade? – Der aufmerksame Computer

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Wie Menschen sich fühlen, verraten sie durch ihren Gesichtsausdruck. Wut und Freude sieht überall auf der Welt gleich aus. Forscher*innen des IWM haben sich dieses Phänomen zu Nutze gemacht. Sie setzten eine Software ein, die Gefühle erkennt. Eine Kamera scannt die Gesichter der Benutzer*innen und liest aus deren Mimik ab, wie sie sich fühlen. Klappt es auch bei Ihnen? Im Zentrum steht dabei die Frage, wie aus Emotionen Handlungen werden. So lassen sich soziale Veränderungsprozesse besser verstehen.



Mein Freund, der Roboter – Meet Up mit Pepper

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Große Augen, elegante Bewegungen, höfliche Manieren – die Rede ist von Pepper, dem Roboter des IWM, der menschenähnliche Züge hat. Mit ihm untersuchen die Forscher*innen, welche Faktoren das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine beeinflussen. Dazu konfrontieren sie Proband*innen in verschiedenen Situationen mit dem Freund aus Plastik. Lernen Sie Pepper kennen! Wir sind gespannt auf Ihre Eindrücke.



Ein unverkennbarer Stil – Wenn Computer dichten

17:30 Uhr

Goethe, Schiller, Hölderlin – Dichter*innen verehren wir als einzigartige Lichtgestalten. Doch was, wenn eine KI genauso gut dichtet? Schreibtools sind heute in der Lage, Geschichten und Gedichte zu verfassen. Forscher*innen des IWM interessieren sich für die Frage, wie diese bei den Leser*innen ankommen. Zusammen mit Expert*innen des Deutschen Literaturarchivs Marbach beobachten sie die Leser*innen. Verstehen sie die Texte? Nehmen sie sie ernst? Finden sie sie schön? Urteilen Sie selbst und finden Sie heraus, ob Sie die KI von den Größen der deutschen Literatur unterscheiden können!



Tetris ist Teamarbeit – Wie künstliche Intelligenzen ticken

durchgängig 14:30 – 18:00 Uhr

Teamarbeit gelingt durch gegenseitiges Verständnis. Für menschliche Teammitglieder bringen wir ein natürliches Verständnis mit, aber was, wenn eine KI zum Team gehört? Forscher*innen des IWM untersuchen, ob sich Menschen in künstliche Intelligenzen hineinversetzen können. Dazu haben sie eine kooperative Variante des Computerspiels Tetris entwickelt. Die Spieler*innen raten, welches Teil die KI als nächstes auswählen wird. Erste Ergebnisse zeigen: Die Proband*innen werden schnell besser. Sie lernen das Verhalten der KI vorherzusagen. Lust auf ein Tête-à-Tête bei Tetris?