• Presse
  • Kontakt
  • deutsch | english
mobile icon
 
16.04.2019  |  Wohin mit dem Datenberg? Datenmanagement Workshop mit Experten des ZPIDS am IWM
psycharchives

Daten zu organisieren und archivieren ist nichts Neues für Forschende. Mit der zunehmenden Menge an digitalen Forschungsdaten steigen jedoch die Anforderungen an das Datenmanagement. Wie eine nachhaltige Organisation von Forschungsdaten gelingen kann, diskutierten IWM Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem Workshop am 11. April in Tübingen. Als Gastsprecher hatte das IWM die Datenmanagement Experten Roland Ramthun und Ronny Bölter des Leibniz-Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID), Trier, eingeladen. Das ZPID setzt sich für Open Sience in der Psychologie ein und bietet mit PsychArchives eine Plattform für die Archivierung und den Austausch von psychologischen Publikationen, Daten und Tests. Die Arbeit mit dem Archiv stellten die ZPID-Experten im ersten Teil des Workshops vor. Im zweiten Teil konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Datenmanagement Programm DataWiz kennenlernen. Dr. Nora Umbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Forschungsdatensicherung am IWM,  sieht hier einen möglichen Einsatz am Institut: „Die Vorträge waren sehr informativ und die Produkte vom ZPID in meinen Augen gut geeignet, um das Forschungsdatenmanagement am IWM weiter zu verbessern und auch für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu erleichtern.“


15.04.2019  |  Schulen digital machen – SWR2 fragt IWM-Expertin und Experte wie
20190415 SWR2 Wissen

Der DigitalPakt kommt. Doch was bedeutet das für Schulen und Lehrkräfte? Über die Herausforderungen des digitalen Klassenzimmers sprach  SWR2 Wissen im Radiofeature „Schöne digitale Schulwelt“ mit Schülern, Lehrern und Expertinnen und Experten aus der Bildungs- und Medienforschung. Dabei zeigen IWM-Direktorin Prof. Dr. Ulrike Cress und ihr Kollege, Medientechniker  Dr. Uwe Oestermeier wie  Unterricht digital neu gelebt werden kann.  In ihren Beiträgen skizzierte Prof. Cress auch die digitalen Lernräume der Zukunft, die ihrer Ansicht nach individuell gestaltet und offen sind.


Zum Podcast


08.04.2019  |  Wissenschaft in witzig – IWM Forscher Dr. Danny Flemming auf Fürther Science Slam
Science Slam Fürth

Endlose wissenschaftliche Schachtelsätze oder Tabellen voller Zahlen – Wissenschaft ist für viele vor allem eins: sterbenslangweilig. Doch nicht für Dr. Danny Flemming vom Leibniz-Institut für Wissensmedien. Denn als Science Slammer bringt der IWM-Wissenschaftler sein Publikum sogar mit dem Thema „Fragilität von wissenschaftlichen Befunden“ zum Lachen.


Beim ersten Science Slam des Rotary Club Fürth trat der Psychologe mit sechs anderen Vortragenden am 30. März 2019 um die Gunst des Publikums an. Im ausverkauften Saal des Fraunhofer-Institut lieferten sich die Forscherinnen und Forscher in zehnminütigen Slams über Netztechnologien bis hin zu Germanistik Fun Facts einen fesselnden Wettbewerb. Als Opener erklärte Flemming den Gästen „Wie Menschen, die keine Ahnung von Wissenschaft haben, Berichte über Wissenschaft verstehen“. Oft leider falsch: Denn während die Mehrheit der Menschen klare Botschaften und einfache Aussagen bevorzugen, legen sich Forschende nur dann deutlich fest, wenn Ergebnisse unmissverständlich sind. Mit viel Humor zeigte Flemming ganz eindeutig, dass die meisten wissenschaftlichen Erkenntnisse aber uneindeutig sind, das heißt fragil oder nur bedingt verallgemeinbar.


