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Projekt

Ideas to Market – Entwicklung eines toolgestützten Vorgehensmodells zur interdisziplinären und branchenübergreifenden Generierung von Verwertungsoptionen

ArbeitsgruppeWissensaustausch
Laufzeit
09/2016–08/2019
Förderung
BMBF
Projektbeschreibung

Bei der wirtschaftlichen Verwertung von Patenten liegt Deutschland hinter den Erwartungen zurück, daher ist es das Ziel des BMBF, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft effizienter zu gestalten. Das Verbundprojekt „Ideas to Market“ hat sich das Ziel gesetzt, die Kommunikation zwischen Grundlagenforschern und Anwendern zu erleichtern und die Generierung von Verwertungsideen zu unterstützen. Der Forschungsfokus am IWM liegt auf der Gestaltung von Kommunikationstechnologien in Gruppensettings.


Der Ideenaustausch und die Entwicklung von Innovationen in Gruppen scheitern oft an grundlegenden kognitiven und kommunikativen Missverständnissen, von einfachen Unklarheiten bis hin zu stark verzerrten Entscheidungen (groupthink). Gruppen brauchen einen gemeinsamen Wissensraum (common ground), um konstruktive Diskussionen zu führen und Probleme zu lösen. Zudem spielt die Motivation einzelner Gruppenmitglieder und der Gesamtgruppe eine Rolle bei der Zielerreichung von Gruppenaufgaben. In diesem Projekt wird erforscht, wie ein toolgestützter Kommunikationsprozess Gruppendiskussionen und -entscheidungen verbessern kann, um Ergebnisse aus der Grundlagenforschung erfolgreich in die Praxis zu übertragen.


Im Projekt werden Visualisierungen eingesetzt, die an einem Multi-Touch Tisch bewegt und manipuliert werden können, um den Ideenaustausch und die Entscheidungsfindung in Gruppen zu vereinfachen. Externe Repräsentationen (z.B. Notizen, Gesten, etc.) erlauben es Menschen, ihr biologisch begrenztes Arbeitsgedächtnis zu erweitern und auch im gemeinsamen Diskurs ein tieferes und besseres Verständnis der Materie zu erreichen. Diese toolgestützte Kommunikation erhält durch den Einsatz digitaler Technologien eine neue Dimension, die insbesondere in Gruppensituationen von Bedeutung ist. Die gleichzeitige Manipulation von Informationen durch mehrere Individuen, die Skalierbarkeit der Informationsdichte, unterschiedliche Filter und diverse grafische Darstellungsoptionen erlauben eine dynamischere und interaktivere Art der Gruppenkommunikation, als es beim Einsatz traditioneller Medien möglich ist. Neben grundlegender Forschung zur Gestaltung der digitalen Oberfläche werden auch Muster in Gruppeninteraktionen mit der digitalen Oberfläche untersucht, um den Entscheidungsprozess zu erleichtern und Verzerrungen entgegenzuwirken.


Projektlogo


Kooperationen
  • Prof. Dr. Martina Schraudner, Fraunhofer Institut (CeRRI)

  • Prof. Dr. Claudia Müller-Birn, Freie Universität Berlin (HCC)