• Presse
  • Kontakt
  • deutsch | english
 
12.02.2019  |  Hochschule wird digital: university@LEARNTEC zieht Messebesucher an
081 e-teaching at learntec 2019-01-31

Vom 29. bis 31. Januar 2019 stand die Messe Karlsruhe ganz im Zeichen des digitalen Lernens: Auf der 27. LEARNTEC – der Fachmesse für digitale Bildung in Schule, Hochschule und der beruflichen Bildung – ging es um Anwendungen, Innovationen sowie Best-Practice-Beispiele für den Einsatz digitaler Medien in der Bildung. Mit dem zweitägigen Fachprogramm university@LEARNTEC wurde dem Thema Digitalisierung der Hochschullehre in diesem Jahr bereits zum fünften Mal ein eigenes Forum gewidmet.
Erstmals wurde zusätzlich zum Vortragsprogramm auf der Messe eine ganztägige Fachkonferenz angeboten. Gestaltet wurden beide Veranstaltungstage von e-teaching.org, dem E-Learning-Infoportal des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), in Kooperation mit dem Hochschulnetzwerk Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND BW) und der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb).  „In den letzten Jahren hat sich das Branchenforum university@LEARNTEC gut etabliert“, resümiert Anne Thillosen Leitern von e-teaching.org. „Rund 170 Teilnehmer bei der Fachtagung, das gut besuchte Vortragsprogramm während der Messe und eine durchweg positive Resonanz zeigen, wie bedeutsam das Thema ‚Hochschule‘ in Verbindung mit digitalen Medien ist.“


Zum ausführlichen Messebericht


08.02.2019  |  Lesen wir noch richtig? IWM-Expertin im Interview zum Lesen im digitalen Zeitalter
Portraitfotos AG Gerjets (36) Yvonne Kammerer

Lesen auf Papier oder digital am Bildschirm? Yvonne Kammerer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IWM, plädiert gemeinsam mit 130 Forscherinnen und Forschern in der europaweiten Stavanger-Erklärung dafür, die Frage, was besser ist (Lesen auf Papier oder digital), nicht pauschal zu beantworten. Im Interview mit mehreren Zeitungen wie etwa der Südwest-Presse, der Märkischen Oderzeitung und dem Schwäbischen Tagblatt, erklärt die Leseforscherin nun, unter welchen Umständen der Griff zum Papier eventuell besser ist. Eine Absage an das digitale Lesen ist das für Kammerer jedoch nicht: „Beim Lesen von narrativen Texten und kürzeren Informationstexten ohne Zeitdruck zeigten sich keine Unterschiede.“ Und sie ergänzt: „Das Wichtigste ist, dass man Lesen üben muss.“
Zum ausführlichen Interview der Märkischen Oderzeitung
Zum Online-Artikel  der Südwest-Presse


04.02.2019  |  Digitalisierung und die Zukunft des Lesens – IWM-Expertin im Interview
WDR5-Logo quarks

Macht es einen Unterschied, Texte auf Papier, oder digital zu lesen? Dieser Frage ging das WDR5-Format „Quarks – Wissenschaft und mehr“ am 1. Februar nach und sprach hierzu mit Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der IWM-Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen. „Welches Medium besser ist, lässt sich nicht so einfach beantworten“, sagte die Expertin. „Vielmehr hängt das von der Leseaufgabe ab, von den Lesern, ihrer Vertrautheit mit den Möglichkeiten des Mediums und der effektiven Nutzung von Verarbeitungsstrategien, die sich durch das eine oder andere Medium in unterschiedlicher Weise unterstützen lassen. Jedes Medium hat dabei Potenziale, aber auch Schwächen – und damit muss man lernen umzugehen.“ Das ganze Interview gibt es zum Nachhören als Podcast:


31.01.2019  |  Was motiviert Wikipedia-Redakteure? – Seren Yenikent verteidigt erfolgreich Dissertation
IMG 7063

Wikipedia ist für viele der erste Schritt, um Wissenslücken zu schließen. Für andere wiederum ist es eine Plattform, um eigenes Wissen in Artikeln zusammentragen, oder Einträge anderer zu korrigieren und zu aktualisieren – und das meist freiwillig. Doch was motiviert Wikipedia-Redakteure, sich an der Plattform zu beteiligen, wenn es keine offensichtlichen Kompensationen für ihre Mühen gibt?


Seren Yenikent vom IWM beantwortet diese Frage in ihrer Dissertation „Understanding the effects of topic factors and threat exposure on motivation to participate in knowledge artefacts: The case of Wikipedia“. Frühere Studien haben verschiedene ermutigende Faktoren (Spaß, Ideologie, Gemeinschaftsaspekt) als Grund für die Wikipedia-Beteiligung identifiziert. Die Doktorandin fand nun heraus, dass allgemeine (thematische Vertrautheit und Kontroversität) und spezifische Merkmale (Gefühl und psychologischer Inhalt) eines Themas eine wichtige Rolle bei der Motivation spielen. 


Ihre Ergebnisse präsentierte Yenikent bei der erfolgreichen Verteidigung ihrer Arbeit am 23. Januar: Anhand von zwei Laborstudien und einer Wikipedia-Textanalyse zeigte sie, dass insbesondere die Arbeit mit bekannten und kontroversen Themen, die gesellschaftspolitische Bezüge hatten, das Engagement für Wikipedia-Artikel erhöht. Werden Inhalte mit positiven oder negativen Emotionen oder psychologischen Orientierungen (Leistung, Belohnung, Macht, Zugehörigkeit und Risiko) verbunden, steigt die Motivation zur Artikelproduktion ebenfalls. Yenikents Ergebnisse unterstützen den menschenorientierten Aspekt der Wikipedia-Plattform, der durch die psychologischen, sozialen und emotionalen Interessen der Redakteure deutlich gefördert wird.


