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22.06.2018  |  Best Early Investigator Preis für neue Methoden der kognitiven Belastungsmessung anhand von Pupillenveränderungen
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Christian Scharinger und Peter Gerjets vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) erhielten zusammen mit Tobias Appel  und Enkelejda Kasneci die Auszeichnung "Best Early Investigator Paper" für den Konferenzbeitrag "Cross-subject workload classification using pupil-related measures" auf der ETRA 2018 (ACM Symposium on Eye Tracking Research & Applications).
In dem Beitrag haben sie eine neue Methode vorgestellt, wie man die kognitive Belastung an Veränderungen der Pupille ablesen kann. Dieser neue Ansatz generalisiert besser als bisherige Verfahren und ist dank des Einsatzes von Machine Learning bereits während eines Experiments in der Lage, die Belastung in Echtzeit zu bestimmen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. So könnte man z.B. die Schwierigkeit einer Lernaufgabe automatisch so anpassen, dass die Lernenden weder unter- noch überfordert sind.
Der Preis wurde in Warschau verliehen, nachdem sich der Beitrag gegen 84 andere Early Investigator Papers durchgesetzt hatte. Der Beitrag ist aus einer Kooperation zwischen dem IWM, der Graduiertenschule und des Forschungsnetzwerkes LEAD sowie der Perception Engeneering Group der Universität Tübingen entstanden. Er ist ein gelungenes Beispiel für das Zusammenspiel von psychologischen Grundlagen, informatischem Know-how und Anwendungen in der Bildungsforschung.



21.06.2018  |  "Service und Support digitaler Hochschulbildung" - Anne Thillosen und Markus Schmidt in Hamburg

Heute wird in Hamburg die dreiteilige Veranstaltungsreihe "Bildung in der digitalen Welt im Hochschulbereich" der Kultusminister-Konferenz (KMK) fortgesetzt. Dabei geht es diesmal um "Service und Support digitaler Hochschulbildung". Themen der beiden vorherigen Veranstaltungen waren die "Digitalisierung als Herausforderung für die Hochschuldidaktik" (am 21. und 22.03. an der Universität Mainz) und "Virtuelle Veranstaltungen und technische Herausforderungen" (am 28. und 29. Mai im Leibnizhaus in Hannover).
Aus dem Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) werden Anne Thillosen und Markus Schmidt aus dem e-teaching.org-Team an der Veranstaltung teilnehmen und die Erfahrungen aus ihrer Zusammenarbeit mit Partnerhochschulen und anderen Kooperationspartnern des Portals in die Workshops "Personal und Qualität" sowie "Organisatorische Verortung von Service und Support" einbringen.
Die Veranstaltung richtet sich neben den Vertretenden der zuständigen Bundes- und Landesministerien sowie Experten und Expertinnen auf der Ebene des Bundes, der Länder und der Hochschulen, besonders an Vertretende von hochschulischen Supporteinrichtungen sowie (hochschulübergreifenden) Ländereinrichtungen mit Unterstützungsaufgaben. Das Informations- und Qualifizierungsportal des IWM e-teaching.org verfolgt das Ziel E-Learning an Hochschulen zu verankern. Das Portal deckt ein breites Themenspektrum von didaktischen über technische bis hin zu organisatorischen Aspekten ab. Es kooperiert mit über 90 Hochschulen im deutschsprachigen Raum. Im Community-Bereich des Portals stehen den 5.000 Mitgliedern umfangreiche Funktionen zur Verfügung.


Zum Portal e-teaching.org


19.06.2018  |  Tagung der Kultusminister-Konferenz „Dimension Digitalisierung – Lehrkräfte stärken“. Katharina Scheiter als Sprecherin und Podiumsdiskussionsteilnehmerin
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Am 20. Juni stellt Katharina Scheiter im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg ihren Bericht und Kommentar zu länderübergreifenden Kooperationsmöglichkeiten zum Thema „Digitalisierung und Bildung“ vor. Danach spricht sie in einem gemeinsamen Gruppeninterview mit Prof. Dr. Josef Keuffer, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, sowie mit MD Udo Michallik, Generalsekretär der KMK, über die Frage „Wie könnte es gemeinsam weitergehen?“
„Das Thema „Digitalisierung und Bildung“ ist derzeit im schulischen Bereich allgegenwärtig. Die Implementierung in Schule und Unterricht, aber auch in Aus-, Fort- und Weiterbildung des gesamten pädagogischen Personals ist herausfordernd und vielschichtig zugleich.", so der Hintergrund der Tagung. "Mit der Veranstaltung „Dimension Digitalisierung – Lehrkräfte stärken“ vom 19. bis 20.06.2018 in Hamburg soll vor allem eine Gelegenheit geboten werden, in den gegenseitigen Austausch zu treten. Dabei wird das Teilen von Ideen und Erfahrungen vor dem Hintergrund der folgenden Leitfragen die Möglichkeit bieten, voneinander zu lernen: Welche neuen Methoden und Formate können in der Qualifizierung der verschiedenen Zielgruppen eingesetzt werden? Wie erreicht man möglichst viele Lehrkräfte, sowohl zahlenmäßig als auch inhaltlich? Wie werden die Hochschulen und die Lehrerausbildung einbezogen? Welche Strategien erweisen sich als besonders effektiv?“
Prof. Dr. Katharina Scheiter ist Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) und Professorin für Empirische Lehr-Lernforschung an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Mit ihrer Arbeitsgruppe untersucht sie kognitionspsychologische Grundlagen des Lernens aus multiplen Repräsentationen sowie Maßnahmen zur Unterstützung entsprechender Lernprozesse. Ergebnisse dieser Forschung fließen unter anderem in die Gestaltung digitaler Schulbücher und tabletbasierter Anwendungen für den Bildungskontext ein.


15.06.2018  |  IWM auf EARLI SIG 27 Konferenz
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Die Europäische Vereinigung für Lern- und Lehrforschung (EARLI) ist eine internationale Netzwerkorganisation für Nachwuchsforschende im Bildungsbereich. Mit mehr als 2000 Mitgliedern in mehr als 60 Ländern ist EARLI der größte Bildungsverband in Europa. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) sind aus verschiedenen Arbeitsgruppen auf der diesjährigen und zweiten Earli SIG Konferenz, die vom 15. bis 17. Juni 2018 in Warschau stattfindet.
Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am IWM, hält auf Einladung am Sonnabend, den 16. Juni, eine Keynote zum Thema „Offline and online gaze-based interventions: From fundamental lab research to real-world learning tools". Dr. Yvonne Kammerer aus der Arbeitsgruppe Multimodale Interaktion von Prof. Dr. Peter Gerjets spricht am gleichen Tag zu „Learning about controversial scientific issues on the Internet: Relations between attention to source information and sourcing and argumentation in essays“. Dr. Christian Scharinger, ebenso aus der Arbeitsgruppe Multimodale Interaktion, präsentiert seine Forschung zu „Using the EEG and Virtual Reality to study the effect of immersion on cognitive processing and learning“.  Am Sonntag, den 17. Juni, referiert Thérése Eder aus der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen zu „Do eye movement visualisations foster the interpretation of radiology images and gaze behaviour of dental medicine students?“
Nach der ersten erfolgreichen SIG Konferenz in Oulu kommen dieses Jahr die Special Interest Group (SIG) 27 des Europäischen Vereins für Lern- und Unterrichtsforschung (EARLI) mit der Polish Eye Tracking Konferenz zusammen (eine Arbeitsgemeinschaft für den Erfahrungsaustausch verschiedener Forschungsfelder im Bereich des Eyetracking). So heißt es in der Ankündigung: „The combined conference will yield a great platform for the communication and exchange of experience with different fields of researches interested in different multimodal, multichannel process measures, such as computer log data, eye tracking, EEG, facial expressions of emotions, EDA, and observational data.“

 

Link zum Programm

 

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14.06.2018  |  Bleistift oder Tastatur - Ist Schreiben gleich Schreiben. Stefanie Jung auf dem Jahreskongress des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie
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Bleistift oder Tastatur - Ist Schreiben gleich Schreiben? Diese Frage untersuchte Stefanie Jung in einer Studie bei Kindern der 5. bis 7. Klasse mit und ohne Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) anhand eines Lückensatzdiktats, wie es auch häufig in der Schriftsprachdiagnostik verwendet wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit unbeeinträchtigten Schriftsprachfähigkeiten mehr Rechtschreibfehler machen, wenn sie am Computer schreiben als beim Schreiben mit der Hand. Kinder mit LRS schreiben insgesamt weniger korrekt als die Kontrollgruppe, jedoch profitieren sie vom Schreiben auf der Tastatur, was durch eine geringere Fehleranzahl dokumentiert ist. Diese Befunde legen nahe, dass der mediale Kontext die Rechtschreibleistung von Kindern unterschiedlich beeinflusst und sich der Einsatz digitaler Medien für die Kompensation schriftsprachlicher Defizite lohnen kann.

Beim diesjährigen Jahreskongress der dbl (Deutscher Bundesverband für Logopädie) in Bielefeld stellt Stefanie Jung vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) den aktuellen Stand ihrer Forschung vor. Am 15. und 16. Juni wird sie in der Sektion „Spotlight - aktuelle Themen der Logopädie in Kurzvorträgen“ eine digitale Posterpräsentation halten, um im Anschluss mit den Kongressteilnehmern am ausgedruckten Poster in eine ausführliche inhaltliche Diskussion zu kommen.
Stefanie Jung ist Diplom-Lehrlogopädin und arbeitet seit April 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IWM in der Nachwuchsgruppe Neuro-kognitive Plastizität von Prof. Dr. Korbinian Moeller. Im Kontext ihrer Promotion untersucht Jung den Einfluss digitaler Technologien auf den (Recht-) Schreiberwerb und vergleicht Handschreiben mit dem Schreiben auf der Tastatur bei Kindern mit und ohne entwicklungsbedingter (Lese-) Rechtschreibschwäche. Mit ihrem Beitrag auf dem diesjährigen dbl Kongress mit Fokus auf das (Recht-)Schreibens in verschiedenen (medialen) Kontexten ist es möglich, geeignete Diagnostik- und Interventionsverfahren für die logopädische Therapie mit praktisch tätigen Logopäden und Sprachtherapeuten zu diskutieren und (weiter) zu entwickeln.


11.06.2018  |  Wie werden bei der Nutzung verschiedener Medien Informationen wahrgenommen, kognitiv verarbeitet und Wissen angeeignet? Die Summer School „Multimodality and Knowledge Processes“ am IWM

Digitale Lernmedien nutzen Kombinationen unterschiedlicher Repräsentationsformate wie Texte, Bilder oder Animationen, um zu erlernende Sachverhalte darzustellen. Eine Voraussetzung für erfolgreiches Lernen mit diesen multiplen Repräsentationen ist, dass Lernende die für den Inhaltsbereich wesentlichen Informationen aus Text und Bild auswählen, diese Informationen organisieren und im Gedächtnis miteinander verknüpfen (kognitive Prozesse). Aus Forschungssicht ist es wichtig, diese kognitiven und metakognitiven Prozesse genau zu beschreiben und – darauf aufbauend – effektive Maßnahmen zu entwickeln, die Lernende bei der Ausführung dieser Prozesse anleiten können. Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) beschäftigt sich intensiv mit diesem Forschungsbereich.
Vom 6. bis 8. Juni 2018 lud das IWM jetzt zur Summer School „Multimodality and Knowledge Processes” ein, um drei Tage das Zusammenspiel verschiedener sensorischer Kanäle (wie Vision, Sound, Haptik) sowie Informationsmodi (wie Texte, Bilder, Animationen) in Bezug auf Wahrnehmung, kognitive Verarbeitung und Wissenserwerb beim Einsatz unterschiedlicher Medien zu diskutieren. Als Gastsprecher stellten John Bateman / Universität Bremen (Abb.1), Neil Cohn / Universität Tilburg, Niederlande (Abb.3&4), Mike Stieff / University of Illinois at Chicago (Abb.2), Zacharias Zacharia / Universität Zypern (Abb.6) und Leilah Lyons / University of Illinois at Chicago (Abb.6&7) ihre Forschung vor.
Im Gespräch mit dem IWM erklärten die Keynote-Speaker, warum die Forschung zu Multimodalität so relevant ist: „Ich denke, wir haben ein gutes Verständnis davon, dass Menschen durch multiple Modi lernen.“, sagt Mike Stieff, Professor für Lernwissenschaften in Chicago. „Aber es ist wichtig, dass wir untersuchen, wie diese Prozesse genau funktionieren. Dadurch können wir bessere Theorien zu Multimodalität formulieren sowie Maßnahmen und Anwendungen gestalten, die Menschen beim Lernen mit multiplen Repräsentationen helfen.“ Leilah Lyons, Professorin für Lernwissenschaft und Computerwissenschaft in Chicago, meint dazu: „Wie könnte es nicht wichtig sein? Multimodalität ist so dominant in der menschlichen Interaktion und beim Lernen. Aus dieser Perspektive zu forschen ist für mich daher selbstverständlich.“  Ähnlich sieht das auch Linguistiker John Bateman aus London, der an der Universität Bremen arbeitet:  „Das ganze Leben ist multimodal. Bisher ist die Forschung dazu in unterschiedliche Disziplinen fragmentiert. Aber das gibt uns nicht das notwendige Verständnis, wie wir in der heutigen Gesellschaft, die so multimodal ist, interagieren.
Die Summer School führte daher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen einschließlich  experimenteller Psychologie, Neurowissenschaften, Computerwissenschaften sowie Lernwissenschaft und Linguistik.  „Das sind Forschungscommunities, die normalerweise nicht zusammenkommen und sich untereinander nicht kennen.“, sagt Katharina Scheiter, die Mitorganisatorin der Veranstaltung und Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am IWM. „Wir haben ganz unterschiedliche Zugänge zur Multimodalität sowohl theoretisch als auch methodisch. Das hat die Summer School gezeigt. Dadurch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aber auch neue Perspektiven aktivieren und Anregungen für die eigene Forschung mitnehmen.

