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Projekt

Wie schlechte Lesbarkeit Lernen mit Multimedia beeinflusst

Arbeitsgruppe Wissenserwerb mit Multimedia


Laufzeit

September 2010 - April 2016


Förderung

Wettbewerbsfonds der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des "Pakts für Forschung und Innovation"


Projektbeschreibung

Haettenschweiler vs. ArialIn Einklang mit der Cognitive Load Theory (CLT; Sweller, van Merriënboer, & Paas, 1998) sollte multimediales Lehrmaterial so gestaltet sein, dass es einfach zu verarbeiten ist, um somit unnötige Arbeitsgedächtnisbelastung zu minimieren und letztlich den Lernerfolg zu verbessern. Diese intuitiv plausible Annahme wird unter anderem durch neuere Studien aus der Disfluency-Forschung, die im pädagogischen Kontext stattfanden, in Frage gestellt: Hier führte die Verwendung perzeptuell schlecht lesbarer Texte (z.B., in Haettenschweiler) zu besserem Lernerfolg (Diemand-Yauman, Oppenheimer, & Vaughan, 2011) als gut lesbare Texte (z.B., in Arial). Die Einführung von perzeptuellen Verarbeitungsschwierigkeiten im Sinne einer Reduktion der Leserlichkeit hatte demnach beim Lernen mit Texten eine lernförderliche Wirkung. Inwiefern sich diese Ergebnisse der Disfluency-Forschung auch auf das Lernen mit multimedialem Lernmaterial, das neben Text durch das Vorhandensein lernförderlicher Bilder charakterisiert ist, übertragen lassen – sowie damit verbundene Implikationen für die CLT – wurden in diesem Projekt untersucht. Ebenso wurde der Frage nachgegangen, welche Verarbeitungsprozesse für den Disfluency Effekt verantwortlich sind.

Kooperationen

  • Dr. Tim Kühl, Lehrstuhl für Empirische Erziehungswissenschaft, Universität Mannheim

Publikation