23.01.2019  |  Aus Big Data Bedeutung gewinnen: US-Experte stellt Quantitative Ethnography am IWM vor
12 iwm presentation david shaffer 2019-01-15

“Mein Smartphone etwa weiß mehr darüber, was ich mache als meine Frau“, eröffnete der renommierte US-Professor David Williamson Shaffer seinen Gastvortrag am Tübinger IWM am 15. Januar und führte die Zuhörer so anschaulich an das Thema Quantitative Ethnography: Turning Big Data into Real Understanding heran. „Im Big-Data-Zeitalter sind viel mehr Informationen darüber verfügbar, was Menschen tun und wie sie es machen als je zuvor“, so der Learning Science-Experte der University of Wisconsin-Madison, USA. „Die Herausforderung besteht darin, Bedeutung aus diesen großen Datenmengen zu gewinnen, bei denen traditionelle Methoden wie Signifikanztests nur willkürliche Muster finden und daher nicht anwendbar sind“, so Shaffer weiter. Es werden daher neue statistische Methoden benötigt, die es Forschenden beispielsweise nicht nur erlauben festzustellen, ob Lernwerkzeuge für Schüler effektiv sind, sondern auch zeigen warum.


Dies möchte David Shaffer mit einer neuen Methode lösen: Der quantitativen Ethnographie, die er bei seinem Vortrag vorstellte. Sie führt statistische und ethnografische Analysen zusammen, die bisher getrennt voneinander ausgeführt wurden. Dazu entwickeln Shaffer und seine Kollegen das Tool Epistemic Network Analysis (ENA), mit dem modelliert werden kann, wie Codes in einem Datensatz miteinander verknüpft sind. ENA-Modelle visualisieren ein System von miteinander verbundenen Codes und ermöglichen es Forschenden so, die Unterschiede zwischen ihnen mit statistischen Methoden zu quantifizieren und zu testen. Das Modell soll dann beispielsweise kritische Komponenten identifizieren, die für den Erfolg eines Lernwerkzeuges ausschlaggebend sind und Zusammenhänge zwischen den Komponenten aufzeigen.


„Diese Modelle werden in Zukunft sicher noch weiter an Relevanz gewinnen, wenn wir versuchen Lern- und Wissensprozesse anhand von Big Data zu verstehen“, so Nora Umbach, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Methodenberatung am IWM. Sie sieht daher auch eine unmittelbare Relevanz für die Forschung am IWM. „Umso mehr freuen wir uns, dass David Shaffer und seine Arbeitsgruppe mit uns künftig kooperieren werden, um das Institut bei der Anwendung seiner Methoden zu unterstützen“, so Nora Umbach.



22.01.2019  |  Unterricht im digitalen Klassenzimmer – Forschungsmagazin ATTEMPTO! berichtet aus TueDiLab
1901 ATTEMTO Cover

Was passiert eigentlich im TueDiLab (Tübingen Digital Teaching Lab)? Dieser Frage ist das Magazin ATTEMPTO! der Universität Tübingen nachgegangen und hat das digitale Klassenzimmer am Leibniz-Institut für Wissensmedien besucht. In der aktuellen Ausgabe berichtet das Forschungsmagazin über Hightech-Lektionen am IWM und lässt dabei Prof. Dr. Katharina Scheiter, Leiterin der AG Multiple Repräsentationen, aufzeigen, wie mit digitalen Medien und modernster Technik am IWM der Unterricht der Zukunft erforscht und gelehrt wird. Zur Online-Ausgabe



21.01.2019  |  Friedrich W. Hesse zum Präsidiumsbeauftragten der Leibniz-Gemeinschaft ernannt
2014-12-03 portrait hesse iwm-news

Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse ist vom Präsidium der Leibniz-Gemeinschaft ab sofort zum Präsidiumsbeauftragten für den Global Learning Council (GLC) für zunächst drei Jahre benannt worden. Der GLC ist eine weltweit tätige, branchenübergreifende Gruppe von Vordenkern aus Wissenschaft, Industrie und gemeinnützigen Organisationen im Bereich des effektiven Einsatzes von Technologien zur Verbesserung des Lernens und Verstehens. Friedrich Hesse ist Scientific Co-Chair des GLC und zusammen mit dem Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, Matthias Kleiner, Board-Mitglied im GLC. Zudem wird Herr Hesse im Strategiefeld Digitalisierung der Leibniz-Gemeinschaft auch als Präsidiumsbeauftragter für ebenfalls zunächst drei Jahre weiter mitwirken. Im Rahmen seiner Mitwirkung wird Herr Hesse unter anderem den Vorsitz der Arbeitsgruppe „Digitalisierung im Wandel“ weiterführen.


02.01.2019  |  Neue Funktion für Ulrike Cress am Tübingen Research Campus (TRC)
TRC Logo

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde die Direktorin des IWM, Ulrike Cress, zur stellvertretenden Sprecherin des Tübingen Research Campus gewählt. „Der TRC bietet ein Forum für den Austausch der unterschiedlichen Forschungsorganisationen und schafft die Basis für gemeinsame Aktivitäten“, sagt Ulrike Cress zu den Vorteilen der Zusammenarbeit. Der 2016 gegründete Tübingen Research Campus zielt darauf ab, die Kooperation zwischen den örtlichen Forschungseinrichtungen zu vertiefen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die nach Tübingen kommen möchten, gemeinsame Services anzubieten.