Ob witzig, überraschend oder ganz einfühlsam, die Vortragenden holten sich die Aufmerksamkeit des Publikums. Und die Begeisterung war nicht nur im Saal groß. Mehr als 100 Besucherinnen und Besucher mussten aufgrund des großen Andrangs vor den Türen des Instituts bleiben. Ihr Trost: Ein Poetry Slam unter freien Himmel mit den spontanen Slammerinnen und Slammern.


05.04.2019  |  5. Campustreffen des Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen
WCT Campustreffen

Am 29. März 2019 kamen rund 40 Projektpartner des Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen beim 5. Campustreffen am IWM zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, die bisherigen Fortschritte und Herausforderungen der 16 Forschungsprojekte in einem offenen Format vorzustellen, zu diskutieren und den projektübergreifenden Austausch zu stärken.


Aus den thematischen Forschungsschwerpunkten der Projekte lassen sich vier Themenbereiche identifizieren, die im Rahmen von zwei parallelen Vortragssessions aufgegriffen wurden: Während in Session 1 insbesondere Projekte mit den Schwerpunkten Touch sowie Schule und Lernumgebungen vorgestellt wurden, waren in Session 2 vor allem Projekte mit dem Fokus auf Social Media  und aus dem medizinischen Kontext vertreten.


Das flexible Format und die thematische Sortierung der Projekte bot die Möglichkeit, konkrete Bezüge zwischen den Projekten herzustellen und sich zielgerichtet zu vernetzen. Über den engen Erfahrungsaustausch konnten im Rahmen der Diskussion Anregungen und Impulse für den weiteren Forschungsverlauf gewonnen und Ideen für gemeinsame Forschungsaktivitäten angestoßen werden.


04.04.2019  |  Besser digital entscheiden? Inga Bause verteidigt erfolgreich ihre Dissertation
IMG 20190328 131059

Jeden Tag müssen wir Entscheidungen treffen. Manche sind trivial, andere wiederum sind folgenschwer für das persönliche oder sogar gesellschaftliche Leben. Wenn wir unsere Entscheidungen aufgrund von Präferenzen oder verzerrten Informationen treffen, kann das zum Fallstrick werden. Doch digitale Geräte können hier den Entscheidungsprozess unterstützen, wie Inga Bause vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in ihrer Dissertation zeigt.


Die Doktorandin untersuchte in ihrer Thesis „Can(`t) we help it? Overcoming Preferences and Understanding Biased Information Evaluation“, ob die Funktionen eines Multitouch-Tisches Entscheidungen einer Gruppe unterstützen können und zwar dann, wenn nicht alle Gruppenmitglieder über die gleichen relevanten Informationen verfügen. Dazu implementierte Inga Bause auf einem Multitouch-Tisch Funktionen, die den Austausch von Informationen unterstützen und das gemeinsame Strukturieren von Informationen ermöglichen. Während Gruppen in der Experimentalbedingung eine Entscheidungsaufgabe mit der technologischen Unterstützung bearbeiteten, fand in der Kontrollbedingung eine klassische Gruppendiskussion statt.


Die Ergebnisse ihrer Studien präsentierte Inga Bause bei der erfolgreichen Verteidigung ihrer Arbeit am 28. März 2019: Durch den Einsatz des Multitouch-Tisches konnten Diskussionen und der Austausch von Informationen im Vergleich zur Kontrollgruppe gesteigert werden. Zudem zeigte Bause, dass Assoziationen zwischen den Informationen, anhand derer eine Präferenz gebildet wurde, und neuen Informationen, die Bewertung der neuen Informationen verzerren kann. Zukünftige Studien sollten daher untersuchen, wie digitale Geräte effektiv genutzt werden können, um Verzerrungen in der Informationsverarbeitung entgegenzuwirken und wie beispielsweise virtuell geteilte Informationen bewertet werden.