 

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05.06.2018  |  Multi-Touch-Tisch für Tübinger Rathaus-Foyer: OB Palmer zu Besuch am IWM
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Ein virtueller Rundgang durch Tübingen: Ob durch das Reinzoomen in die digitale Stadtkarte, das Aufpoppen von Bildern historischer Bauten oder spannende Hintergrundinformationen in Begleittexten und Bildern. Der vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Kooperation mit der Stadt Tübingen entwickelte Tisch bietet interaktive Wissensvermittlung zur Tübinger Stadtgeschichte. Er soll als Besucher-Informations-System dienen und in erster Linie einen Überblick über Sehenswürdigkeiten in der Tübinger Innenstadt geben. So sollen u.a. das Rathaus, das Schloss Hohentübingen, die Stiftskirche, die Alte Aula und die Neckargasse virtuell erfahrbar werden. Dabei können jeweils mehrere Dokumente auf dem Tisch simultan präsentiert werden, so dass er von verschiedenen Personen gleichzeitig genutzt werden kann. Der Multi-Touch-Tisch und seine Darstellungsmöglichkeiten sind ein Ergebnis langjähriger Forschung am IWM. Zudem wird er nach seiner Aufstellung im Tübinger Rathaus auch weiter von IWM-Forschung begleitet. So sollen mögliche Interaktionsformen für die Nutzung im Rathaus weiter optimiert werden, um Inhalte leichter abrufbar und besser erfahrbar zu machen. Ein Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf den kognitiven Prozessen, die für das Verstehen und Erinnern multiperspektivischer, historischer und geographischer Informationen wichtig sind.
Prof. Peter Gerjets leitet die Arbeitsgruppe Multimodale Interaktion am IWM und beschäftigt sich für den Tisch mit der Frage, wie Wissen mit digitalen Medien so vermittelt werden kann, dass möglichst viel davon erinnert wird: "Die Entwicklung des interaktiven Informationstisches für das Tübinger Rathaus ist für mich derzeit ein besonders spannendes Projekt, weil es nicht nur eine Anwendungsperspektive bedient, sondern auch neue Forschungszugänge ermöglicht: So können wir mit dem Projekt einerseits zeigen, wie unsere Forschungserkenntnisse über intuitive Besucher-Information-Systeme in attraktive Angebote für die Wissensvermittlung verwandelt werden können. Andererseits können wir durch die Aufstellung des Tisches im Rathaus in Zukunft auch besonders belastbare Forschungsergebnisse dazu generieren, wie umfangreich Besucher nach der Nutzung des Tisches über die Geschichte der Stadt informiert sind und wie gut sie sich vor Ort zurechtfinden.“
Der Tübinger Oberbürgermeister und die erste Bürgermeisterin Dr. Christine Arbogast waren gestern mit anderen Beteiligten der Stadt für ein Projekttreffen zu Besuch im IWM. Besprochen wurde der aktuelle Zwischenstand des Tübinger Tisches – kurz „Tüsch“-  wie etwa seine Interaktionsmöglichkeiten und die Entwicklung der Kartendarstellung. Severin Opel ist seit November 2017 am IWM als Software-Entwickler tätig. Im Rahmen des Projekts entwickelt er die Software: "Für mich ist die große Herausforderung an dem Projekt eine intuitiv bedienbare Anwendung für ein Medium zu schreiben, das von mehreren Nutzern gleichzeitig bedient werden soll, unabhängig davon, von welcher Seite der Nutzer an den Tisch herantritt."


04.06.2018  |  Wissenschaft trifft Politik. Ulrike Cress im Bundestag
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Mit dem Format „Leibniz im Bundestag“ bringt die Leibniz-Gemeinschaft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Abgeordneten zusammen. Der Einsatz digitaler Medien in Bildungseinrichtungen  und das Lernen und Lehren mit Medien sowie die entsprechende Medienkompetenz steht im Mittelpunkt des Gesprächs von Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM).  Am 5. Juni kommt Cress mit Birke Bull-Bischoff (Die Linke) zusammen und am 6.Juni mit Dr. Wiebke Esdar (SPD).
Das IWM beschäftigt sich als einziges deutsches Forschungsinstitut mit Wissensprozessen in Zeiten der Digitalisierung. Neue digitale Technologien sind allgegenwärtig, ihr Fortschritt rasant. Mindestens genauso vielfältig sind die Fragen in Bezug auf diese Entwicklungen. Wie können digitale Medien eingesetzt werden, um Wissensprozesse zu verbessern? Wie können sie unser Denken vertiefen und unser Verstehen optimieren? Welche Rolle kommt ihnen im Austausch von Wissen zu? Am IWM liefern wir heute Antworten auf die Fragen von morgen. "Flächendeckend Kinder und Erwachsene für das digitale Zeitalter fit zu machen, das ist eine der zentralen Aufgaben unseres Landes", so Cress. "Dazu kann die Forschung einiges beitragen. Deshalb halte ich das Format "Wissenschaft trifft Politik" für ein ganz hervorragendes Gesprächsformat."  
Das Format „Leibniz im Bundestag“: In persönlichen Einzelgesprächen werden gesellschaftsrelevante Themen aus den verschiedensten Bereichen besprochen. So aus den Geisteswissenschaften und Bildungsforschung, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften, Lebenswissenschaften, Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie aus dem Bereich Umweltwissenschaften.


28.05.2018  |  Ana Levordashka erhält den Herbert S. Dordick Award für die beste Dissertation in “Communication and Technology”
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Am Sonntagabend, den 27.Mai, hielt Ana Levordashka den Preis in ihren Händen. Ihre Dissertation hatte sie am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen gemacht.  Hier untersuchte sie, wie Menschen die zahlreichen Meldungen auf sozialen Medien verarbeiten. Ein zentrales Ergebnis ist, dass schon das Überfliegen von Meldungen dabei hilft, sogenannte ambient awareness - ein Wissen darüber, wer im Netzwerk was macht - zu entwickeln.
Der Herbert S. Dordick Award wurde im Rahmen der Konferenz der „international communication association“ (ICA) in Prag verliehen. „Mit dem Dordick Dissertation Award wird die herausragendste Dissertation im Bereich Kommunikation und Technologie ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr abgeschlossen und verteidigt wurde. […] Mit dieser Auszeichnung wird das Andenken an Prof. Herbert S. Dordick (1925-1998) gewürdigt, einen angesehenen Telekommunikationsingenieur, Stadt- und Stadtpolitiker und Intellektueller, Lehrer und Mentor.“


24.05.2018  |  Mal das Handy beiseite legen? Mütter und Facebooknutzende im Fokus der Forschung. Lara Wolfers und Sonja Utz auf der ICA in Prag
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Vor dem Hintergrund sich entwickelnder Technologien und sich verändernder soziokultureller und politischer Dynamiken veranstaltet die ICA (international communication association)  vom 24. bis 28. Mai ihre diesjährige Konferenz in Prag. Lara Wolfers vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) präsentiert dort am Freitag, den 25. Mai, das Thema "Put Your Phone Down? How Mothers' Smartphone Use Is Associated With Sensitivity“. Wolfers erforscht in der Nachwuchsgruppe Soziale Medien am IWM, wie Eltern Medien und soziale Netzwerke nutzen und welchen Einfluss dies auf den familiären Alltag und ihre Kinder haben kann.  Am Sonnabend, den 26. Mai, spricht Nachwuchsgruppenleiterin Prof. Dr. Sonja Utz dann über die Effekte von Facebooknutzung: „The Effects of Facebook Use after Self-threat: Decrease of Negative Mood, but no Increase of Self-esteem“. In ihrer Studie „Redefining tie strength“ wurden die Effekte der Nutzung verschiedener sozialer Medien untersucht. Ein Ergebnis: Facebook bringt soziale Unterstützung und führt langfristig nicht zu mehr Stress oder geringerer Lebenszufriedenheit. Diese Längsschnittstudie wurde als Open Data zur Verfügung gestellt. Am Freitag, den 25. Mai, spricht Utz darüber in einem Panel: „Open Data and Its Impact on the Discipline“.


17.05.2018  |  Was sind Experten, was Laien? – Ulrike Cress über Citizen Science auf dem Deutschen StiftungsTag 2018
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Digitalisierung ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die fast alle Bereiche unseres Lebens erfasst. Nun liegt es an den Mitgliedern der Gesellschaft, die Veränderungen durch Digitalisierung verantwortungsvoll zu gestalten. Diese Verantwortung betrifft in besonderem Maße auch Stiftungen. Der diesjährige Deutsche StiftungsTag, der vom 16. bis 18. Mai in Nürnberg stattfindet, beschäftigt sich aus diesem aktuellen Anlass mit dem Schwerpunktthema „Update! Stiftungen und Digitalisierung“.
Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) und Leiterin des WissenschaftsCampus Tübingen (WCT), spricht vor dem Arbeitskreis Wissenschaft und Forschung des Bundesverbands Deutscher Stiftungen zum Thema „Was sind Experten, was Laien? Wie die Digitalisierung die Wissensordnung verändert“. Hintergrund ist, dass durch die fortschreitende Digitalisierung die Partizipation von Laien in der Wissenschaft (Citizen Science) erleichtert wird.
Ist Citizen Science eine Möglichkeit, der zunehmenden Entfremdung von Wissenschaft und Bürgern entgegenzuwirken? Kann Citizen Science dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürgern die Wissenschaft wieder näher zu bringen, indem sie zu Mit-Akteuren werden? Der Vortrag geht der Frage nach, welchen Beitrag Citizen Science tatsächlich für die mittlerweile hoch komplexe Wissenschaft leisten kann, und wo Grenzen des Miteinanders bestehen. Der Vortrag wird von Manuel J. Hartung, dem Ressortleiter ZEIT-Chancen, kommentiert.


09.05.2018  |  Virtuelle Welten als Tor zur Vergangenheit – Stephan Schwan in Kooperation mit dem Museum für Antike Schifffahrt des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) und der Hochschule Mainz
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Am RGZM in Mainz wird ein Forschungslabor aufgebaut. Künstliche Realitäten lassen hier die Besucher Welten erleben, die es nicht mehr gibt. So sollen Mixed- und Virtual Reality sowie digitale Modelle und Game-Applikationen diesen Zugang ermöglichen. Ein Beispiel – das Abtauchen in eine virtuelle Wasserwelt. Hier lässt sich ein römisches Frachtschiff erkunden, das im ersten Jahrtausend gesunken ist. 

