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04.04.2019  |  Besser digital entscheiden? Inga Bause verteidigt erfolgreich ihre Dissertation
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Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen. Manche sind trivial, andere wiederum sind folgenschwer für das persönliche oder sogar gesellschaftliche Leben. Wenn wir unsere Entscheidungen aufgrund von Präferenzen oder verzerrten Informationen treffen, kann das zum Fallstrick werden. Doch digitale Geräte können hier den Entscheidungsprozess unterstützen, wie Inga Bause vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in ihrer Dissertation zeigt.


Die Doktorandin untersuchte in ihrer Thesis „Can(`t) we help it? Overcoming Preferences and Understanding Biased Information Evaluation“, ob die Funktionen eines Multitouch-Tisches Entscheidungen einer Gruppe unterstützen können und zwar dann, wenn nicht alle Gruppenmitglieder über die gleichen relevanten Informationen verfügen. Dazu implementierte Inga Bause auf einem Multitouch-Tisch Funktionen, die den Austausch von Informationen unterstützen und das gemeinsame Strukturieren von Informationen ermöglichen. Während Gruppen in der Experimentalbedingung eine Entscheidungsaufgabe mit der technologischen Unterstützung bearbeiteten, fand in der Kontrollbedingung eine klassische Gruppendiskussion statt.


Die Ergebnisse ihrer Studien präsentierte Inga Bause bei der erfolgreichen Verteidigung ihrer Arbeit am 28. März 2019: Durch den Einsatz des Multitouch-Tisches konnten Diskussionen und der Austausch von Informationen im Vergleich zur Kontrollgruppe gesteigert werden. Zudem zeigte Bause, dass Assoziationen zwischen den Informationen, anhand derer eine Präferenz gebildet wurde, und neuen Informationen, die Bewertung der neuen Informationen verzerren kann. Zukünftige Studien sollten daher untersuchen, wie digitale Geräte effektiv genutzt werden können, um Verzerrungen in der Informationsverarbeitung entgegenzuwirken und wie beispielsweise virtuell geteilte Informationen bewertet werden.