29.03.2019  |  Prominentes Podium diskutiert über Evidenz in gesellschaftlichen Debatten
1903 Podium Evidenz statt Emotion  ohne-betreff
© IWM Tübingen

Wissenschaftliche Erkenntnisse finden immer schneller ihren Weg an die Öffentlichkeit: Online treffen Praktikerinnen und Praktiker auf Forschende und tauschen sich aus. Vom 25. bis 26. März widmete man sich am IWM dem digitalen Wissenstransfer. Ein Netzwerk von Psychologinnen und Psychologen zeigte dabei, wie es auf diesem Weg bereits heute den Integrationsprozess Geflüchteter konkret unterstützt. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Medien rundete die Veranstaltung ab.


Beim Workshop mit Akteuren aus Wissenschaft und Praxis sollten Verbesserungsmöglichkeiten für den digitalen Wissenstransfer aufgedeckt werden und Praxisfragen gesammelt, die bislang nicht ausreichend beantwortet wurden. Psychologinnen und Psychologen des Fachnetzwerkes Sozialpsychologie zu Flucht und Integration berichteten, wie das bundesweite Netz durch digitale Wissenskommunikation den Integrationsprozess Geflüchteter konkret unterstützt. Die Frage, wie wissenschaftliche Fakten die emotional geführte Debatte versachlichen können, brachte das IWM zudem am ersten Veranstaltungstag an den Diskussionstisch.


SWR-Chefredakteurin sieht Medien in der Verantwortung
Die Medien stünden bei der Berichterstattung vor allem in der Verantwortung, auf Formulierungen und den Ton zu achten, betonte die Zweite Multimediale Chefredakteurin des Südwestrundfunks Dr. Gabi Biesinger. Dem stimmte Veronika Kienzle, Referentin der Baden-Württembergischen Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung. Denn die Art und Weise, wie Fakten berichtet werden, beeinflusse unsere Wahrnehmung von Geflüchteten, wie auch zahlreiche sozialpsychologischen Studien belegen.


Tübinger Oberbürgermeister diskutiert mit

Das Vorhandensein von Vorurteilen gegenüber Geflüchteten erklärte Dr. Helen Landmann, Sprecherin des Fachnetzwerks Sozialpsychologie zu Flucht und Integration, mit der Kontakthypothese. Diese besagt, dass positiver Kontakt mit Fremdgruppen zum Abbau von Vorurteilen führt. Positiver Kontakt trete in der Realität daher viel häufiger auf als negativer. Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer forderte in der Diskussion dagegen, die Auswirkungen von negativem Kontakt nicht unter den Tisch zu kehren. Besonders Kriminalitätsstatistiken würden hier ein klares Bild zeigen. Moderator Dr. Jens Hellmann hob schließlich hervor, dass wissenschaftliche Evidenz nicht nur auf prozentualen Häufigkeiten, sondern vielmehr auf der Erklärung von Ursachen, Rahmenbedingungen und Folgen basiert.
Die Podiumsdiskussion machte erneut deutlich, dass wissenschaftliche Evidenz unterschiedlich verstanden wird. Wissenschaftliche Fakten, so der Konsens, sind als Basis von Debatten und politischer Entscheidungsprozesse notwendig. Dabei müssen aber  Studienergebnisse in der Summe und nicht einzeln betrachtet werden.


26.03.2019  |  IWM Studien: Exzellenzerwartungen von Universitäten belasten Studierende nicht gleichermaßen

Unabhängig von ihrem offiziellen Status betonen zunehmend viele Universitäten deutschlandweit ihre „Exzellenz“. Auch von ihren Studierenden erwarten die Hochschulen, „exzellente“ Leistungen zu erbringen. Doch wie wirken sich solche Erwartungen auf Studierende aus? Dieser Frage ging Dr. Annika Scholl vom IWM mit ihrer Arbeitsgruppe Soziale Prozesse in zwei Studien nach, die  jetzt im renommierten Journal of Experimental Social Psychology veröffentlicht wurden. Anhand einer Befragung von 500 Studierenden einer deutschen Universität zeigt das Forschungsteam um Dr. Scholl, was dem durch die Exzellenzerwartungen empfunden Stress entgegenwirken kann.