Dieses virtuelle Erlebnis ist Teil des Projektes „Mixed Reality Open Lab“, in dem durch eine Kooperation das Potential digitaler Technologien für informelle Lernorte, wie das Museum,  optimal ausgelotet wird. Die Inhaltsexperten des RGZM arbeiten hier zusammen mit den Technikexperten der Informatik der Hochschule Mainz und den Besucherexperten des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM). Prof. Dr. Stephan Schwan (IWM) betreut die Studien zur Wissensvermittlung digitaler Darstellungen und zur Besucherwahrnehmung als verantwortlicher wissenschaftlicher Leiter. Das Projekt „Mixed Reality Open Lab“ ist Teil des Aktionsplans der Leibniz-Forschungsmuseen, die innovative Vermittlungsformate erarbeiten.
Die 3-D-Rekonstruktion des römischen Frachtschiffs wird im Rahmen der 1. Mainzer Science Week vom 2. bis 9. Mai präsentiert. In einem begleitenden Experten-Workshop zu „Virtual, Mixed und Augmented Reality als Mittel der Wissensvermittlung im Museum“ hält Stephan Schwan am 9. Mai einen Impulsvortrag mit dem Thema „Den Mehrwert überprüfen!? Überlegungen zu Untersuchungen zur Wirkung beim Publikum“. Seine Forschungs- und Themenschwerpunkte umfassen die kognitive Verarbeitung und das Verstehen von dynamischen audiovisuellen Darstellungen, den Wissenserwerb mit digitalen topographischen und thematischen Karten sowie die Rolle digitaler Medien und authentischer Exponate für das informelle Lernen in Museen und Ausstellungen.


09.05.2018  |  Rechnen lernen mit Finger – Korbinian Moeller über Lernhilfen und ihren Nutzen beim Deutschlandfunk
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Fast alle Kinder nutzen ihre Finger zum Zählen und Rechnen. Doch ob Finger ein nützliches Hilfsmittel beim Lernen sind – darüber scheint man sich uneinig. Zeitweise war es sogar in den Klassenzimmern verboten.


Das sogenannte fingerbasierte numerische Lernen ist Teil der Forschung des Lern- und Wissenspsychologen Korbinian Moeller. Am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) untersucht er in der Nachwuchsgruppe Neuro-kognitive Plastizität die kognitiven und neuronalen Grundlagen numerischer Fertigkeiten unter Verwendung neurokognitiver Forschungsmethoden. Und die Forschung zeigt: Finger spielen eine wertvolle Rolle für den Erwerb des Zählens, des Verständnisses kardinaler Mengen und des initialen Rechnens. So erklärt Moeller in einem Radiobeitrag beim Deutschlandfunk, dass sie weit mehr  als nur ein technisches Hilfsmittel sind: "Kinder, die mit den Fingern rechnen, Fingerspiele machen, laut abzählen oder Zahlen zeigen, lernen Mathematik über verschiedene Kanäle: sie sehen, hören und spüren die Zahlen – so prägen sie sich besser ein.“ (Der Radiobeitrag hier zum Nachhören)  In einem weiteren Interview für Deutschlandfunk Kultur erläutert er u.a.,  welche Befürchtungen hinter der Ablehnung des Fingerrechnens stehen und worin seine Vorteile liegen. (Korbinian Moeller im Gespräch mit Dieter Kassel hier zum nachhören.) 


08.05.2018  |  "Digitalisierung und Bildung: Potenziale und Herausforderungen aus der Perspektive der Bildungsforschung" – die LERN 2018 am IWM
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Vielfältig waren die Themen sowie  die Referentinnen und Referenten auf der diesjährigen wissenschaftlichen Jahrestagung des Leibniz-Forschungsverbundes Bildungspotenziale (LERN - Leibniz Education Research Network): „Bildung gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Bereichen der Gegenwart und Zukunft. Die Ausgestaltung und Leistungsfähigkeit des Bildungssystems und seiner Institutionen gilt als zentrale Ressource für wirtschaftliche Entwicklung, kulturellen Reichtum und sozialen Zusammenhalt in modernen Gesellschaften“. (Abb. 17-20)
Die Einführungsvorträge haben sich dementsprechend mit den Zukunftsthemen von Bildung auseinandergesetzt: Martin Merkt (Abb.1) vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) diskutierte die „Förderung eines kritischen Umgangs mit Informationen aus dem Internet“, auch relevant in der Debatte um Fake News, Datenschutz im Internet  und Cybermobbing. Mirjam Weis (School of Education (München) - TUM, Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien - ZIB) sprach über die „Erziehungsziele und Einstellungen von Eltern zur Nutzung von Smartphones und Tablets bei Kindern im Alter von null bis drei Jahren“, eine potentielle Zielgruppe für einen weiter wachsen wollenden Absatzmarkt (Abb.2). Doch bieten Tablets auch Potentiale für den Schulunterricht, deren Einsatz in wissenschaftlichen Studien reflektiert wird. So stellten Frank Reinhold (TUM) (Abb.3), Sarah Hofer (ZIB), Stefan Hoch (TUM), Bernhard Werner (TUM), Jürgen Richter-Gebert (TUM) und Kristina Reiss (TUM) „Schulartspezifische Unterschiede des Einsatzes von iPads im Mathematikunterricht der sechsten Jahrgangsstufe. Ergebnisse einer empirischen Studie und weiterführende Fragestellungen“ vor.  Es folgten weitere Vorträge und Diskussionen u.a. von Felicitas Macgilchrist (GEI, Universität Göttingen) „Datafication and Education“ (Abb.4), von Olaf Köller (Abb.5) und Jennifer Meyer (IPN) „Automatisches Kodieren von argumentativen Texten in der Fremdsprache Englisch: Erfahrungen aus einer Large-Scale Assessment Studie“ und Simon Janssen (IAB, IZA) (Abb.6) mit Jens Mohrenweiser (Bournemouth University) „The Shelf Life of Incumbent Workers during Accelerating Technological Change: Evidence from a Training Regulation Reform“.
In zwei Knowledge Cafés konnten sich die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in Gruppen zu den Themen Lernförderung und digitale Bildungsmöglichkeiten austauschen sowie deren Fragen und Probleme diskutieren (Abb.7 & 8). Des Weitern wurden Poster präsentiert und besprochen, u.a. zu mediendidaktischen Themen, spielebasiertem Lernen, Tablets im Unterricht und digitalen Medien in Hochschulen und der Erwachsenenbildung. (Abb.9-13) Am zweiten Tagungstag stellte Prof. Dr. Katharina Scheiter vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) – dem diesjährigen Gastgeber der LERN  –  das Tübingen Digital Teaching Lab (TüDiLab) vor. Das TüDiLab simuliert ein Klassenzimmer, das mit aktuellen digitalen Medien und Erhebungsinstrumenten ausgestattet ist – für die Weiterbildung von Lehrkräften sowie für die Forschung der Wirkung des digital-basierten Unterrichts. (Abb.14 -16)

 

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08.05.2018  |  Stephan Schwan auf Science Slam in St. Petersburg
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Das Thema „Fußball“ – ein Sport, der nicht nur zur WM und EM die Menschen bewegt. Der Ball rollt auch in Russland über Vereinssportplätze und den heimischen Bildschirm. Und immer geht es um die Frage „Wer gewinnt das Spiel?“ Doch wie bewerten eigentlich die zuschauenden Fans den Spieleverlauf und die Chancen ihrer Mannschaft?


Am 5. Mai. erklärte so Prof. Dr. Stephan Schwan vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) auf einem Science Slam in St. Petersburg, wie Fußballfans eigentlich Fußball schauen. In einer groß angelegten Studie zusammen mit dem Institut für Medienwissenshaft der Uni Tübingen hatten Probanden ein Champions League Spiel live verfolgt. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verfolgten wiederum deren Blickrichtungen beim Spiel, die von den Probanden vorgenommene Aufgliederung des Spieleverlaufs in bedeutsame Abschnitte  sowie ihre beantworteten Fragebögen, die unmittelbar nach dem Spiel erstellt wurden.

Die Ergebnisse zeigten: Die Wahrnehmungsprozesse gleichen sich zwar während des Spiels (denn die Blickrichtungen sind gleich), aber die Erinnerung der Zuschauer verzerrt sich zugunsten der favorisierten Mannschaft. Für diese wurden mehr Spielanteile erinnert, für das gegnerische Team weniger.


Der Science Slam wurde von dem Deutsch-Russischen Forum e.V. und Bumaga zur anstehenden WM veranstaltet. Die Slam-Beiträge der deutschen Slammer und Slammerinnen wurden simultan auf Russisch gedolmetscht.


 Link zum Science Slam  (Vortrag Stephan Schwan ab 1:06:50)


04.05.2018  |  Argumente, Emotionen und Nachrichtenverbreitung in den sozialen Medien: Zwei neue Projekte der Universität Stuttgart für den Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen „Cognitive Interfaces“
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Im Mai 2018 werden zwei Projekte, die an der Universität Stuttgart angesiedelt sind, mit dem Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen (WCT) assoziiert. Die beiden Projekte, die jeweils aus Tandems des IWM und der Universität Stuttgart bestehen, werden für die Dauer von drei Jahren von der Universität Stuttgart finanziert. Die Assoziierung stellt eine wichtige Vorarbeit für den Exzellenzclusterantrag „Verstehen verstehen: Sprache und Text“ dar, welcher von den Universitäten Stuttgart und Tübingen gemeinsam mit dem IWM eingereicht wurde.
Der Wissenschaftliche Beirat des WCT empfahl die Projekte „Emotion und Argument in digitalen Informationsumwelten“ von Prof. Dr. Sebastian Padó, Dr. Roman Klinger (Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Kai Sassenberg (IWM) sowie „Visuelle Analyse von thematischen Veränderungen in Meldungen (sozialer) Medien“ von Prof. Dr. Thomas Ertl, Dr. Steffen Koch (Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme der Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Sonja Utz (IWM) zur Assoziierung mit dem Leibniz-WissenschaftsCampus Tübingen.


Zur Pressemitteilung  


04.05.2018  |  „Heterogenität im Studium: Was leisten digitale Medien?“ Neues Themenspecial auf e-teaching.org
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Wie können digitale Medien dazu beitragen, Benachteiligungen von Studierenden auszugleichen? Können digitale Medien eingesetzt werden, um individuelle Lernvoraussetzungen zu berücksichtigen und individuelle Lernprozesse zu optimieren? Welche Möglichkeiten bieten digitale Medien, die Vielfalt von Studierenden positiv in die Lehre einzubeziehen? 

Im e-teaching Themenspecial „Heterogenität im Studium: Was leisten digitale Medien?“ werden diese und andere Fragen in Online-Events diskutiert und mit Beispielen aus der Hochschulpraxis veranschaulicht.

Zwischen dem 7. Mai und 9. Juni 2018 setzen sich sechs begleitende Online-Events intensiv mit dem Thema „Heterogenität im Studium:  Was leisten digitale Medien?“ auseinander. Die Auftaktveranstaltung „Lehrqualität für heterogene Studierende gestalten: Welche (digitalen) Unterstützungsangebote sind sinnvoll?“ findet am Montag, den 07. Mai 2018, um 14 Uhr statt. Die Online-Events sind für alle Interessierten frei zugänglich.


Link zur Pressemitteilung und weiteren Terminen


27.04.2018  |  Prof. Dr. Korbinian Moeller mit Vortrag auf der ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems in Montreal
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Interaktive Oberflächen, wie Handydisplays, aber auch Multi-Touch Tische, werden immer verbreiteter und erlauben mehr und mehr körperliche Interaktion:  einerseits mit diesen Medien und andererseits mit ihren Lerninhalten.


Wie interaktive Technologien zukünftig effektiv in verschiedensten Bereichen des Lebens eingesetzt werden können, diskutieren WissenschaftlerInnen, WirtschaftsvertreterInnen, und AnwenderInnen vom 21. bis 26.04.2018 auf der ACM CHI Conference on Human Factors in Computing Systems in Montreal. Prof. Dr. Korbinian Moeller vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) stellte hier am Mittwoch, den 25.04.2018, die Ergebnisse einer Trainingsstudie vor, in der Vorschulkinder mithilfe von übergroßen LEGO-ähnlichen Steinen, die beim Auflegen auf einen Multi-touch Tisch von diesem erkannt und verarbeitet werden können, ihre numerischen Fähigkeiten verbessern konnten. In seiner Forschung beschäftigt sich Moeller eingehend mit Einflüssen körperlicher Erfahrungen (z.B. durch das Manipulieren von LEGO-ähnlichen Bausteinen) auf die numerische Entwicklung von Kindern. Dieser Ansatz im Sinne von embodied cogniton war bereits in verschiedenen Studien erfolgreich und zeigt damit, wie wichtig körperliche Erfahrungen für die numerische Entwicklung sind.