Mehr Infos zu den Studien in der Pressemitteilung vom 21.03.2019.


20.03.2019  |  Prof. Dr. Katharina Scheiter referiert auf Bildungsforschungstagung des Ministeriums in Berlin
Bildungsforschungstagung

Vom 12. bis 13. März lud das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Bildungsforschungstagung 2019 nach Berlin. Akteure aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Verbänden folgten der Einladung, um über die „Bildungswelten der Zukunft“ und ihre Herausforderungen zu diskutieren. Unter ihnen:  Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der IWM-Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen, die  mit ihrem Vortrag “Orchestrierung digitaler Bildungsprozesse – von digitalen Insellösungen zu umfassenden Lehr-Lernkonzepten” im Rahmen des Programms zeigte, wie sich die Forschung entwickeln muss, um die Digitalisierung an Schulen mit verwertbaren Ergebnissen zu unterstützen. „Im Klassenzimmer der Zukunft werden die Potenziale digitaler Medien ausgeschöpft und mit analogen Ansätzen verbunden, ohne dabei die Pädagogik aus den Augen zu verlieren“, so Scheiter zur zukünftigen Bildungswelt.


Daneben stellte IWM-Expertin Dr. Anne Thillosen das Metavorhaben  „Digitalisierung im Bildungsbereich“ (Digi-EBF) im Rahmen der Bildungsforschungstagung vor. Die Initiative arbeitet in den nächsten vier Jahren den aktuellen Forschungsstand zu Fragen des digitalen Lernens auf. Der Beitrag des IWM liegt dabei auf der Beurteilung der Lehrerbildung. Das Auftakttreffen im Rahmen der BMBF-Tagung 2019 bot den Projektpartnern die Möglichkeit sich erstmals persönlich kennenzulernen und das  Netzwerk für das Metavorhaben enger zu knüpfen.


15.03.2019  |  Expertise des IWM gefragt – FDP-Delegation informiert sich am IWM über digitale Trends
FDP am IWM 1500

Wann ist der Einsatz digitaler Medien in der Schule sinnvoll? Diese Frage ist nicht nur zentral für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IWM, sondern auch für die Politik. Nicht zuletzt angesichts des kürzlich von der Bundesregierung verabschiedeten Digitalpakts informierte sich Bundestagsmitglied Pascal Kober (FDP) Anfang März am IWM über digitale Potenziale in den Bereichen Schule sowie auch Museum und Medizin. Anhand der Anwendungen des IWM konnte sich der stellvertretende Landesvorsitzende  zusammen mit einer sechsköpfigen Delegation von FDP-Politikerinnen und Politikern über den sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Klassenzimmer und im Krankenhaus informieren. Im TüDiLab, dem digitalen Klassenzimmer des IWM,  erklärten IWM-Expertinnen und -Experten den Gästen, wie die Wirkung von Lerntools untersucht und Lehrkräfte im medienbasierten Unterricht geschult werden. Anschließend konnten die FPD-Mitglieder mehrere Anwendungen rund um den Einsatz von Multi-Touch Tischen testen.  


Pascal Kober war mit dem Besuch am IWM zufrieden: „Sowohl der Erwerb als auch die Anwendung von wissenschaftlicher Bildung erfolgen künftig zunehmend digital. Die exzellente Arbeit des IWM hilft bei der Vermittlung von Bildungsangeboten und damit zugleich den Menschen, diese bestmöglich zu verstehen. So eröffnen sich individuelle Chancen und persönliche Potentiale werden genutzt, was uns Freien Demokraten ein Herzensanliegen ist.“


13.03.2019  |  Wissenschaft auf der Bühne – IWM-Doktorandin beim Tübinger Science Slam
Science Slam Rechte

"I touched it, it's mine now!" unter diesem Titel zeigte Lisa Rabl, Doktorandin am IWM, beim Science Slam der Universität Tübingen Ende Februar dem Publikum, dass Forschung verständlich und zugleich spannend sein kann. Bei der Veranstaltung, die die Graduiertenakademie der Universität in Kooperation mit den Fakultäten im Kupferbau organisierte, traten sechs Slammerinnen und Slammer um den lautesten Applaus gegeneinander an. Inhaltlich kreiste der Beitrag der Nachwuchswissenschaftlerin rund um den Ownership-Effekt. Dieser besagt: Wenn Personen Objekte berühren, werden diese positiver wahrgenommen, da die Berührung zur Wahrnehmung eines persönlichen Besitzgefühls über die Objekte führt. Lisa Rabls Slam wurde mit mehreren Laola-Wellen und kräftigem Applaus vom Publikum gewürdigt. „Obwohl es ziemlich beängstigend war, vor über 650 Leuten zu präsentieren, war es trotzdem eine tolle Erfahrung! Das Publikum hatte Spaß, die Slammerinnen und Slammer hatten Spaß. Ich kann es nur allen empfehlen, die es selbst gerne mal probieren möchten“, so Rabl zum Abend.


Der ganze Slam kann unter folgendem Link angesehen werden: https://timms.uni-tuebingen.de/tp/UT_20190220_003_scienceslam2019_0001


28.02.2019  |   6 Regeln für professionelles Twittern – IWM-Expertin sagt in der WirtschaftsWoche, wie es geht
twitter-1795652 1920

Twittern ist leicht. Aber nicht jeder kann es. Besonders für Firmen können unbedachte Tweets folgenschwer sein, da eine vorschnelle Nachricht unmittelbar Tausende von Abonnenten erreicht. „Unternehmen sollten ihren Twitter-Kanal sehr genau im Auge behalten, denn die User erwarten in der Regel auch schnelle Antworten“, rät daher Prof. Dr. Sonja Utz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien auf wiwo.de, dem Online-Portal des Magazins WirtschaftsWoche. In dem Beitrag gibt die Tübinger Social Media Expertin gemeinsam mit Magdalena Rogl, Head of Digital Chanels bei Microsoft, praktische Tipps für eine erfolgreiche Corporate Twitter-Strategie. Neben dem authentischen und direkten Umgang mit der Community empfiehlt Sonja Utz auch humorvolles Twittern und verrät, welches Unternehmen in Deutschland dabei besonders erfolgreich ist.


Das Interview zum Nachlesen


22.02.2019  |  IWM im Experten-Netzwerk des Literaturarchivs Marbach
Sandra Richter

Mit einem Festakt feierte das Deutsche Literaturarchiv Marbach am 14. Februar die Amtseinführung der neuen Direktorin Professor Dr. Sandra Richter. Bei der im Vorfeld abgehaltenen Pressekonferenz machte die Germanistin und Literaturprofessorin deutlich, dass sie aus dem Archiv auch einen literarischen Thinktank machen möchte.


So rief sie bereits das „Netzwerk literarische Erfahrung“ ins Leben, einen Zusammenschluss mit dem Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen, dem Freien Deutschen Hochstift, Frankfurt, und dem ebenfalls in Frankfurt ansässigen Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik. Das Netzwerk reagiert unter anderem auch auf die Stavanger Erklärung „Zur Zukunft des Lesens “, die vom IWM mitunterzeichnet wurde.


Zu den Aufgaben des neuen Netzwerks zählen die Beschreibung und Begriffsbestimmung von literarischer Erfahrung, die empirische und in ihren Methoden plurale Untersuchung von Lektüren (Leserforschung), Literaturausstellungen und ihren Besuchern und die Untersuchung der Rezeption solcher Phänomene in der Öffentlichkeit. „Das ist eine spannende Aufgabenstellung, denn bisher hat die Leseforschung ihre Aufmerksamkeit vor allem auf kurze, nicht literarische Texte oder das Medium selbst gerichtet und weniger auf literarische Werke“, kommentiert Netzwerkmitglied Professor Dr. Stephan Schwan das Vorhaben. In dem Zusammenschluss möchte der stellvertretende Leiter des IWM die Expertise des Instituts zu kognitionspsychologischen Prozessen des Lesens einbringen.