26.04.2018  |  Habilitation für Dr. Peter Holtz „Sozialpsychologie im Informationszeitalter“
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Welchen Einfluss haben digitale Kommunikationstechnologien auf Prozesse der politischen Meinungsbildung? Haben bestimmte Formen der Mediennutzung einen negativen Einfluss auf die Entwicklung Jugendlicher? Wie kann man Soziale Medien als Datenquelle für sozialpsychologische Forschung nutzen?
Diese Fragen hat Dr. Peter Holtz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in seiner Habilitation untersucht. Holtz hat sich zum Thema "Social Psychology in the Information Age" an der Johannes Kepler Universität Linz habilitiert und die Lehrbefugnis für die gesamte Psychologie erworben. Der Psychologe nutzt beispielsweise Internetdaten, wie Beiträge in Internetforen, um Meinungsdynamiken besser zu verstehen. "In fast allen Bereichen unseres Alltagslebens spielen Soziale Medien eine immer größere Rolle; Sozialpsychologen stehen heute vor der Herausforderung, möglichst effizient und ethisch vertretbar Daten aus Sozialen Medien für ihre Forschung nutzbar zu machen", erklärt Holtz. Er ist seit Dezember 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter im EU-Projekt "AFEL - Analytics for Everyday Learning" in der AG Wissenskonstruktion des IWM. Im Rahmen des Projekts beschäftigt er sich mit sozio-kognitiven Modellen des medial vermittelten Alltagslernens und sucht nach Möglichkeiten, in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der IT die hierzu gewonnen Erkenntnisse für die Gestaltung internetbasierter Plattformen für kollaboratives Lernen nutzbar zu machen.


25.04.2018  |  Wissenschaftliche Fachtagung LERN 2018 am IWM "Digitalisierung und Bildung: Potenziale und Herausforderungen aus der Perspektive der Bildungsforschung"
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„Bildung ist ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft, der von der Digitalisierung zunehmend gestützt wird. Digitale Medien helfen uns bereits jetzt, das Bildungssystem weiter auszugestalten und leistungsfähiger zu machen. Doch wie wir diese Möglichkeiten wirksam einsetzen, um dabei Lehrende und Lernende gleichermaßen zu unterstützen, ist weiterhin eine zentrale Frage der Forschung“, sagt Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin vom Leibniz- Institut für Wissensmedien (IWM).
Daher richtet das IWM am 26. und 27. April 2018 die wissenschaftliche Fachtagung LERN "Digitalisierung und Bildung: Potenziale und Herausforderungen aus der Perspektive der Bildungsforschung" aus. In den zwei Tagen stellen Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale (LERN) unter anderem ihre Ergebnisse zum Einsatz von digitalen Medien im Unterricht vor, diskutieren über Erfolgsfaktoren von Digitalisierungsprojekten und gehen auf die oftmals übergangene Perspektive von Lehrenden ein. Dadurch wird die im Verbund vorhandene Expertise sichtbar und weiterer Forschungsbedarf identifiziert.


12.04.2018  |  Physiotherapie 3.0: Online-Peer-Tutoring in der fachpraktischen Ausbildung
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Vernetzung und Wissenstransfer über digitale Medien spielen bei der gegenseitigen Beratung zwischen medizinischen Expertinnen und Experten eine immer bedeutendere Rolle. Forscherinnen und Forscher vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) bieten Physiotherapeuten jetzt die Möglichkeit,  bereits in der Ausbildung das erlernte Fachwissen online auszutauschen. 
Dr. Martina Bientzle (IWM) und Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle (IWM) haben zusammen mit Christine Lechner (Lehrkraft für Physiotherapie, ulmkolleg) ein Online-Peer-Tutoring Konzept für die fachpraktische Ausbildung (kurz OPTIFA) von Physiotherapeuten entwickelt. Über eine Onlineplattform können Azubis physiotherapeutische Befunde, die sie im Fachpraktikum erheben, hochladen, gegenseitig korrigieren und ergänzen. Nach der Diskussion gibt die Lehrkraft dann individuelles Feedback durch anleitende Fragen.
Nicht immer deckt die Betreuungssituation in der Ausbildung den Betreuungsbedarf ab. „Wenn die Schülerinnen und Schüler im Blockpraktikum an verschiedenen Kliniken sind, sehen sie sich kaum. Ein Austausch ist selten und auch eine Supervision durch eine Lehrkraft der Schule findet im Blockpraktikum nur ein- bis zweimal die Woche statt“, erklärt Martina Bientzle. „Die Plattform ermöglicht es daher, sich orts- und auch fachübergreifend zu beraten und bietet eine Schnittstelle zwischen den praktischen und theoretischen Inhalten der Ausbildung.“
Die Berufsfachschule ulmkolleg wendet das Konzept bereits an. „Wir freuen uns über die aktive Nutzung der Plattform. Das ulmkolleg hat OPTIFA zum Austausch mit der PT Akademie Tübingen genutzt und für die Anwendung der Onlineplattform Unterrichtsstunden eingeführt. So arbeiten die Schülerinnen und Schüler gleichzeitig auf der Plattform und bekommen zeitnah Rückmeldung zu ihren Beiträgen“, so Bientzle. Das IWM Team wird das ulmkolleg auch weiterhin begleiten. Ein nächster Schritt ist die Erstellung eines Onlineportfolios, in dem die angehenden Physiotherapeuten ihre Praxisbeurteilungen sammeln und für die Examensvorbereitung nutzen können.
Mehr zu OPTIFA in der Februar- und Märzausgabe der Zeitschrift für Physiotherapeuten 2018.


11.04.2018  |  OPEN! Podiumsdiskussion über Künstliche Intelligenz mit Ulrike Cress jetzt als Video
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Dieses Jahr hatte die Open! „Offene Kultur in Zeiten künstlicher Intelligenz“ zum Thema. Prof. Dr. Ulrike Cress vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) sprach auf dem Podium zum Thema „KI – Katalysator oder Feind einer offenen Gesellschaft?“. Sie berichtete u. a. von „Kognitiven Schnittstellen“, wie sie im Leibniz-WissenschaftsCampus am IWM erforscht werden. Ferner erörterte sie mit Experten der OSB Alliance, der user generated design GmbH, dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, Google  und dem Publikum die Perspektiven und den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Die Konferenz wurde u. a. von der MFG Baden-Württemberg veranstaltet und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg unterstützt.

 

Link zum Video


10.04.2018  |  Workshop zur selektiven Informationsverarbeitung am IWM
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Das Postdoc-Netzwerk Kognitive Konflikte bei der Mediennutzung veranstaltet vom 10. bis 11. April 2018 einen Workshop zu „Selective Information Processing during Digital Media Use“ am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen. Forscherinnen und Forscher aus Deutschland und den Niederlanden – darunter auch einige IWM-Alumni – präsentieren hier ihre Forschung zur selektiven Informationsverarbeitung. Digitale Technologien ermöglichen heutzutage den Zugriff auf eine Fülle an Informationen. „Mit einer hohen Informationsdichte geht allerdings auch die Gefahr einer Überflutung einher. Die Nutzerinnen und Nutzer digitaler Medien wissen beispielsweise oft nicht, welche Informationen für ihr Ziel relevant sind“, sagt Dr. Anne Schüler (IWM).  Sie ist stellvertretende Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am IWM und Mitorganisatorin des Workshops. „Es ist wichtig, die Verarbeitungsprozesse der User zu kennen, um dann digitale Inhalte gezielt so aufzubereiten, dass es zu keinem ungünstigen Verarbeitungsprozess kommt“, fügt Anne Schüler hinzu. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beleuchten im Workshop dabei ganz unterschiedliche (positive und negative) Praxisbeispiele von selektiver Informationsverarbeitung und diskutieren über Meinungsbildung in Echokammern, Informationsverzerrungen im wissenschaftlichen Bereich sowie über die Verarbeitung von Informationen in digitalen Umgebungen und beim multimedialen Lernen.
„Der Workshop bietet eine einmalige Gelegenheit, Forscherinnen und Forscher aus verschiedenen Themenbereichen wie z.B. Kommunikationswissenschaft, Sozialpsychologie, politische Psychologie und Textverstehens-  und Multimediaforschung zusammenzubringen und aus den unterschiedlichen Perspektiven heraus zu diskutieren, wie Informationsverarbeitung im digitalen Zeitalter funktioniert und welche Chancen digitale Medien dabei bieten“, so Anne Schüler. 

 

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10.04.2018  |  Stephan Schwan als Experte im Niedersächsischen Landtag für den Ausschuss „Wissenschaft und Kultur“
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Auf Antrag der SPD und CDU „Chancen und Potenziale der Digitalisierung für Niedersachsen nutzen - Digitalisierungsprofessuren fördern“ fand gestern im Niedersächsischen Landtag die Anhörung im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur in einer öffentlichen Sitzung statt. Prof. Dr. Stephan Schwan vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) wird als Experte im Landtag Stellung nehmen. Ausgehend vom Kompetenzprofil des IWM konzentriert sich seine Stellungnahme auf die in der Anfrage genannten Aspekte der Rolle von Digitalisierungsprofessuren für die
Vermittlung von Wissen über die Digitalisierung, die Digitalisierung der Bildung sowie die
Entwicklung und den Ausbau von Digitalkompetenz und Medienkompetenzen in Studium und
Lehre, insbesondere auch im Lehramtsstudium. Insgesamt unterstützt das IWM die Einführung von Digitalprofessuren, die sowohl Informatik als auch bildungs- und sozialwissenschaftliche Expertise nachweisen.



09.04.2018  |  Zahlen im Kopf. Dr. Julia Bahnmüller und Silke Bieck auf der Konferenz „Mathematical Cognition and Learning Society“ in Oxford
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Mathematik und Zahlen sind allgegenwärtig – sei es beim Einkaufen, beim Lesen von Fahrplänen oder beim Verstehen von Packungsbeilagen und Verfallsdaten. Eine  besondere Rolle spielen sie zudem auch beim Umgang mit modernen Technologien. Dr. Julia Bahnmüller vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) beschäftigt sich in der Nachwuchsgruppe Neuro-kognitive Plastizität mit den behavioralen und neuronalen Grundlagen der Zahlenverarbeitung sowie der Entwicklung numerischer Kompetenzen.
Auch die Mathematical Cognition and Learning Society (MCLS) hat es sich zum Ziel gemacht, Forschung im Bereich der Zahlenverarbeitung und des mathematischen Lernens verstärkt zu kommunizieren, um so das Verständnis von typischen und atypischen Entwicklungsverläufen aber auch damit assoziierter neuronaler, genetischer sowie Umweltfaktoren und kultureller Variationen weiter voranzutreiben. Auf der internationalen Tagung Mathematical Cognition and Learning Society im Herzen von Oxford hält Julia Bahnmüller am 8. und 9. April einen Vortrag, im dem sie ihre Arbeit zu sprachlichen Einflussfaktoren auf die Verarbeitung mehrstelliger Zahlen vorstellt. Weiterhin präsentiert auch Silke Bieck, Doktorandin an der Graduiertenschule LEAD und assoziierte Mitarbeiterin des IWM, in einem Vortrag Ergebnisse einer spielbasierten Trainingsstudie zum Erlernen von Bruchzahlen, bei der der Trainingserfolg sowohl anhand von Leistungsvariablen als auch auf neuronaler Ebene untersucht wurde.