21.02.2019  |  Digitalpakt kommt – Bildungsforscherin gefragt

Was kann eine digitalisierte Schule besser als eine analoge? Was wird bleiben und was wird sich radikal verändern? Nach einer Einigung von Bundesrat und Bundestag am 20. Februar ist der Weg für die Digitalisierung von Deutschlands Schulen frei. Aber wie soll das Miteinander von Mensch und Maschine im Klassenzimmer genau aussehen? 


Wie sich echter Mehrwert fürs Lernen schaffen und Wissen vertiefen lässt, berichtet IWM-Direktorin Prof. Dr. Ulrike Cress im Interview mit Tagesthemen-Moderatorin Caren Miosga.


12.02.2019  |  Hochschule wird digital: university@LEARNTEC zieht Messebesucher an
081 e-teaching at learntec 2019-01-31
© IWM Tuebingen

Vom 29. bis 31. Januar 2019 stand die Messe Karlsruhe ganz im Zeichen des digitalen Lernens: Auf der 27. LEARNTEC – der Fachmesse für digitale Bildung in Schule, Hochschule und der beruflichen Bildung – ging es um Anwendungen, Innovationen sowie Best-Practice-Beispiele für den Einsatz digitaler Medien in der Bildung. Mit dem zweitägigen Fachprogramm university@LEARNTEC wurde dem Thema Digitalisierung der Hochschullehre in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ein eigenes Forum gewidmet.
Erstmals wurde zusätzlich zum Vortragsprogramm auf der Messe eine ganztägige Fachkonferenz angeboten. Gestaltet wurden beide Veranstaltungstage von e-teaching.org, dem E-Learning-Infoportal des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), in Kooperation mit dem Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW) und der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).  „In den letzten Jahren hat sich das Branchenforum university@LEARNTEC gut etabliert“, resümiert Anne Thillosen Leitern von e-teaching.org. „Rund 170 Teilnehmer bei der Fachtagung, das gut besuchte Vortragsprogramm während der Messe und eine durchweg positive Resonanz zeigen, wie bedeutsam das Thema ‚Hochschule‘ in Verbindung mit digitalen Medien ist.“


Zum ausführlichen Messebericht


08.02.2019  |  Lesen wir noch richtig? IWM-Expertin im Interview zum Lesen im digitalen Zeitalter
ykammerer

Lesen auf Papier oder digital am Bildschirm? Yvonne Kammerer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IWM, plädiert gemeinsam mit 130 Forscherinnen und Forschern in der europaweiten Stavanger-Erklärung dafür, die Frage, was besser ist (Lesen auf Papier oder digital), nicht pauschal zu beantworten. Im Interview mit mehreren Zeitungen wie etwa der Südwest-Presse, der Märkischen Oderzeitung und dem Schwäbischen Tagblatt, erklärt die Leseforscherin nun, unter welchen Umständen der Griff zum Papier eventuell besser ist. Eine Absage an das digitale Lesen ist das für Kammerer jedoch nicht: „Beim Lesen von narrativen Texten und kürzeren Informationstexten ohne Zeitdruck zeigten sich keine Unterschiede.“ Und sie ergänzt: „Das Wichtigste ist, dass man Lesen üben muss.“
Zum ausführlichen Interview der Märkischen Oderzeitung
Zum Online-Artikel  der Südwest-Presse


04.02.2019  |  Digitalisierung und die Zukunft des Lesens – IWM-Expertin im Interview
WDR5-Logo
quarks