04.04.2018  |  Musik komponieren mit LEGO-Steinen. Der IWM-LEGO-Tisch auf der Phänomenta in Flensburg
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Die Phänomenta, ein Science-Center der Universität Flensburg, hat einen LEGO-Tisch gekauft und mit der Software aus der Medienentwicklung des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) eingerichtet. Am Donnerstag, den 29. März, wurde der LEGO-Tisch der Presse von Uwe Oestermeier aus der Medienentwicklung des IWM vorgestellt.
Die Phänomenta hat ca. 65000 Besuchern im Jahr und zeigt vor allem Exponate, die zum Ausprobieren, Beschreiben und Erklären einladen. Beispiele sind eine mehrere Meter lange Metallspirale, mit der Longitudinal- und Transversalwellen erzeugt werden können; ferner Seilzüge, mit denen man sich selbst hochheben kann und viele andere mechanische, optische und akustische Experimente. Ziel ist es, die Besucher mit interessanten und zum Teil verblüffenden Phänomenen untereinander in den Dialog treten zu lassen. Auf den LEGO-Tisch aufmerksam wurde der Vorsitzende des Phänomenta e.V. Dr. Michael Kiupel durch einen Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Cress vom IWM in Flensburg im Rahmen des Fünften Sankelmarker Gesprächs zur Lehrerbildung 2017. Das Gespräch zwischen dem IWM und der Phänomenta behandelte nun die Frage, wie der LEGO-Tisch (der vor allem zur Entwicklung eines bis zu zehn Doppelstunden angelegten Kompositions-Kurses dient) so als Exponat umgestaltet werden kann, dass er für die relativ kurzen Aufenthalte an Stationen in einer Ausstellung geeignet ist. Die Phänomenta wird im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres mehrere Varianten der Vermittlung erproben. Es ist geplant in Zusammenarbeit mit der Pädagogik der Universität Flensburg Workshops anzubieten, an denen Schulklassen und Lehrer teilnehmen können.


04.04.2018  |  Wie Krabben und Schildkröten informatisches Denken fördern

Holzschildkröten, bunte Stecker und ein Schatz –Doktorandin Katerina Tsarava von der Arbeitsgruppe Neuro-kognitive Plastizität des Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) spielt für die Wissenschaft.  
Mit ihrem lebensgroßen Spiel „Krabben und Schildkröten“ untersucht Katerina Tsarava, wie sich die spielerische Umgebung auf die Entwicklung von informatischem Denken bei Kindern zwischen 8 und 9 Jahren auswirkt. Die Kinder lösen darin zum Beispiel Rechenaufgaben mit Variablen oder müssen sich eine effektive Sequenz an Schritten überlegen, um mit ihrer Spielfigur einen Schatz zu erreichen – ähnlich wie bei Kodierungskonzepten. Das trainiert Fähigkeiten, auf die informatisches Denken aufbaut, wie Abstraktion, Mustererkennung und Zerlegung eines Problems.
“Spiele oder spielerische Anwendungen werden immer wichtiger bei kognitivem Training, beim Lernen und anderen Bildungsmaßnahmen, da sie Spieler motiviert halten und zur Interaktion mit den Lerninhalten animieren“, sagt Tsarava. Aktuelle Forschungen zeigen sogar, dass Inhalte durch spielbasiertes Lernen effektiver angeeignet und gespeichert werden als bei konventionellen Methoden.
 
Bereits in ihrem Masterprojekt hat sich Tsarava mit informatischem Denken auseinandergesetzt und ein Spiel entworfen, das die Programmierfähigkeiten von Studenten fördert. Ihr aktuelles Spiel hat sie zusammen mit Lucia Leifheit von der LEAD Graduate School weiterentwickelt und in den Core Course „Verstehen wie Computer denken“ der Hector Kinderakademie integriert.  Das Spiel wurde bisher im Student Enrichment Center in Thessaloniki, in der Kinderakademie des Hector Institut für Bildungsforschung in Tübingen und am IWM getestet. In den kommenden Monaten setzen Katerina Tsarava und Lucia Leifheit weiterhin „Krabben und Schildkröten“ in verschiedenen Hector Kinderakademien in Baden-Württemberg ein (u.a. in Reutlingen und Lossburg).

 

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28.03.2018  |  Summer School „Multimodality and Knowledge Processes“ am IWM

Das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) lädt zur Summer School „Multimodality and Knowledge Processes” vom 6. bis 8. Juni ans IWM in Tübingen ein. Die Summer School wird von den Arbeitsgruppen Multiple Repräsentationen und Realitätsnahe Darstellungen des IWM organisiert und auf Englisch gehalten. 


Die Summer School beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel zwischen verschiedenen Sinneskanälen (wie Sehen und Haptik) und den Darstellungen von Informationen (Text, Bilder, Animationen). Zentrale Frage ist dabei, wie bei der Nutzung verschiedener Medien Informationen wahrgenommen, kognitiv verarbeitet und Wissen angeeignet wird. 


Innerhalb der drei Tage werden führende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Disziplinen – wie Bildungswissenschaft, experimenteller Psychologie und Linguistik – ihre Expertise in morgendlichen Vorträgen weitergeben: Neil Cohn (Tilburg University) hält eine Einführung zur visuellen Sprache und zu seinem kognitiven multimodalem Modell. John Bateman (Universität Bremen) stellt seine linguistische und semiotische Arbeit zu Multimodalität vor. Mike Stieff (University of Illinois at Chicago) spricht über das Lernen mit multimodalen Repräsentationen. Zacharia Zacharias (University of Cyprus) diskutiert über die Rolle von physischen und virtuellen Manipulatoren beim Lernen. Leila Lyons (University of Illinois at Chicago) gibt einen Überblick über die Nutzung von multimodalen Interaktionsmedien in informellen Lernumgebungen.
Zu jedem Vortrag bieten die Sprecher und Sprecherinnen einen Workshop am Nachmittag an.


Die Vorträge am Morgen sind öffentlich. Die Summer School ist kostenlos und richtet sich vor allem an Doktoranden, Doktorandinnen und Postdocs. Zur Anmeldung füllen Sie bitte das Formular IWM Summer School 2018 Registration Form.docx aus und senden es an Luitgard Fink ( l.fink@iwm-tuebingen.de). Die Teilnehmerzahl ist auf 40 Personen beschränkt.


Anmeldung bis 30. April 2018.
Rückmeldung zur Teilnahme bis 7. Mai 2018.


Programm mit Abstracts (PDF)


23.03.2018  |  Lara Ditrich auf dem Symposium „Brexit & The Rise of Populism – Insights from Political and Psychological Sciences" in Canterbury
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Europaskepsis, Brexit und zunehmender Populismus - nur drei der Herausforderungen, mit denen sich die europäische Union derzeit auseinandersetzen muss. Jedes dieser Phänomene birgt große politische wie soziale Sprengkraft, was sie zu einem spannenden Anwendungsfeld für psychologische Forschung macht.
Aktuelle Ergebnisse dieser Forschung werden im Rahmen des Symposiums Brexit & The Rise of Populism - Insights from Political and Psychological Sciences diskutiert, das an der University of Kent in Canterbury stattfindet. Dr. Lara Ditrich vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) präsentiert in diesem Rahmen ein Poster. Es beleuchtet ihre Arbeit zu unterschiedlichen Identitätsdynamiken schottischer Einwohner im Zusammenhang mit der Situation in Großbritannien nach dem Brexit-Referendum. In ihrer Forschung beschäftigt sich Ditrich damit, welche Faktoren und Prozesse die Zusammensetzung von Gruppen sowohl im Offline- als auch im Online-Kontext beeinflussen.


21.03.2018  |  Dr. Manuel Ninaus als Sprecher auf dem International Summit on Serious Health Games in London
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Serious Games erfahren immer mehr Aufmerksamkeit – auch im Gesundheitswesen. Bereits in der klinischen Medizin, der Chirurgie und im Public Health Bereich werden Serious Games erfolgreich eingesetzt, um Patienten für medizinische Entscheidungen und kritische Szenarien zu sensibilisieren. 
Wie Serious Games auch zukünftig effektiv im Gesundheitsbereich eingesetzt werden können, diskutierten gestern Forscher, Mediziner und Game Designer auf dem International Summit on Serious Health Games des Imperial College London. Dr. Manuel Ninaus vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) erläutert dabei als Keynote Sprecher die Bedeutsamkeit der emotionalen Einbindung bei Spielen. In seiner Forschung beschäftigt sich Ninaus eingehend mit spielbasierten Lernumgebungen. Sein motivationaler Ansatz und seine unterschiedlichen Evaluationsmethoden sind auch bei der Verwendung von Serious Games im Gesundheitsbereich essentiell.

 

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16.03.2018  |  Verantwortung als Belastung: Verantwortungsvolle Chefs empfinden am meisten Stress
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Sind sich Menschen in Machtpositionen ihrer Verantwortung bewusst, erleben sie mehr Stress als Mächtige, die eher ihre Freiräume erkennen. Das zeigt eine aktuelle Studienreihe des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen. Wenn Mächtige über ihre Verantwortung (statt ihre Freiräume) nachdenken, handeln sie zwar rücksichtsvoller – gleichzeitig erhöht sich aber ihr körperliches Stresslevel.



06.03.2018  |  Facebook und Co. - Wie soziale Netzwerke uns helfen können, nützliche Informationen und emotionale Unterstützung zu bekommen
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Sich mehrmals täglich bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken einzuloggen, gehört für viele mittlerweile zur täglichen Routine. Während oft befürchtet wird, dass das permanente Checken der überwiegend positiven Statusmitteilungen anderer zu Stress, Neid und reduziertem Wohlbefinden führt, haben ForscherInnen des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in einer groß angelegten Studie herausgefunden: Stress ist von äußeren Faktoren und nicht der Facebooknutzung beeinflusst. Befürchtungen, Facebook würde sich negativ auf das Wohlbefinden ausüben, sind also überzogen. Die Plattform bietet sogar Möglichkeiten sozialer Unterstützung. Auch die berufliche Nutzung sozialer Medien zahlt sich aus: Wer LinkedIn nutzt, hat berufliche Informationsvorteile.



06.03.2018  |  Großes Treffen des Leibniz-WissenschaftsCampus „Cognitive Interfaces“
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Am 02. März 2018 fand das 2. Treffen des Leibniz-WissenschaftsCampus „Cognitive Interfaces“ am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) statt. Ziel war es, erste Ergebnisse durchgeführter Pretests und Studien zu diskutieren sowie aktuelle Entwicklungen zu besprechen, die sich aus den bisherigen Ergebnissen ergeben haben.
Hierzu stellten alle 14 Projekte den aktuellen Stand ihrer Arbeit vor dem wissenschaftlichen Beirat im Rahmen einer Postersession vor. Es zeigte sich einerseits die Vielfältigkeit der Projekte, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der übergeordneten Frage widmen, wie sich Denken, Handeln und Arbeiten durch die Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen verbessern lässt. Kennzeichnend ist andererseits die Interdisziplinarität der Projekte, die durch die Zusammenarbeit von Psychologie, Informatik, Medizin, Zahnmedizin, Didaktik der Biologie, Medienwissenschaft, Erziehungs- wissenschaft und Sportwissenschaft zustande kommt.
Nach den einzelnen Kurzpräsentationen wurden u. a. die Praxisrelevanz, d. h. beispielsweise die konkrete Anwendbarkeit einer App zum Tübinger Hüftkonzept, sowie der Beitrag der Projekte zur psychologischen Theoriebildung besprochen. Insgesamt zeigte das Treffen, dass die Projekte bereits gut vorangeschritten sind und die Interdisziplinarität durch die dyadischen Teams aus Mitarbeitern des IWM und der Universität Tübingen intensiv gelebt wird. 


 Eine Kurzbeschreibung der einzelnen Projekte finden Sie hier 


 

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05.03.2018  |  Dr. Annika Scholl zu Besuch in der University of Amsterdam (UvA)
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Vom  1. Februar bis 27. März 2018 besucht Dr. Annika Scholl vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) die Abteilung Sozialpsychologie und Prof. Dr. Gerben van Kleef an der Universität Amsterdam. Dort entwickeln die beiden WissenschaftlerInnen ein gemeinsames Forschungsprojekt.

Gerben van Kleef forscht u.a. - wie Annika Scholl - zum Themenfeld Macht und soziale Normen. Sie berichtet: „Unsere unterschiedlichen Perspektiven zu kombinieren und hier so intensiv gemeinsam an einer Idee arbeiten zu können, ist besonders  bereichernd.“ Der Aufenthalt wird über das SAW-Postdocnetzwerk Kognitive Konflikte unterstützt. Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wann Menschen anderen Macht zusprechen bzw. übertragen. Aus der Forschung ist noch relativ wenig darüber bekannt, wie das konkrete Verhalten einer Person dazu beiträgt, dass ihr von anderen Menschen Macht übertragen wird. „Um diese Frage zu beleuchten, kombinieren wir theoretische Ansätze zu Macht, Personenwahrnehmung und Führung. Hier zeigt sich ein gewisser Konflikt: Macht zu haben, führt oft dazu, dass Personen eigennützig handeln (z.B. ihr Wissen für sich behalten) - eigennütziges Handeln scheint umgekehrt allerdings nicht dazu zu führen, dass einem von anderen auch Macht zugestanden wird; Menschen erwarten also vielleicht gerade von Mächtigen, dass diese ihr Wissen durchaus weitergeben, statt es für sich behalten. Wie sich dieser Konflikt erklären und lösen lässt, um damit z.B. auch die Wissensarbeit in Organisationen zu unterstützen, wollen wir in dem Projekt betrachten“, erklärt Annika Scholl.