Macht es einen Unterschied, Texte auf Papier, oder digital zu lesen? Dieser Frage ging das WDR5-Format „Quarks – Wissenschaft und mehr“ am 1. Februar nach und sprach hierzu mit Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der IWM-Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen. „Welches Medium besser ist, lässt sich nicht so einfach beantworten“, sagte die Expertin. „Vielmehr hängt das von der Leseaufgabe ab, von den Lesern, ihrer Vertrautheit mit den Möglichkeiten des Mediums und der effektiven Nutzung von Verarbeitungsstrategien, die sich durch das eine oder andere Medium in unterschiedlicher Weise unterstützen lassen. Jedes Medium hat dabei Potenziale, aber auch Schwächen – und damit muss man lernen umzugehen.“ Das ganze Interview gibt es zum Nachhören als Podcast:


31.01.2019  |  Was motiviert Wikipedia-Redakteure? – Seren Yenikent verteidigt erfolgreich Dissertation
IMG 7063

Wikipedia ist für viele der erste Schritt, um Wissenslücken zu schließen. Für andere wiederum ist es eine Plattform, um eigenes Wissen in Artikeln zusammentragen, oder Einträge anderer zu korrigieren und zu aktualisieren – und das meist freiwillig. Doch was motiviert Wikipedia-Redakteure, sich an der Plattform zu beteiligen, wenn es keine offensichtlichen Kompensationen für ihre Mühen gibt?


Seren Yenikent vom IWM beantwortet diese Frage in ihrer Dissertation „Understanding the effects of topic factors and threat exposure on motivation to participate in knowledge artefacts: The case of Wikipedia“. Frühere Studien haben verschiedene ermutigende Faktoren (Spaß, Ideologie, Gemeinschaftsaspekt) als Grund für die Wikipedia-Beteiligung identifiziert. Die Doktorandin fand nun heraus, dass allgemeine (thematische Vertrautheit und Kontroversität) und spezifische Merkmale (Gefühl und psychologischer Inhalt) eines Themas eine wichtige Rolle bei der Motivation spielen. 


Ihre Ergebnisse präsentierte Yenikent bei der erfolgreichen Verteidigung ihrer Arbeit am 23. Januar: Anhand von zwei Laborstudien und einer Wikipedia-Textanalyse zeigte sie, dass insbesondere die Arbeit mit bekannten und kontroversen Themen, die gesellschaftspolitische Bezüge hatten, das Engagement für Wikipedia-Artikel erhöht. Werden Inhalte mit positiven oder negativen Emotionen oder psychologischen Orientierungen (Leistung, Belohnung, Macht, Zugehörigkeit und Risiko) verbunden, steigt die Motivation zur Artikelproduktion ebenfalls. Yenikents Ergebnisse unterstützen den menschenorientierten Aspekt der Wikipedia-Plattform, der durch die psychologischen, sozialen und emotionalen Interessen der Redakteure deutlich gefördert wird.


23.01.2019  |  Aus Big Data Bedeutung gewinnen: US-Experte stellt Quantitative Ethnography am IWM vor
12 iwm presentation david shaffer 2019-01-15
© IWM Tuebingen

“Mein Smartphone etwa weiß mehr darüber, was ich mache als meine Frau“, eröffnete der renommierte US-Professor David Williamson Shaffer seinen Gastvortrag am Tübinger IWM am 15. Januar und führte die Zuhörer so anschaulich an das Thema Quantitative Ethnography: Turning Big Data into Real Understanding heran. „Im Big-Data-Zeitalter sind viel mehr Informationen darüber verfügbar, was Menschen tun und wie sie es machen als je zuvor“, so der Learning Science-Experte der University of Wisconsin-Madison, USA. „Die Herausforderung besteht darin, Bedeutung aus diesen großen Datenmengen zu gewinnen, bei denen traditionelle Methoden wie Signifikanztests nur willkürliche Muster finden und daher nicht anwendbar sind“, so Shaffer weiter. Es werden daher neue statistische Methoden benötigt, die es Forschenden beispielsweise nicht nur erlauben festzustellen, ob Lernwerkzeuge für Schüler effektiv sind, sondern auch zeigen warum.