01.03.2018  |  CALL FOR PAPERS FÜR VECTOR WORKSHOP BIS 29.04.2018
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Der zweite VECTOR Workshop zu virtueller Realität (VR) und Games in psychologischer, medizinischer und pädagogischer Forschung findet vom 25.-27. Juli 2018 am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen statt. Das Ziel des VECTOR Workshops ist es exzellente WissenschaftlerInnen zusammenzubringen, die virtuelle Realität, Serious Games und verwandte Technologien als neuartige Ansätze im Bereich von Bildung und Gesundheit verwenden. Melden Sie sich jetzt für den Call for Papers!

 

Weitere Informationen

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26.02.2018  |  Berichterstattung und Glaubwürdigkeit: Wie gut verstehen Laien wissenschaftliche Unsicherheit? Joachim Kimmerle im Gespräch mit „wissenschaftskommunikation.de“
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Obwohl Kontroversen und Transparenz als ein wichtiger Bestandteil der journalistischen Arbeit gelten und damit auch die Formulierung von Einschränkungen wissenschaftlicher Befunde, „deutet ein Teil unserer Ergebnisse darauf hin, dass die Darstellung widersprüchlicher Positionen negativere Einstellungen zu den berichteten wissenschaftlichen Ansätzen nach sich ziehen können, unter Umständen die Leser sogar den journalistischen Beitrag selbst als weniger glaubwürdig einschätzen. Wie sich dieses Problem am besten lösen lässt, wird ebenfalls weitere Forschung zeigen müssen. Eine Möglichkeit besteht vermutlich darin, dass Journalisten dieses Problem direkt ansprechen und das Prozesshafte jeder Forschung betonen, um so den vermeintlichen Gegensatz von Fragilität und Glaubwürdigkeit aufzulösen“, so Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) im Interview. „Unsere Ergebnisse bieten eine Grundlage dafür, das Verständnis von Laien für die Fragilität wissenschaftlicher Ergebnisse weiter zu untersuchen – sie sind in diesem Sinne also ebenfalls als vorläufig zu betrachten. Die Befunde zeigen jedoch schon mögliche Ansatzpunkte auf, wie man Rezipienten dabei helfen könnte, wissenschaftliche Informationen besser zu verstehen. Der offensichtlichste davon ist, dass Wissenschaftsjournalisten ihre Leser bei der Wahrnehmung von Fragilität unterstützen, wenn sie die Vorläufigkeit von Befunden im Text explizit ansprechen und sie statt einer einseitig positiven Berichterstattung eine ausgewogene Darstellung wählen. Dabei sollten bei der Darstellung neuer Ergebnisse und solcher mit schwacher Evidenz auch widersprüchliche Positionen präsentiert werden, was zwar ohnehin zur guten journalistischen Praxis gehört, im Wissenschaftsjournalismus aber nicht immer umgesetzt wird“, fügt er hinzu. Kimmerle ist stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe „Wissenskonstruktion“ am IWM und beschäftigt sich in seiner Forschung u.a. mit der Fragilität bzw. der Unsicherheit von wissenschaftlichen Befunden und ihrer Wahrnehmung. In einer Feldstudie über die Rezeption der Tiefen Hirnstimulation (THS), also von Herzschrittmachern, untersuchte er, wie sich die Vorläufigkeit wissenschaftlichen Wissens verdeutlichen und erklären lässt und wie diese aufgenommen wird. 


Lesen Sie mehr zu den Untersuchungen und Ergebnissen auf wissenschaftskommunikation.de


22.02.2018  |  Wie können Unternehmen sich in Zeiten der Digitalisierung gut aufstellen? Kai Sassenberg morgen zu Gast bei der Podiumsdiskussion „Erfolgsfaktor Weiterbildung - was tun erfolgreiche Unternehmen?“
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Für Unternehmen sind im Zusammenhang mit der Digitalisierung Mobilität, Vernetzung, Clouds und künstliche Intelligenz mögliche Erfolgsfaktoren für ihre Zukunft. Weiterbildungen in diesem Bereich lassen sich zu strategischen Zielen formulieren. Daraus entstehen Fragen wie: „Welche Bildungsangebote brauchen oder wollen Unternehmen?“, „Wie lässt sich der Erfolg von Weiterbildung messen?“ und „Wie sieht die Weiterbildung der Zukunft aus?“ Für das Miteinander im Unternehmen ist besonders die Frage spannend, welche Rolle die sozialen Prozesse in der computermedierten Zusammenarbeit spielen. Am Leibniz-Institut für Wissendmedien (IWM) beschäftigt sich der Sozialpsychologe Prof. Dr. Kai Sassenberg genau mit diesem Thema. In seiner AG „Soziale Prozesse“ untersucht er, wie soziale Faktoren (z.B. Hierarchien, Identifikation, der Einfluss von Macht, Wettbewerb und Kooperation) die Zusammenarbeit erleichtern oder erschweren. Mit seinen Erkenntnissen aus der Forschung bereichert er die Podiumsdiskussion mit Matthias Schäfer (Geschäftsführer MÖRK GmbH & Co. KG), Bernd Heinzinger (Lösungsberater Intelligent Cloud, Microsoft Deutschland) und Evelyn Koch (Management und Leitung Emil-Gminder-Akademie). Die Diskussion ist eine Veranstaltung der vhs Reutlingen zusammen mit ihrer neuen Einrichtung der Emil-Gminder-Akademie.


Rahmeninfos 
Freitag, 23. Februar 2018 17:00 bis 19:00 Uhr 

Haus der Volkshochschule, Spendhausstraße 6,
72764 Reutlingen, Hans-Haußmann-Saal


21.02.2018  |  Erste Sitzung des wissenschaftlichen Beirats in veränderter Besetzung
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Am 19. und 20. Februar 2018 fand die diesjährige Frühjahressitzung des wissenschaftlichen Beirats am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in teilweise neuer Besetzung statt. (Im Bild von links nach rechts: Prenzel, Jonas, Leutner, Cress, van Merriënboer, Spinath, Stürmer, Aleven)


Die neuen Beiratsmitglieder Prof. Dr. Vincent Aleven (Carnegie Mellon University in Pittsburg, USA), Prof. Dr. Eva Jonas (Universität Salzburg, Österreich), Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Prenzel (TU München) und Prof. Dr. Stefan Stürmer (FernUniversität in Hagen) bringen ganz unterschiedliche wissenschaftliche Blickwinkel ein – von der Sozialpsychologie über die Bildungsforschung bis hin zum Forschungsschwerpunkt der Mensch-Maschine-Interaktion. Damit bereichern sie den wissenschaftlichen Beirat des IWM mit Prof. Dr. Dr. h.c. Detlef Leutner (Universität Duisburg-Essen), Prof. Jeroen J. G. van Merriënboer (Maastricht University, Niederlande und Prof. Dr. Birgit Spinath (Universität Heidelberg).


Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Beirat und danken den ehemaligen Mitgliedern Prof. Dr. Monique Boekaerts, Prof. Dr. Bettina Hannover, Prof. Dr. Marcus Hasselhorn und Prof. Dr. Josef Schrader für ihre Expertise und professionellen Input in den letzten acht Jahren.


20.02.2018  |  Digitale Lernmittel auf der Didacta. Katharina Scheiter vom IWM im Gespräch mit der Stuttgarter Zeitung
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„Digitales Lernen muss an deutschen Schulen selbstverständlicher werden. Darin sind sich die Experten einig, die sich in dieser Woche auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover präsentieren. Aber wie gut sind die Verlage darauf vorbereitet?“, so der Einstieg des Artikels zum Thema. Katharina Scheiter ist Leiterin der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) und Professorin für Empirische Lehr-Lernforschung an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Mit ihrer Arbeitsgruppe untersucht sie kognitionspsychologische Grundlagen des Lernens aus multiplen Repräsentationen sowie Maßnahmen zur Unterstützung entsprechender Lernprozesse. Ergebnisse dieser Forschung fließen unter anderem in die Gestaltung digitaler Schulbücher und tabletbasierter Anwendungen für den Bildungskontext ein. Somit ist sie Expertin, wenn es um die Einschätzung und Entwicklung digitaler Lernmedien an Schulen geht. So stellt sie bei dem dortigen Medieneinsatz unter anderem fest: „Die wenigsten sind nach den Erkenntnissen der Lernforschung gestaltet“ und „Man muss genau hinsehen, unter welchen Bedingungen digitales Lernen Vorteile hat“.

 

Den Artikel finden Sie hier


19.02.2018  |  Joachim Kimmerle in der Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung zum Thema Missverständnisse
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Missverständnisse haben verschiedene Ursachen – und sind auch Gegenstand verschiedener Fachdisziplinen. Gerade in Zeiten vermehrter interkultureller Begegnungen ist dieses Thema hochaktuell. Doch auch zwischen Wissenschaftlern und Laien kommt es aufgrund der unterschiedlichen Hintergründe zu Missverständnissen. 


Mit diesem Aspekt beschäftigt sich Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM). Hier untersucht er, wie gut Laien die Fragilität wissenschaftlicher Inhalte verstehen. “Fragilität bedeutet Zerbrechlichkeit, in diesem Fall also, dass wissenschaftliche Erkenntnis kein statisches Wissen ist, sondern dass sie sich verändert und weiterentwickelt”, so ein Zitat aus dem Artikel der Wochenendbeilage vom 17. Februar 2018. Eva Wolfangel hatte für die Stuttgarter Zeitung nachgefragt.


16.02.2018  |  Fachtagung IWM #LearnMap: „Lernprozess im Fokus: Forschung zu digitalen Medien in der Hochschullehre“. Call for Papers
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Ihre Forschung fokussiert auf Lernprozesse aus seiner psychologischen Perspektive, greift unterschiedliche Facetten des Lernerfolgs bzw. Charakteristiken von digitalen Lernumgebungen auf oder dient der Evaluierung von Lehr- und Lernmethoden?
Am 11. und 12. Oktober 2018 veranstaltet das Leibniz- Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen eine Fachtagung „Lernprozess im Fokus: Forschung zu digitalen Medien in der Hochschullehre“. Die Fachtagung richtet sich an Forschende der Psychologie und verwandter Disziplinen, an Projektbeteiligte aus der aktuellen Förderlinie zu digitaler Hochschulbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und ebenso an Interessierte Lehrende und Studierende. Folgende Forschungsthemen werden präsentiert: „Lernprozesse beim Lernen mit digitalen Medien“, „Lernerfolg beim Lernen mit digitalen Medien empirisch messen“, „Digitale Lernumgebungen in Der Hochschule“ und „Theoretische Ansätze des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien“.


Ab sofort sind Beitragseinreichungen möglich: Hier gelangen Sie zur Veranstaltungs-Website (alternativ der Call for Papers als PDF).


Ausführliche Informationen zur inhaltlichen Ausrichtung der wissenschaftlichen Fachtagung finden Sie hier: https://learnmap.iwm-tuebingen.de



15.02.2018  |  Prof. Dr. Sonja Utz (IWM) als Senior Scholar auf der Konferenz “Computational Communication Science” (CCS)
CCS

Die Fakultät für Journalistik und Kommunikationsforschung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hat im Rahmen der CCS ausgewählte ProfessorInnen am 15. und 16. Februar zu einer „Roadmap Conference“ eingeladen. Hier soll neben Trainingskursen gemeinsam über die Chancen und Herausforderungen bei der Ermöglichung digitalisierter Forschung an und mit großen Datenbeständen diskutiert werden, die die wissenschaftliche Community angehen kann. Zentrale Themen sind „Zugang zu und Nutzung von Big Data“, „Analysesoftware und -techniken“, „Forschungsethik und Data Sciene“, „Kombination von computational und conventional methods“ und „Interdisziplinäre Arrangements zwischen Computer Science und Communication Research“. 

Prof. Dr. Sonja Utz vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) ist gespannt: "Computational methods eröffnen viele Chancen; da sie aber nicht Bestandteil des Studiums sind, stellen sie viele ForscherInnen derzeit vor allem vor Herausforderungen. Ich begrüße es sehr, dass das Thema auf der Roadmap Conference systematisch angegangen wird und erhoffe mir Synergieeffekte durch neue Kooperationen."
Zugesagt haben Noshir Contractor von der Northwestern University, Jan Kleinnijenhuis von der VU University Amsterdam, sowie ausgewiesene Data Science-Experten, die nicht aus der Kommunikationswissenschaft kommen, wie etwa Wolfgang Nejdl aus der Computer Science der Leibniz Universität Hannover, seines Zeichens PI eines thematischen ERC Advanced Grants und Leiter des Learning Labs Lower Saxony (L3S). Es ist geplant,  die Ergebnisse der Konferenz ausführlich zu dokumentieren und im Rahmen eines Special Issue des „International Journal of Communication“ zu publizieren, um die Nachhaltigkeit des gemeinsamen Denkens und Diskutierens zu sichern.


15.02.2018  |  Dr. Anne Thillosen auf der ersten Sitzung der Arbeitsgruppe „Digitales Lernen, Lehren und Vernetzen“ der Allianz-Initiative
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Seit 2008 setzt sich die Allianz der Wissenschaftsorganisationen in der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ erfolgreich für eine bessere Informationsversorgung in Forschung und Lehre ein. Jetzt startet sie in die dritte Projektphase (2018-2022) und richtet sich durch eine neue Arbeitsgruppe auch auf die Herausforderungen des digitalen Lehren und Lernens aus.  
Immer mehr digitale Angebote ermöglichen es, online zu lernen, zu lehren und Abschlüsse zu erwerben.  Anbieter sind dabei nicht nur Bildungsinstitutionen, sondern auch kommerzielle Firmen. Um eine effektive Positionierung der Wissenschaftsorganisationen angesichts dieser Fülle zu unterstützen, ist eine intensive Kooperation der Akteure  notwendiger denn je.
Hier setzt die neue Arbeitsgruppe „Digitales Lernen, Lehren und Vernetzen“ der Wissenschaftsallianz an. Auf ihrer ersten konstituierenden Sitzung gestern in Berlin hat Dr. Anne Thillosen vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) die Leibniz-Gemeinschaft vertreten: „Anders als bei den Hochschulen steht bei den Wissenschaftsorganisationen die Lehre weniger im Fokus. Die gestrige Sitzung hat aber gezeigt: Das Lernen und Vernetzen mit digitalen Medien ist trotzdem für alle zentral, sowohl innerhalb der Organisationen, als auch beispielsweise in Bereichen wie Citizen Science. Bis zur nächsten Sitzung soll die gestrige, sehr offene und engagierte Diskussion darüber, welche speziellen Schwerpunkte sich die Arbeitsgruppe setzen will – auch im Vergleich mit Hochschulen – online fortgesetzt werden. Mein Eindruck ist, dass aus der Gruppe sehr konstruktive Impulse für die Wissenschaftsorganisationen selbst, aber auch für das Bildungssystem und die Gesellschaft kommen werden.“
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss aller großen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland. Sie nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Weitere Mitglieder neben der Leibniz-Gemeinschaft sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Max-Planck-Gesellschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Wissenschaftsrat.


14.02.2018  |  Handbuch E-Learning in fünfter, aktualisierter Auflage erschienen
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2004 erschien die erste Auflage des Handbuchs, das sich seitdem als Standardwerk zum Thema „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ etabliert hat. 

Im Januar 2018 haben Dr. Anne Thillosen vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), Patricia Arnold (HS München), Lars Kilian (TU Kaiserslautern) und Gerhard Zimmer (ehem. HSU Hamburg) nun die 5. Auflage veröffentlicht. Das Handbuch wurde auch diesmal wieder aktualisiert und ergänzt, z.B. um einen Abschnitt zum Einsatz humanoider Roboter in Lernkontexten, und endlich hat es nun auch ein Stichwortverzeichnis. Die elf Kapitel geben einen grundlegenden, anwendungsorientierten Überblick über alle zentralen Bereiche des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien (bis auf die technische Umsetzung) und befassen sich mit den Themen „Bildung mit E-Learning“, „Virtueller Bildungsraum“, „Didaktische Konzeption“, „Bildungsressourcen“, „Kompetenzen für Lehren und Lernen“, „Lernerfolg und Kompetenzerwerb prüfen“, „Qualitätsmanagement“, „Evaluation“, „Standardisierung“, „Rechtsgrundlagen“ und „Implementierung“.


Anne Thillosen über die neue Auflage: „Das kontinuierliche Interesse am Handbuch E-Learning zeigt deutlich, dass sich die Zielgruppe für dieses Thema immer stärker erweitert. Als Autorin merke ich durch die Aktualisierungen, die jedes Mal wieder nötig sind, wie schnell die Entwicklungen in diesem Bereich sind. Natürlich gab es einen großen Sprung zwischen der ersten Auflage 2004 und der vollständig überarbeiteten Neuauflage 2011 - aber auch von 2015 bis heute hat sich schon wieder einiges getan.“


09.02.2018  |  LISA auf der LEARNTEC 2018

10.000 internationale Besucher zog die E-Learning Fachmesse LEARNTEC vergangene Woche an. Unter den 302 Ausstellern konnten die Besucher auch das Kooperationsprojekt LISA –Learning Analytics für sensorbasiertes adaptives Lernen – des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) betrachten. 


Wie Lernprozesse personalisiert und adaptiv gestalten werden können, zeigte das Projekt LISA (IWM-Nachwuchsgruppe Neuro-kognitive Plastizität Prof. Dr. Korbinian Moeller) auf der LERNTEC 2018 (Bild 1-3), eine Kooperation des IWMs, der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, der Humboldt Universität Berlin, Neocosmo, der Solutions & Global Media GmbH und Promotion Software. Besucher konnten am Stand von Neocosmo über den Pulsschlag messen lassen (Bild 4), wie sich Stimmung und Konzentrationsfähigkeit auf ihre Lernaktivität auswirken. Per Smartphone erhielten sie dann Informationen, wie sie ihre Lernsituation verbessern können (Bild 5-7)


Der Bereich Learning Analytics hinke Anbietern wie Google bei der Auswertung von sensorbasierten Daten weit hinterher. So leitete Prof. Albrecht Fortenbacher von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin seinem Vortrag „Learning Analytics für erfahrbares Lernen“  ein. Einen wichtigen Schritt macht das Projekt LISA: Auf Basis sensorischer Messungen ermöglicht es, Zusammenhänge zwischen Lerninhalten und Lernerfolg herzustellen und liefert damit bedeutende Ergebnisse für die Entwicklung didaktischer Konzepte.

 

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08.02.2018  |  Wenn die Angst mitgoogelt, dann steigt die Motivation zur Krebsvorsorge

Psychologen des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen um Prof. Dr. Kai Sassenberg haben herausgefunden: Die Angst vor Krebs beeinflusst, ob Menschen nach der Internet-Suche von medizinischer Information eher zur Vorsorge-untersuchung gehen oder nicht. Menschen, die online Informationen zur Krebsvorsorge suchen, planen danach häufiger zu dieser zu gehen – aber nur dann, wenn sie auch Angst vor Krebs haben.  
Auch wenn die moderne Medizin viele Fortschritte in der Krebsbekämpfung gemacht hat, ist die Angst vor Krebserkrankungen weit verbreitet. Dennoch ist die Teilnahme an der Krebsvorsorgeuntersuchung noch keine Selbstverständlichkeit. Nur knapp jede/r Fünfte über 55 Jahren hat beispielsweise bereits eine Darmspiegelung vornehmen lassen, obwohl sie für diese Altersgruppe zur Krebsvorsorge empfohlen wird. Was beeinflusst, ob Menschen diese Vorsorge durchführen lassen?

 

Zur Pressemitteilung


08.02.2018  |  Joachim Kimmerle zu Gast am Regierungspräsidium Stuttgart
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Auf Einladung der Fachreferentin für Psychologie im Gymnasialreferat des Präsidiums hält heute Apl. Prof. Dr. Joachim Kimmerle des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) einen Vortrag. Damit eröffnet er den Fortbildungstag zum Thema Medienpsychologie für Lehrer_innen, die in der Kursstufe der ca. 170 allgemein bildenden Gymnasien im Regierungsbezirk Stuttgart das Fach Psychologie unterrichten.

Joachim Kimmerle gibt eine Einführung in das Thema „Medien und Medienpsychologie“ und beschäftigt sich hierin mit der Medienwahl, bspw. der Medienselektion Jugendlicher und Erklärungsansätzen der emotionsbezogene Medienwahl. Des Weiteren bespricht er Medienwirkungen bspw. im Zusammenhang mit aggressivem Verhalten, sowie Medienkompetenz. Im Anschluss  an den Vortrag  gibt es Workshops, in denen es um die Unterrichtspraxis geht

„Die Lebenswirklichkeit Jugendlicher wird in hohem Maße vom Umgang mit Medien bestimmt. Entsprechend wichtig ist es, dass Lehrerinnen und Lehrer für das Mediennutzungsverhalten von Schülern sensibilisiert sind und sich mit Möglichkeiten zur Förderung von Medienkompetenz auseinandersetzen“, so Kimmerle.


07.02.2018  |  IWM und e-teaching.org auf der LEARNTEC 2018 - Ein Fazit.
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Auf der E-Learning-Fachmesse LEARNTEC in Karlsruhe wurden vergangene Woche gleich mehrere Forschungsvorhaben des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) zu digitalen Medien in der Hochschullehre vorgestellt. 


Prof. Dr. Bernhard Hirt vom Universitätsklinikum Tübingen (Bild 6) berichtete vom BMBF-Projekt „Open Teach“, einer Kooperation zwischen dem IWM und der Online-Plattform Sectio Chirurgica. Im Fokus seines Vortrags stand die Frage, wie digitale Medien das gemeinsame Lernen in unterschiedlichen medizinischen Berufen unterstützen können. Das BMBF-Projekt „Digital Learning Map 2020“ wurde nach seinem Start Anfang 2017 in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal auf der LEARNTEC präsentiert. 

Gabriele Irle und Elke Kümmel (IWM) luden das Publikum dazu ein, sich an der Best-Practice-Datenbank zu beteiligen (Bild 1 und 5), die in dem Projekt entwickelt wird und im Sommer 2018 online gehen soll. Gabriele Irle: „Die Datenbank ermöglicht es Hochschullehrenden aus ganz Deutschland, ihr eigenes Erfahrungswissen zu digitaler Lehre zu teilen und Best Practices von anderen Lehrenden kennenzulernen. Die Datenbank zeichnet sich durch zwei Merkmale besonders aus: Sie ist hochschul- und disziplinübergreifend und die Fokussierung liegt auf dem individuellen Lernprozess – nicht auf den eingesetzten Tools." Die beiden Vorträge fanden im Rahmen des sehr gut besuchten Messeforums university@LEARNTEC statt, das auch in diesem Jahr wieder von e-teaching.org (IWM) mitorganisiert und von Dr. Anne Thillosen (Bild 4 und 7) und Markus Schmidt (Bild 2) aus dem Portalteam moderiert wurde. Die Referierenden gaben spannende Einblicke in das breite Spektrum an Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien in der Lehre, von Agilität bis Peer-Assessment, von Roboterfahrzeugen bis Augmented Reality und von Gamification bis zu Konsequenzen für die Curricula und für Hochschulleitungen.

Im Anschluss an das Messeforum fand ein Workshop für die zehn Digitalisierungsprojekte an Landeshochschulen statt, die derzeit vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen der Programms „Digital Innovations for Smart Teaching – Better Learning“ gefördert werden. Ausrichter war das am IWM angesiedelte Begleitprojekt „Smart Teaching Baden-Württemberg“, das die nachhaltige Umsetzung der Projekte u.a. durch eine Veranstaltungsreihe unterstützt. In einem von Mareike Kehrer und Dr. Michael Hellermann (IWM) organisierten Workshop drehte sich diesmal alles um den Workflow bei der Produktion von Open Educational Resources (Bild 8).