Dies möchte David Shaffer mit einer neuen Methode lösen: Der quantitativen Ethnographie, die er bei seinem Vortrag vorstellte. Sie führt statistische und ethnografische Analysen zusammen, die bisher getrennt voneinander ausgeführt wurden. Dazu entwickeln Shaffer und seine Kollegen das Tool Epistemic Network Analysis (ENA), mit dem modelliert werden kann, wie Codes in einem Datensatz miteinander verknüpft sind. ENA-Modelle visualisieren ein System von miteinander verbundenen Codes und ermöglichen es Forschenden so, die Unterschiede zwischen ihnen mit statistischen Methoden zu quantifizieren und zu testen. Das Modell soll dann beispielsweise kritische Komponenten identifizieren, die für den Erfolg eines Lernwerkzeuges ausschlaggebend sind und Zusammenhänge zwischen den Komponenten aufzeigen.


„Diese Modelle werden in Zukunft sicher noch weiter an Relevanz gewinnen, wenn wir versuchen Lern- und Wissensprozesse anhand von Big Data zu verstehen“, so Nora Umbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Methodenberatung am IWM. Sie sieht daher auch eine unmittelbare Relevanz für die Forschung am IWM. „Umso mehr freuen wir uns, dass David Shaffer und seine Arbeitsgruppe mit uns künftig kooperieren werden, um das Institut bei der Anwendung seiner Methoden zu unterstützen“, so Nora Umbach.



22.01.2019  |  Unterricht im digitalen Klassenzimmer – Forschungsmagazin ATTEMPTO! berichtet aus TueDiLab
1901 ATTEMTO Cover

Was passiert eigentlich im TueDiLab (Tübingen Digital Teaching Lab)? Dieser Frage ist das Magazin ATTEMPTO! der Universität Tübingen nachgegangen und hat das digitale Klassenzimmer am Leibniz-Institut für Wissensmedien besucht. In der aktuellen Ausgabe berichtet das Forschungsmagazin über Hightech-Lektionen am IWM und lässt dabei Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der AG Multiple Repräsentationen, aufzeigen, wie mit digitalen Medien und modernster Technik am IWM der Unterricht der Zukunft erforscht und gelehrt wird. Zur Online-Ausgabe



21.01.2019  |  Friedrich W. Hesse zum Präsidiumsbeauftragten der Leibniz-Gemeinschaft ernannt
2014-12-03 portrait hesse iwm-news
© Photodesign

Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse ist vom Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft ab sofort zum Präsidiumsbeauftragten für den Global Learning Council (GLC) für zunächst drei Jahre benannt worden. Der GLC ist eine weltweit tätige, branchenübergreifende Gruppe von Vordenkern aus Wissenschaft, Industrie und gemeinnützigen Organisationen im Bereich des effektiven Einsatzes von Technologien zur Verbesserung des Lernens und Verstehens. Friedrich Hesse ist Scientific Co-Chair des GLC und zusammen mit dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, Board-Mitglied im GLC. Zudem wird Herr Hesse im Strategiefeld Digitalisierung der Leibniz-Gemeinschaft auch als Präsidiumsbeauftragter für ebenfalls zunächst drei Jahre weiter mitwirken. Im Rahmen seiner Mitwirkung wird Herr Hesse unter anderem den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Digitalisierung im Wandel“ weiterführen.


02.01.2019  |  Neue Funktion für Ulrike Cress am Tübingen Research Campus (TRC)
TRC Logo

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde die Direktorin des IWM, Ulrike Cress, zur stellvertretenden Sprecherin des Tübingen Research Campus gewählt. „Der TRC bietet ein Forum für den Austausch der unterschiedlichen Forschungsorganisationen und schafft die Basis für gemeinsame Aktivitäten“, sagt Ulrike Cress zu den Vorteilen der Zusammenarbeit. Der 2016 gegründete Tübingen Research Campus zielt darauf ab, die Kooperation zwischen den örtlichen Forschungseinrichtungen zu vertiefen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die nach Tübingen kommen möchten, gemeinsame Services anzubieten.