 

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06.02.2018  |  Dr. Anne Thillosen vom IWM als Expertin unterwegs: „Machbarkeitsstudie für eine (inter-)nationale Hochschul-Plattform“
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Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) hat erste Maßnahmen ergriffen, um den Aufbau einer nationalen Plattform für die Hochschullehre voranzutreiben. Im Abschlussbericht seiner ersten Projektphase (2014-2016) hatte sich das HFD dafür ausgesprochen, eine solche Plattform zu schaffen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

 
Zum einen kann auf den nicht-europäischen (MOOC-)Plattformen, die zurzeit häufig genutzt werden, beispielsweise edX und Coursera, der Schutz von Studierendendaten oft nicht sichergestellt werden. Zum anderen soll der deutsche - und mittelfristig auch der europäische - Hochschulsektor gestärkt werden, etwa durch eine Plattform, die alle deutschen Hochschulen für die eigenen Lehre nutzen können und die die hochschulübergreifende Kooperation stärkt.


Um die Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung einer solchen Plattform auszuloten, hatten das HFD und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Sommer 2017 eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben. Diese Studie wurde an das MMB-Institut und an neocosmo vergeben, die nun Expertinnen und Experten - darunter auch Dr. Anne Thillosen vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IMW) - zu einem "Stakeholder-Workshop" eingeladen haben, um mögliche Entwicklungsszenarien und Gestaltungsvarianten zu diskutieren. Bei dem Workshop sollen erste Überlegungen und Ergebnisse dieser Studie präsentiert werden. Dabei lautet die Leitfrage: Wie könnte und sollte eine nationale Hochschulplattform idealerweise aussehen und welche Anforderungen und Entwicklungsoptionen sowie Probleme und Risiken wären dabei zu bedenken? 


Dazu Thillosen: "Es ist auf jeden Fall sinnvoll, gerade zu Beginn des Diskussionsprozesses viele unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen, denn E-Learning-Akteure, Hochschulleitungen und Rechenzentren haben teilweise sehr verschiedene Sichtweisen und Interessen - und sie alle sollen ja eine solche Plattform nutzen. Es freut mich, dass ich die Perspektive von e-teaching.org und unserer Community ins Gespräch einbringen kann."


31.01.2018  |  Wie steht es eigentlich um den Einsatz digitaler Medien an deutschen Schulen? "Die Debatte" im Gespräch mit Ulrike Cress
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Die Zukunft des Schulunterrichts ist kaum denkbar ohne den Einsatz von digitalen Medien. Dabei scheinen die Kinder einer jüngere Generation (der sogenannten Digital Natives) im Vergleich zu den Erwachsenen, die ohne diese Medien aufgewachsen sind, mehr zu wissen. Doch stimmt das? Prof. Dr. Ulrike Cress vom Leibniz-Institut für Wissensmedien gibt darauf Antwort. Im Gespräch mit Die Debatte sprach sie außerdem darüber, wie digitale Medien den Unterricht verändern und ihren unterschiedlichen Einsatz je nach Altersklassen: 

„Wenn wir Medien gut einsetzen als Lehrer, dann heißt das, der Unterricht sieht anders aus. Er ist selbstgesteuerter, es gibt mehr Kollaboration, es kann mehr Interaktivität stattfinden.“


Die Debatte beschäftigt sich mit kontroversen Themen aus der Wissenschaft. Sie ist eine Plattform von Wissenschaft im Dialog, dem Science Media Center Germany (SMC) und der Technischen Universität Braunschweig.

 

Zum Video


30.01.2018  |  Prof. Dr. Ulrike Cress auf dem ersten ISLS Workshop in Afrika
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Wie lernen Menschen? Und was kann Lernen erleichtern? Das zeigt der erste Workshop der International Society of the Learning Sciences (ISLS) in Johannesburg, Südafrika, am 12. und 13. Februar 2018. WissenschaftlerInnen aus verschiedenen interdisziplinären Bereichen der Lernforschung stellen hier inspirierende Ergebnisse und provokante Ideen vor.


Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien in Tübingen (IWM), wird als Keynote Sprecherin aufzeigen, wie  Wissensgenerierung durch Massenkollaboration  funktioniert, beispielswiese auf der Online-Plattform Wikipedia. Cress: „Afrika ist in der internationalen Forschung zu den Learning Sciences noch unterrepräsentiert, obwohl dort hoch interessante Fragestellungen bearbeitet werden. Der Workshop soll dazu beitragen, Forschungskooperationen zu knüpfen und die jeweiligen Schwerpunkte kennen zu lernen.


Die International Society of the Learning Science ist eine interdisziplinäre Gesellschaft, die Wissensaneignung im Alltag empirisch untersucht. Sie erforscht, wie Lernen erleichtert werden kann – mit sowie ohne Technologien.


Programm des Workshops (auf Englisch)


29.01.2018  |  Glückwunsch Prof. Dr. Ulrike Cress zur Wahl in die Programmkommission der VHB
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Prof. Dr. Ulrike Cress, Direktorin des Leibniz-Instituts für Wissensmedien, wurde für weitere vier Jahre in die Programmkommission der Virtuellen Hochschule Bayerns (vhb) gewählt. Seit 2010 begleitet Cress im Rahmen der Kommission die Entwicklung der vhb: „Ich bin sehr davon beeindruckt, wie konsequent Bayern mit der vhb digitale Lehre in die Breite bringt und es schafft, dass Hochschulen eng miteinander kooperieren und gegenseitige Angebote anerkennen. Deswegen freue ich mich auf die weitere Arbeit bei der vhb."


Die Virtuelle Hochschule Bayern ist ein Verbund aller bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Sie bietet multimediale Online-Kurse zu einem breiten Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen für Studierende sowie Nicht-Studierende.  


26.01.2018  |  Call for Papers für LERN Mitgliedseinrichtungen bis 31.01.2018
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Am 26. und 27. April 2018 findet am Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen die Wissenschaftliche Jahrestagung LERN 2018 zum Thema "Digitalisierung und Bildung: Potenziale und Herausforderungen aus der Perspektive der Bildungsforschung" statt.
Mit der Jahrestagung möchte der Leibniz-Forschungsverbund Bildungspotenziale (LERN) die im Verbund vorhandene Forschung und Expertise sichtbar machen und weiterführenden Forschungsbedarf identifizieren. Zur Vorbereitung werden alle LERN Mitgliedseinrichtungen gebeten bis spätestens Mittwoch, 31. Januar 2018, Vorschläge für Beiträge an leibniz-bildungspotenziale@dipf.de  zu mailen.

 

Call for Papers (PDF)


26.01.2018  |  IWM und e.teaching.org auf der Learntec 2018
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Die meisten deutschen Hochschulen setzen zunehmend digitale Medien für die Lehre ein – dabei wird ihr Potenzial oft nicht ausgeschöpft. Wie der Einsatz von digitalen Medien in der Hochschulbildung verbessert werden kann, ist Thema des Messeforums university@LEARNTEC.


Am 30. Januar 2018 werden auf der LEARNTEC  in Karlsruhe Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) neue Impulse für die Zukunft der Hochschulbildung präsentieren: Mit der Digital Learning Map 2020 kartografieren Gabriele Irle vom IWM und Prof. Dr. Johannes Moskaliuk den Stand der digitalen Hochschullehre in Deutschland. In ihrem Vortrag gehen sie der Frage nach, was das Lernen mit digitalen Medien wirksam macht. Prof. Dr. Joachim Kimmerle (IWM) stellt zusammen mit Prof. Dr. Bernhard Hirt von der Universität Tübingen vor, wie interprofessionelles Lernen unterstützt werden kann insbesondere bei medizinischen Fachkräften. 


„Wir erhoffen uns spannende Einblicke in innovative Ideen und Best-Practice-Beispiele“, sagt Dr. Anne Thillosen (IWM), Leiterin von e-teaching.org. Das Team des Informations- und Qualifizierungsportals hat das Programm des Forums mitorganisiert und übernimmt die Moderation. E-teaching.orgbietet umfangreiche wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Informationen zur Gestaltung der Hochschullehre mit digitalen Medien.


Informationen zum Programm


15.01.2018  |  Dr. Anne Thillosen im Interview mit studienwahl.de
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Die Zukunft der Lehre  an den Hochschulen scheint in den Diskussionen um ihre Digitalisierung ungewiss. In dem Bereich von so genannten E-Learnings – also dem elektronisch unterstützen Lernen m.H. des Einsatzes von Medien – hat sich dennoch einiges getan. Anne Thillosen vom Leibniz-Institut für Wissenmedien hat mit studienwahl.de über die Zukunft der Hochschule gesprochen. Sie ist Leiterin des E-Learning-Informations- und Qualifizierungsportals e-teaching.org, das umfangreiche wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Informationen zur Gestaltung der Hochschulbildung mit digitalen Medien zur Verfügung stellt. 


12.01.2018  |  7 Impulse für einen guten Arbeitstag zum 7. Jubiläum von wissensdialoge.de
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Im Januar 2011 begann die Reise der Online-Zeitschrift wissensdialoge.de unterstützt vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM). MitarbeiterInnen des IWM engagieren sich hier als RedakteurInnen und (Gast-)AutorInnen und tragen somit zu einem kontinuierlichen Wissensaustausch zwischen Forschung und Praxis bei. In den bisher 7 Jahren sind auf der Plattform über 300 Beiträge zu aktuellen Fragen und Ergebnissen zu den Themen Personalentwicklung, Teamarbeit und Mitarbeiterführung, Organisationales Lernen und Wissensmanagement entstanden.
Zum 7. Jubiläum möchten Ihnen die Redaktion 7 Impulse – ihre persönlichen “Siebensachen” – für einen guten Arbeitstag mitgeben. So unter anderem Dr. Christina Matschke und Dr. Annika Scholl vom Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM) mit ihren Beiträgen „Nach der Pause ist vor der Pause“ und „Zuhören üben“.


Weitere Informationen zur Online-Zeitschrift  finden Sie unter

http://www.wissensdialoge.de



11.01.2018  |  Neuer IWM-Film: Wissensbezogene Internetnutzung
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Das Internet ist fester Teil unseres Alltags. Dort vernetzen wir uns. Im Internet suchen wir, platzieren wir und erweitern wir unser Wissen - und das Wissen von anderen: bewusst und unbewusst. Das Leibniz Institut für Wissensmedien (IWM) in Tübingen erforscht, wie das Internet wissensbezogen genutzt wird. Das IWM konzentriert sich dabei nicht nur auf digitale Wissensprozesse an Hochschulen oder am Arbeitsplatz, sondern auch auf den Wissenserwerb in der Freizeit. Am IWM werden eine Reihe von Forschungsfragen über Wissensprozesse untersucht. Allein oder in Gruppen, zu Hause oder in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Museum – Wissen entsteht überall. Digitale Medien gibt es an all diesen Orten und sie begleiten uns jederzeit in unserem täglichen Leben.


Link zum Video


10.01.2018  |  Wie man aus Missverständnissen das Verstehen versteht. Das IWM beim interdisziplinären Workshop „Missverstehen“ an der Universität Stuttgart

„Missverständnisse gehören zum täglichen Leben. Sie stören die Kommunikation, aber treiben sie auch an. Missverständnisse sind Auslöser für Streit, Quelle der Unterhaltung und nicht selten nur strategisch vorgetäuscht.“ So kann man aus Missverständnissen die Prozesse des Verstehens verstehen lernen. Denn was passiert, wenn wir eben nicht verstehen?
Am 12. Januar 2018 werden WissenschaftlerInnen des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) bei dem interdisziplinären Workshop „Missverstehen“ zu dieser Frage neueste Entwicklungen und Erkenntnisse aus dem Bereich der Psychologie vortragen. Das Leibniz-Institut kann mit seinem Forschungsschwerpunkt auf Wissensprozesse im Zusammenhang mit digitalen Medien einen wertvollen Input für den Workshop liefern. So Prof. Dr. Ulrike Cress und Prof. Dr. Joachim Kimmerle zu der Frage “Wie gut verstehen Laien die Fragilität wissenschaftlicher Inhalte?“; und Prof. Dr. Stephan Schwan zu „(Miss-)Verstehen von Text-Bild-Kombinationen“. Zusammen mit den anderen TeilnehmerInnen des Workshops, der bis zum 13. Januar geht, soll aus der Perspektive der verschiedenen Disziplinen nämlich u.a. erörtert werden, welche Rolle der Kontext, das Medium, die Perspektive und die Affekte bei Verstehensprozessen spielen.
Die Untersuchung von Verstehensprozessen steht auch im Zentrum des gemeinsamen Clusterantrags „Understanding Understanding“ der Universitäten Stuttgart und Tübingen sowie des Deutsche Literaturarchivs (DLA) Marbach und des Leibniz-Institut für Wissensmedien Tübingen (IWM).


Programm zum Workshop


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